Die Farbsprühsysteme PFS 1000 und PFS 5000 E.
Für garantiert schönere Oberflächen als mit Pinsel und Rolle.

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Testbericht PFS 1000 - Gut für spezielle Anwendungen, aber zeitraubend für kleine Projekte 3 Kommentare
Vom 08.06.16 Geändert 2016-06-08 21:41:07
Heute habe ich es endlich geschaffte, das PFS 1000 auszuprobieren. Mein Projekt hierzu war das Metallgestell eines Hockers. Wegen der vielen runden, verwinkelten Rohre war es die perfekte Möglichkeit, die Stärken und Schwächen eines solchen Systems zu testen. Los geht’s!
 
Unboxing:
Als ich das PFS 1000 ausgepackt habe, war ich zuerst etwas enttäuscht, da kein Koffer dabei war, in dem man dieses System aufbewahren kann. Die Kartons sind zwar OK, aber nach häufigerem Benutzen zerfallen diese irgendwann oder werden unansehnlich.
Ansonsten gestaltet sich der Packungsinhalt sehr überschaubar. 3 Einzelteile, aus denen man das System zusammenbaut und die Bedienungsanleitung. Ich habe sogleich das ganze System intuitiv ohne Anleitung zusammengebaut. Sehr einfach!
 
Anwendung:
Sogleich ging es los. Ein kurzer Blick in die Anleitung verriet recht schnell, dass ich meine Farbe um 10% verdünnen muss. Gesagt getan - alles in den Farbbehälter gefüllt und diesen angeschraubt. Was mich sogleich etwas gestört hat ist, dass dieser Behälter nicht durchsichtig ist und man eigentlich nicht kontrollieren kann, wie voll dieser ist. So war es bei der Benutzung immer nicht ganz einfach zu sagen ob man eventuell Farbe nachkippen muss.
 
Beim ersten Anschalten war ich recht erstaunt über die Menge an Luft, die aus dem Gerät kommt, auch ohne dass man Farbe verteilt. Das gestaltete sich sogleich als problematisch, da es mir meine ganze Abdeckplane verwirbelte. Hier muss also wirklich Acht gegeben werden, dass die Abdeckung fest verklebt ist.
Ebenso überraschte mich, wie weit feine Farbtropfen befördert wurden, sodass ich wesentlich weiträumiger abkleben musste als gedacht.
Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit der Menge der Farbe. Ich habe sogleich mit zu viel Farbe angefangen, woraufhin sich schnell Nasen im Lack bildeten. Ich habe einige Eingewöhnungszeit gebraucht, bis ich die richtige Dosierung und Farbmenge gefunden habe. Nach der richtigen Einstellung ging alles dann sehr schnell und reibungslos. Es ist wirklich beachtlich, wie gut und gleichmäßig sich die Farbe verteilen lässt. Kommt man allerdings mit dem Sprühkopf – auch ohne Farbe aktiv zu sprühen – an die nasse Fläche, „pustet“ man sich wieder schnell Nasen in die Oberfläche. Ich denke dass es hierbei jedoch auch ein Anwenderfehler meinerseits war, aber so gesehen muss die richtige Handhabung eben erlernt werden. Aber „idiotensicher“ ist sie nicht.
 
Bei der Reinigung war ich positiv überrascht, wie einfach sich der Sprühkopf auseinanderbauen lässt um ihn zu reinigen. Hierbei hatte ich zuvor die größten Bedenken.
 
Ergebnis:
Durch meine anfänglichen Anwendungsfehler war ich mit meinem Ergebnis nicht so ganz zufrieden. An manchen Stellen war zu viel Farbe aufgetragen und es hatten sich Nasen gebildet. Dort wo ich den richtigen Abstand gefunden hatte sind die Ergebnisse jedoch gleichmäßig und hervorragend. Auch die vielen Lücken und ecken waren gut ausgemalt. Durch das anfängliche weiträumige Abkleben war ich jedoch insgesamt langsamer, als wenn ich es mit einer kleinen Farbrolle erledigt hätte. Ich habe ca. eine Stunde gebraucht. Ich bin also nur bedingt zufrieden. Für kleinere Projekte werde ich in Zukunft wieder die Farbrolle Schwingen. Sollte ich etwas größeres, geometrisch schwierigeres Streichen wollen, werde ich das PFS nehmen. Ich habe noch einen Korbstuhl, den ich damit in den nächsten Wochen färben werde.
 
Als Farbe mag ich sehr gerne helle, cremige Töne. Aktuell ist meine lieblingsfarbe ein Grau-grün („Schwedengrün“).
Aufgrund des größeren Verfügbarkeit und Anmischbarkeit von „herkömmlichen“ Farben, werde ich auch weiterhin diese kaufen. Eine spezielle Farbe nur für das Sprühsystem wäre mir zu umständlich und teuer. So kann ich auch übriggebliebene Farbe von anderen Projekten nutzen.
 
Verbesserungsvorschläge:
Was mich ungemein gestört hat, ist der permanente starke Luftstrom, der das Gerät im angeschalteten Zustand verlässt. Wäre dieser nur beim Farbauftrag vorhanden, wäre das besser. Ich habe mir oft die Abdeckfolie gegen meinen frisch lackierten Hocker geblasen. Sehr ärgerlich.
 
Fazit:
Für geometrisch schwierige Formen mit Sicherheit hervorragend, aber für kleine Projekte zu umständlich. Gerade die Vorbereitung und Nachbereitung ist zeitraubend. Die Anwendung ist zwar intuitiv und logisch, aber es benötigt einiges an Übung, um ein wirklich gutes Ergebnis zu erzielen.
Ich würde es dennoch weiterempfehlen, aber nur für spezielle Anwendungen. 

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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zum-farbspruehsystem-pfs-1000-und-pfs-5000-e- thema-22209.html

Liebe Grüße
Kathrin
2016-06-16 17:15:25

Ein paar Fotos wären schön gewesen, sie runden einen Bericht ab.

2016-06-17 08:00:42

Der Bericht ist ja soweit Ok, aber wie mein Vorredner schon Sagt, ein paar Bilder wären hier schon angebracht gewesen.
2016-07-04 18:09:28

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