Die Farbsprühsysteme PFS 1000 und PFS 5000 E.
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Test der Farbsprühpistole PFS 1000 2 Kommentare
Vom 13.06.16 Geändert 2016-06-13 20:47:15
Vorweg muss ich sagen, dass ich kaum Erfahrungen habe mit Sprühsystemen.  Ich habe ein Projekt mit einer Kompressor Lakierpistole begonnen, aber noch nicht beendet. Ich betrachte mich hiermit als Einsteiger.
 
Mein erster Eindruck war, dass es sich bei der Pistole um ganz gut verarbeitetes Material handelt. Es ist kein billiger Plastikschrott, der beim ersten ablegen kaputt geht. Der Abzug geht gleichmäßig.
 
Als Projekt habe ich mir eine Garagentür ausgesucht, wo die Farbe teilweise abgeblättert war. Diese sollte weiß gestrichen werden. Und als zweites Projekt soll ein Sandkasten gebaut und lackiert werden.
 
Garagentür:
Vorbereitung der Lackierpistole: Farbe zu 10 % mit Wasser verdünnt, und kräftig umgerührt. Beim anschrauben des Behälters ist mir aufgefallen, dass der nicht sicher in der Hand liegt. Er ist für meine Hände etwas zu groß, so dass ich ein paarmal Angst haben musste, dass der mir aus der Hand rutscht. Das gibt sich vielleicht mit der Zeit, wenn das Material vom Becher nicht mehr ganz so neu und glatt ist. Dann habe ich das Gerät eingeschaltet. Als erstes fiel mir auf, dass die Luftzufuhr quasi immer da war. Das war etwas ungewohnt. Ich hatte gedacht, dass diese beim ersten Druckpunkt aktiviert wird. Draußen war es kein Problem. Aber drinnen in der Hütte musste ich zwei Dinge beachten. Zum einen, dass befestigte Folie sich durch den Wind nicht wieder löst und zum zweiten war meine Werkstatt an einigen Ecken nicht sauber. Wenn ich fertig war mit lackieren, musste ich aufpassen, dass ich die Pistole nicht unbeabsichtigt in Spähne oder Staub halte, da dieser sonst aufgewirbelt wird und sich auf der Lackschicht absetzt.
Vorsichtig habe ich dann mit geringer Farbzufuhr versucht ein Gefühl für die Pistole zu bekommen. Dabei hat mich am meisten interessiert,
  • in welcher Position die Farbe horizontal oder vertikal austritt,
  • wieviel Farbe austritt, wenn ich wie stark drücke,
  • wie das Rädchen eingestellt werden muss, damit nicht zu viel Farbe austritt.
Nun ging es los. Mit geringen Farbaustritt habe ich dann angefangen die Tür in vertikaler Richtung zu lackieren. Dabei bin ich dann immer etwas mutiger geworden und habe den Farbaustritt erhöht, bis es für mich ok war. Nachdem ich in vertikaler Richtung fertig war, habe ich die Tür etwas trocknen lassen und dann in horizontaler Richtung nach lackiert. Zwischendurch habe ich den Sandkasten lackiert und nachdem sauber machen vergessen den Farbaustritt wieder runterzudrehen. Folge war, dass ich zu viel Farbe drauf bekommen habe und ein paar Läufer entstanden sind.
Als ich dann also in beiden Richtungen jeweils einmal lackiert habe, hatte ich vor mir eine Tür mit Läufern, einen nicht ganz gleichmäßigen Farbauftrag und eine Farbschicht die aussah, als wenn ganz leicht eine Raufasertapete angedeutet wurde, also etwas sprenkelig der Auftrag. Zum letzten, mir ist aufgefallen, dass die Pistole nicht einen feinen Staub sprüht, sondern dass es sich eher um kleine
Tröpfchen handelt. Deshalb sah die Tür dann auch wohl sprenkelig aus.
Ein paar Tage später habe ich die Tür dann mit feinen Schleifpapier angeschliffen. Danach habe ich die Tür nochmal in beiden Richtungen lackiert und trocknen lassen. Als ich am nächsten Morgen die Tür begutachtet habe, war ich erstaunt und habe mich richtig gefreut. Die Tür war super. Wenn man nicht genau hingeschaut hätte, dann hätte man nicht gesehen, dass die Tür von Hand lackiert wurde. Man darf sich nicht von Zwischenergebnissen verunsichern lassen. So eine Tür braucht zwei bis drei Anstriche. Dazwischen sollte sie schön trocknen und dann geschliffen werden. Also es lohnt sich!
 
Sandkasten:
Nachdem ich die Bretter für den Sandkasten zugesägt und geschliffen hatte, habe ich die Bretter einzeln lackiert. Hier habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Finger vom Drücken der Pistole schon ein wenig schmerzt, wenn man viele Bretter lackiert. Da war mir der Abzug dann etwas zu stramm eingestellt.
Beim Lackieren der schmalen Seiten ging viel Farbe daneben. Da sollte man sich Gedanken machen, wie man das möglichst reduzieren kann. In meinen Fall habe ich die Bretter alle hochkant zusammengestellt und dann lackiert.
Nach einem Anstrich sehen die Bretter alle schön gleichmäßig lackiert aus. Die Farbe ließ sich wunderbar auftragen.
 
Leider hat die Farbe trotzdem nicht gereicht und ich musste neue bestellen. Da die blaue Farbe leider nicht im Baumarkt ( 4 Baumärkte) und bei Amazon zu bekommen war, musste ich diese im Internet bestellen. Deshalb konnte ich den Sandkasten nicht rechtzeitig fertigstellen.
 
 
Reinigung:
Ich habe den Farbbehälter ordentlich mit Wasser ausgespült. Das Saugrohr und den „Deckel“ habe ich von außen gesäubert und dann Wasser ins Saugrohr laufen lassen, bis der größte Teil an Farbe raus war. Danach habe ich die Pistole mit Wasser gefüllt und komplett einmal durch laufen lassen. Zum Schluss habe ich die Düse vorne auf gedreht und gereinigt.
Insgesamt geht das reinigen schnell und einfach.
 
Fazit:
Ich bin mit der Pistole sehr zufrieden.
Das Material ist robust und die Pistole ist nicht zu schwer.
Die Farbe lässt sich sehr gut verarbeiten und man kann die Pistole sehr genau und fein einstellen.
Die Lackierergebnisse sind super.
Die Reinigung ist schnell und leicht.
 
Einzig den Farbbehälter würde ich entweder etwas schmaler machen oder die Oberfläche anrauhen, damit der Halt sicherer wird.


Die Farbe würde ich wieder kaufen, wenn sie den mal irgendwo zu kaufen ist. Es warten noch jede Menge weitere Projekte, die gestrichen werden wollen. (Spielturm, Hocker etc.)
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zum-farbspruehsystem-pfs-1000-und-pfs-5000-e- thema-22209.html

Liebe Grüße
Kathrin
2016-06-28 15:25:04

Ein Gelungener Bericht
2016-07-04 18:02:31

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