Die Farbsprühsysteme PFS 1000 und PFS 5000 E.
Für garantiert schönere Oberflächen als mit Pinsel und Rolle.

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Produkttest - Farbsprühsystem PFS 1000 - für ein kleines Badregal aus Restholz 2 Kommentare
Vom 01.06.16 Geändert 2016-06-01 14:00:15
Karlsruhe, 12. Mai 2016, der Postbote klingelt und liefert ein unscheinbares Paket. Darin versteckt sich ein weiterer Karton in gewohntem Grün - Das PFS 1000 Farbsprühsystem.
Ausgepackt halte ich 3 Teile in der Hand, ein Sprühkopf mit Farbtank, ein Luftkompressor und einen Schlauch - 1. Eindruck - sieht gut aus, meine wertige Vorerfahrung von Bosch Grün macht sich bemerkbar, mir gefällt der Kompressor, schön klein. Kleiner als erwartet und die Verbindung des Schlauches scheint auch recht gut gemacht mit einem Bajonett-Drehverschluss. Besser als mein bekanntes Wagnersystem mit Drehschraubaufsatz.
Dann aber die Enttäuschung - das Handbuch, dick, grau, nichtsaussagend. Wo bitte soll ich hier anfangen. Wo sehe ich auf einen Blick, was ich zu tun habe. Wie bediene ich das Ding, wie fülle ich Farbe ein? Von der Dispersionsfarbe gewöhnt, habe ich einen großen Hinweis erwartet, wie ich die Farbe verdünnen soll. Doch nichts, weder auf der Lackdose, noch in der Anleitung gibt es eine Beschreibung, in welcher Konsistens die Lackfarbe mit dem Spritzkopf am Besten harmonieren könnte.
Also gut, Frust über das Handbuch beiseite, einen Dämpfer gibt es noch. Das Gerät kann nur Lack und keine Dispersionsfarbe. Habe ich irgendwie anders verstanden und "gelesen" bei der Testbewerbung. Ich dachte dieses Gerät kann beides. Kann es aber nicht, nur Lack. Jetzt habe ich 2 Geräte, eins für Wandfarbe, eins für Lack. Schade. Hätte gedacht ich kann das alte Gerät ausmisten.

Farbe eingefüllt, Gerät eingeschaltet und los gehts.. eigentlich viel zu laut das Teil. Das andere ist nicht leiser, aber enspanntes Arbeiten ist das nicht. So ein hochfiependes Staubsaugerpfeifen. Aber okay, so sind die Systeme nun mal.

Als Objekt der Lackierung habe ich ein kleines Badregal aus Restholz geschraubt. Die Kante ist etwas abgeschlagen, aber das mag ich. Das gibt dem Regal Charakter und zeigt, dass es handgemacht ist und nicht aus der Fabrik kommt.
Erste Versuche lassen mich erfahren, dass zu wenig Farbe im Tank ist. Ich halte das Gerät schräg, es pustet nur wenig Farbe raus und lässt mich am Ergebnis stark zweifeln. Also den halben Eimer Farbe in den Tank hinterher.. Hilft offensichtlich. Farbe kommt raus, doch das Ergebnis ist alles andere als erwartet. Ich kann keinen sauberen Strahl sprühen. Es gibt ein Drehrad für die Menge der Farbe, ich muss es voll aufdrehen, damit die Farbe sichtbar aufs Holz geht. Der Sprühkopf spritzt und für meine Wünsche könnte es wesentlich feiner aussehen. Sollte ich doch verdünnen? Aber dann habe ich ja kein Lack mehr.. also kein Wasser, eher Verdünner oder andere Mittel, aber das war nicht der Plan. Das war nirgends beschrieben, also lasse ich es auch.
Erstes Fazit - Für Feinarbeiten ist das nichts, der Sprühkopf sprenkelt zuviel und die Größe ist auch nicht einstellbar. Sprühdosen arbeiten hier wesentlich besser und können den Sprühkopf austauschen. Dafür haben sie Aerosol, leider.
Leicht angefressen über meine Sprühfähigkeiten arbeite ich zügig über das gesamte Regal. Für die Innenbereiche bei den Regalböden ist das Gerät zu groß, die Farbe geht nicht bis nach hinten. Bei den Außenflächen habe ich ein bischen zu viel gewollt. Nasse Farbe fängt an zu laufen.
Ich lasse das Regal trocknen. Ein zweiter Durchgang ist notwendig. Heißt warten, anschleifen und erneut sprühen. Ob das reicht? Heute kann ich noch nicht sagen, ob ich mit dem Ergebnis zufrieden sein werde. Aktuell bin ich es nicht. Außerdem ist der halbe Tank voller weißer Farbe. Wenn ich jetzt eine andere Farbe wünsche, fang ich an umzufüllen und zu reinigen. Daher nutze ich auch kein Airbrush. Nichts für mich.. und wieder ein Punkt, wo ich lieber bei Pinsel und Sprühdose bleibe.
Ob es für Zaunlackierarbeiten seinen Dienst tut? Wahrscheinlich. Gut abgedeckt und mit dem Ziel schneller zu arbeiten als mit der Rolle mag es seinen Zweck erfüllen. Aber für mich, der ein feineres Ergebnis als mit der Rolle erwartet hat ist die Erkenntniss, dass dieses Sprühsystem nicht geeignet ist für Holzlackierungen, die nach feiner Arbeit aussehen sollen. Zudem ist auch noch die halbe Werkstatt weiß gepunktet.
Alles eine Frage des Lackes - Möglicherweise?!? Ich werde noch weitere Farbprodukte ausprobieren, doch der Alpina Lack war ja extra mitgeliefert.. sollte eigentlich passen.

PS: Hoffentlich kann ich den Bericht updaten, dann gibt es nächstes Wochenende nochmal weitere Fotos vom Endergebnis und Tests mit anderen Lacken.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/die-testberichte- zum-farbspruehsystem-pfs-1000-und-pfs-5000-e- thema-22209.html

Liebe Grüße
Kathrin
2016-06-27 16:09:51

Schade das es bei dir nicht geklappt hat. Hast du die Farbe verdünnt? Ich habe 10% Wasser dazuzugeben.
2016-06-27 21:07:59

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