Die Farbsprühsysteme PFS 1000 und PFS 5000 E.
Für garantiert schönere Oberflächen als mit Pinsel und Rolle.

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PFS 5000e ausführlicher Test 1 Kommentar
Vom 14.06.16 Geändert 2016-06-14 22:31:37
Vorinfos Vielen Dank, dass ich das Feinsprühgerät PFS 5000e testen durfte. Die neue Couch war für Ende Mai angekündigt und das Wohnzimmer hatte eine Renovierung dringend nötig. Da kam der Test zum perfekten Zeitpunkt. Ich hatte mir ein Konzept überlegt, welche Farbe ich in welchem Umfang haben möchte. Hier bediente ich mich aus der Alpina Palette. Zusätzlich zu den zur Verfügung gestellten 10l Alpina weiß kaufte ich noch je 2,5l “flammendes Herz“ und “Sonnensturm“, dazu silberne Effektlasur und Abtönfarbe orange. Im silbernen Bordürenstreifen habe ich Aluleisten mit LEDs verlegt. Unpacking Das PFS 5000e kommt gut ausgestattet. Neben dem Hauptgerät, Sprühpistole und drei Düsen (Lacke, Lasuren, Wandfarben), die durch unterschiedliche Farben verwechslungssicher gekennzeichnet sind und praktischerweise im Gerät verstaut werden können, gibt es zwei Farbbehälter, 6 Dichtungen, ein Sieb, ein Deckel und eine Bürste. Das Bürstchen ist kaum brauchbar. Nur für den Bereich an der Rückwand der Düsennadel hilft sie. Es sollte eine zweite größere Bürste beiliegen. Mit dem Sieb habe ich nur einmal gearbeitet. Es ist für Wandfarben zu langwierig und die Sauerei zu groß. Begeistert bin ich vom Farbbehältersystem! In den Deckel oder die Pistole wird eine Schaumstoffscheibe als Dichtung eingelegt. Die Teile können nach Gebrauch leicht einzeln gereinigt und wiederverwendet werden. Ein Ersatzbehälter ist mit 12,70€ in meinen Augen etwas zu teuer. Hier könnte Bosch in Zukunft mit größeren (für Wandfarben bis 2,5l) und kleineren Behältern (für Lacke 200-500ml) zu GÜNSTIGEN PREISEN punkten. Mein Lieblingsnörgelthema Anleitung... Jedes Detail sollte auf Nachhaltigkeit geprüft werden. Eine Online Anleitung mit Fotos, Filmen und Anwendungstipps und eine aufs notwendige reduzierte Kurzanleitung in der Packung wäre zeitgemäß. Eine über 300 Seiten starke Anleitung, die für deutsche Benutzer auf Seite 18 endet ist weder umweltfreundlich, noch zeitgemäß. Der Gerät Die Pistole liegt auch mit gefülltem Farbbehälter gut in der Hand. Ein größerer Farbbecher wäre schwerer und führte zu schnellerer Ermüdung. Der Luftschlauch ist lang genug, um auch bequem an der Decke sprühen zu können. Das erste Einschalten der Basiseinheit ist überraschend. Nicht das Hämmern eines Kompressors ist zu hören, sondern das Geräusch eines Staubsaugermotors. Sollte es wirklich ein Staubsaugeraggregat sein, habe ich einen Wunsch: Einen leistungsstarken Werkstattsauger mit Zubehörkits Lackieren, Schleifen etc... Mit angeschlossener Pistole kommt dauerhaft ein scharfer Luftstrahl aus der Spitze. Arbeiten Der scharfe Luftstrahl produziert viel Sprühnebel und erfordert ein sorgfältiges Abkleben aller Kanten. Auch der entgegen gesetzten, die sonst lose liegen können. Der Strahl lässt alles flattern. Das ist auch der große Nachteil des Gerätes. Das Abkleben nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Aber wenn man ans Arbeiten kommt, geht es mit einem dicken Grinsen voran! Ich habe die auf der Verpackung angegebenen 3qm/min nicht überprüft, gefühlt aber übertroffen. Das PFS 5000e arbeitet schnell und zuverlässig. In kürzester Zeit ist der 1l-Becher leer. Ich war versucht eines meiner Kinder zum Füllen zu verdonnern. Wenn einer immer den Becher füllt, während ein Zweiter sprüht, sind selbst Riesenräume in Rekordzeit fertig. Bei jeder Füllpause sollte man die Düse von angetrockneter Farbe befreien. Im Betrieb wird das Gerät ziemlich heiß. Ich verwendete die Alpina weiß ohne Verdünnung. Das Ergebnis war sehr gut. Die Alpina Effektfarben sind wesentlich dicker in der Konsistenz. Ich widerstand dem Reflex zu verdünnen und probierte es einfach. Ergebnis: einwandfrei! Ich begann mit der Decke in reinweiß. Wie auch beim weiß in weiß Rollen ist es schwer zu sehen, wo man schon genug gesprüht hat. Erfolg hat man hier mit planvollem, gleichmäßigem Vorgehen. In gleichmäßigen Bewegungen überlappend Bahn für Bahn. Bei einmaligem Sprühen habe ich ein gutes Ergebnis ohne Wolken erhalten. In die Restfarbe habe ich einen Liter Abtönfarbe orange gemischt. Das war vorsichtig gesagt dezent. Damit habe ich dann den oberen teil des Raumes gesprüht. In die übrige Farbe dann einen weiteren Liter Abtönfarbe und den unteren Teil des Raumes. Durch die komplexe Farbgestaltung war es höllische Abklebearbeit, aber die Kanten sind perfekt geworden! Ohne Unterläufer! Nur das Tape muss gut kleben, auch wenn es nass ist. Die Farbfelder in rot und orange gingen trotz dickerer Farbe auch leicht von der Hand. Die Alpina Farbe ist wirklich sehr gut deckend. Das Silber und die Bordürenstreifen habe ich mit Pinsel und Rolle gemacht. Die geringe Breite macht das PFS hier unwirtschaftlich. Der Bordürenstreifen hätte schmaler ausfallen dürfen, gefällt mir aber auch so. Begeistert bin ich allerdings von den Leds. Als Stimmungslicht heruntergedimmt in rot oder orange passt es toll zur Wandgestaltung und in weiß ist es genug Licht zum Lesen. Back to topic... Fazit Das PFS 5000e ist ideal wenn es um große zusammenhängende Flächen geht. Das Befüllen des Bechers mit Wandfarbe ist ( bei mir!) immer mit Kleckern verbunden. Hinzu kommt der starke Sprühnebel und der Druck, der erfordert, dass man alles gut und sorgfältig abklebt. Bei längerem Arbeiten stört das laute Betriebsgeräusch. Und das Gerät wird mit der Zeit sehr heiß und der heiße Luftstrom trocknet Dispersionsfarbe rasend schnell an der Düsenspitze. Allerdings macht es richtig Spaß, große Flächen zu sprühen. Das Bechersystem ist echt klasse. Die Reinigung einfach. Das System ist in 30s wieder zusammengebaut. Das PFS 5000e hat viel Potential. Es erfüllt seine Aufgabe hervorragend, hat aber auch noch Schwächen, die es auszumerzen gilt. +schnell große Flächen +durchdachtes Bechersystem +schnell und leicht zu zerlegen/reinigen -laut -viel Sprühnebel -langwieriges Abkleben nötig -Kleckerei -Gerät wird sehr heiß Auch wenn ich mehr oder weniger auf alle Fragen im Text bereits einging, hier noch mal det Übersicht halber direkt:
1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du das Farbsprühsystem PFS 5000 E in der Hand hattest?
Liegt gut in der Hand, Schlauch ist angenehm lang.
2. Welches Projekt hast Du mit dem PFS 5000 S gemacht? Wie bist du genau vorgegangen und wieviel Zeit hast du benötigt?
Ich habe das Wohnzimmer renoviert. Die Vorgehensweise Decke, obere Wandhälfte, unter Wandhälfte, rot, orange ergab sich logisch. Zeit kann ich wegen eines kleinen Unfalls nicht angeben.
3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung/Nutzung des Farbsprühsystem?
Leicht zu reinigen, schneller, sauberer Farbauftrag selbst an der Decke. Mir fällt die Nutzung sehr leicht
4. Erfüllt das PFS 5000 E Deine Anforderungen und Erwartungen? Bist du zufrieden mit deinen Arbeitsergebnissen?
Mit den Ergebnissen bin ich sehr zufrieden. Das PFS hält, was es verspricht. Aber es ist zu laut und der Sprühnebel sehr stark.
5. Was können wir in Zukunft noch an dem Farbsprühsystem PFS 5000 E verbessern oder erweitern?
Zusätzliche Behältergrößen mit günstigem Preis. Werkstattsauger, der als Aggregat dient mit Aufsätzen zum Lackieren, Schleifen, Ausblasen etc. Es muss leiser werden Weniger Sprühnebel Aufsatz zum umpumpen der farbe mit dem Gebläse. Würde die Kleckerei minimieren.
6. Würdest Du das PFS 5000 E auch in Zukunft für weitere Projekte verwenden?
Auf jeden Fall wird das PFS weiter in Benutzung sein. Sicherlich am häufigsten für Lacke und Lasuren. Aber auch bei Renovierungen wird in Zukunft gesprüht.
7. Welches ist dein Lieblingslackfarbton?
Da habe ich drei. Das zeitlose schwarz, kräftiges orange und neongrün.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zum-farbspruehsystem-pfs-1000-und-pfs-5000-e- thema-22209.html

Liebe Grüße
Kathrin
2016-07-05 13:41:23

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