PSA 18 LI – für alle schnellen Schnitte

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Testbericht zur Akkusäbelsäge PSA18 Li 4 Kommentare
Vom 31.05.14 Geändert 2014-05-31 16:29:52
Testbericht PSA 18 Li
Hallo zu meinem Test der Akku-Säbelsäge PSA 18 Li von Bosch. Erst einmal möchte ich mich recht herzlich bei Bosch bedanken, dass ich als Tester ausgewählt wurde. Es ist mein erster Produkttest und ich bin schon gespannt auf die Kritik, ob nun negativ oder positiv ist erst einmal egal. Denn jetzt sollt ihr mich begleiten durch viele Test- Schnitte, Späne und Erfahrungen.
 
Nach langen Verzögerungen ist die Säge dann endlich angekommen, meine Freundin nahm das Paket entgegen als ich arbeiten war. Als ich dann nach Hause kam habe ich das Paket geöffnet und habe alles in Ruhe begutachtet, die Säge kam im Karton, meinen Recherchen nach gibt es auch keinen Koffer für die Säge. Schade eigentlich. Dann habe ich mal ein paar Schnitte in der Luft durchgeführt, dabei machte die Säge schon einen sehr starken und soliden Eindruck. Aber dann hieß es erst einmal Akku laden und Schlafen. Am nächsten Tag habe ich dann ein paar Testschnitte durchgeführt um mit dem Gerät warm zu werden. Schnitte durch Holz, Stahl und Kunststoff. Dabei haben sich meine ersten Erwartungen nur bestätigt, die Säge hat wirklich überraschend viel Kraft, so viel Kraft, dass es für einen Kabelkanal zu viel ist, der reißt kaputt. Das Installationsrohr ließ sich nach ein paar Übungsschnitten gut sägen. Dabei habe ich auch gleich verschiedene Sägeblätter die ich im Vorfeld gekauft habe ausprobiert. Der Sägeblattwechsel ist kinderleicht, Hebel umlegen, Blatt raus, anderes Blatt rein, Hebel loslassen, weiter sägen. Das Ganze geht schneller als man es hier lesen kann ;).
Dann ging es an mein Testprojekt, eine Rankhilfe neben der Terrasse. Die sollte aus 2 verschiedenen Segmenten bestehen, alle Sägearbeiten wurden mit der PSA 18Li durchgeführt. Ich habe aus Brettern Pflanzkästen gebaut, Latten zugesägt und zwischen den Standpfosten geschraubt und kleine Latten als Kletterhilfe für die Pflanzen auf die Querlatten geschraubt. Ich empfehle jedem die Werkstücke festzuspannen vor dem Sägen, sonst wird es kein schöner Schnitt. Des Weiteren musste ich feststellen, dass es sich besser sägt, wenn man das Sägeblatt nicht komplett auflegt, sondern schräg durch das Material fährt (zusehen im Testvideo). Der Schnellstop ist eine wunderbare Sache, ich habe ihn auch schon früh gebraucht. Mein Hund kam auf mal Richtung Säge gelaufen, aber alles ging gutJ. Insgesamt umfasste mein Testprojekt 68 Sägeschnitte und eine genaue Beschreibung zum Projekt findet ihr hier
In meinem Testprojekt ging es überwiegend um 90° Schnitte, aber 5 Schnitte mussten auf Gärung gesägt werden, dabei habe ich fest gestellt, umso spitzer der Winkel, desto schwerer wird es mit der Säge, da sie dann an der Kante entlang rutscht, da ist etwas Übung gefragt. Ich habe es dennoch geschafft und war auch mit den Schnitten zufrieden.
Zu den Fragen der Redaktion:
  • Meine ersten Gedanken zu der Säge waren: „Die ist ja Größer als ich es erwartet habe“. Ich habe die Säge vorher noch nirgends live gesehen und ich hatte die Erwartung, dass sie etwas kleiner als ein kabelgebundenes Gerät ist. Aber ich wurde ja direkt vom Gegenteil überzeugt und war positiv überrascht, weil sie so das Gefühl vermittelt locker bei den kabelgebundenen Geräten mit zu halten.
  • Wie ich finde ist das Gerät ergonomisch schon gut gelungen, die Griffflächen sind in einem guten Abstand angebracht, so lässt sie sich sehr gut handhaben. Der Griff hinter dem Handschutz lässt sich noch gut umgreifen. Alle Taster und Schalter sind gut zu erreichen.
    Der Akku ist so positioniert, dass er nicht stört.
  • Zum Gewicht kann ich nur sagen das sie im einsatzbereiten Zustand nicht zu schwer ist, sie lässt sich gut navigieren. Es wäre auch bewundernswert, wenn sie bei der Leistung deutlich leichter wäre.
  • Die Bedienung von Entriegelungsknopf und Einschalter sind direkt in Fleisch und Blut übergegangen, sehr gut finde ich die links/rechts Variante des Entriegelungsknopfes, ich habe es auch mal mit der anderen Hand probiert, es klappt sehr gut.
    Der Einschalter ist perfekt bemessen und gut angeordnet für den Zeigefinger, allerdings für die Auswahl der Geschwindigkeit durch dosierten Druck auf den Einschalter ist etwas gewöhnungsbedürftig, ich habe es aber recht schnell begriffen und bekomme es jetzt hin.
  • Ich habe Feuerholz gesägt, natürlich nicht auf Genauigkeit, sondern auf Geschwindigkeit.
    Beim Sägen von Brettern und Latten kam es dann auf Genauigkeit an, und das sollte man mit dieser Säge erst üben musste ich feststellen. Einige Bauteile mussten auf Gärung gesägt werden, zu sehen im Testprojekt.
    Um eine Aussage über die Arbeit mit Metallen zu treffen habe ich dann noch ein Winkelprofil gesägt.
  • Bis jetzt habe ich das Gerät nur draußen und in der Garage verwendet, in der Wohnung ist mir noch keine Arbeit für die Säge in die Finger gekommen, wird aber sicher noch kommen.
  • Ich habe verschiedene Holzarten, wie Fichte, Weide und Douglasie gesägt. Des Weiteren habe ich zu Testzwecken ein Stahlrohr, ein Winkelprofil, einen Kunststoff- Kabelkanal und ein M16 Installationsrohr aus Kunststoff gesägt.
    Interessant wäre auch ein Schnitt durch Gasbetonsteine.
  • Zur Arbeitszeit mit der Säge kann ich keine genauen Zahlen nennen, aber ich kann es in etwa in Akkuladungen ausdrücken, beim Feuerholz habe ich den Akku vorher vollgeladen und wieder komplett leer gespielt, für mein Testprojekt ging kein ganzer Akku drauf, aber ich habe ja auch mehrere Testschnitte durchgeführt und hier und da mal was gesägt, also habe ich so insgesamt 3 Akkuladungen mit der Säge gearbeitet während der Testzeit.
  • Die Turbofunktion habe ich natürlich auch getestet, beim Sägen von Latten ist mir dabei im Vergleich zum Standard Modus aufgefallen, dass es nicht nur etwas schneller geht, sondern auch das der Abriss am Ende größer ist. Das ist natürlich nicht so schön wenn es auf die Schnittfläche ankommt.
    Um Feuerholz zu sägen oder Äste abzusägen ist der Turbo Modus wirklich vorteilhaft.
  • Ich habe mir direkt als die Tester bekannt gegeben wurden 8 zusätzliche Sägeblätter gekauft, 4 verschiedene 2er Packs. Zur Säge gab es dann ja auch noch ein Sägeblatt dazu, mit diesem habe ich dann vorwiegend mein Testprojekt realisiert. Die Schnitte waren sehr zufriedenstellend. Um Metall zu sägen habe ich mich dann für ein Sägeblatt entschieden, welches kleine Zähne besitzt und nicht zu lang ist, auch hier war ich mit dem Ergebnis zufrieden. Dazu muss ich noch sagen, dass die Sägeblätter ganz schön was aushalten, ich hab die Schnitte durch den Stahl mit voller Geschwindigkeit durchgeführt und bis auf die abgeschliffene Farbe ist es dem Sägeblatt nicht anzumerken.
    Um Feuerholz zu sägen habe ich mich wieder für anderes Blatt entscheiden, der Blatt wechsel macht einfach Spaß ;),  dieses Mal ein Blatt mit großen Zähnen, denn man will ja voran kommen und auf die Schnittfläche kommt es nicht an.
  • Hätte ich die Säbelsäge nicht gehabt, dann hätte ich die Handkreissäge, oder die Stichsäge für meine Rankenhilfe benutzt, für Metallarbeiten den Winkelschleifer und um das Feuerholz klein zu kriegen hätte ich eine Bügelsäge genommen, oder mir eine Kettensäge geliehen.
  • Von der Akkuleistung bin ich echt überrascht, bei meinem Projekt dachte ich ständig „langsam muss der Akku doch mal leer sein“, aber die Säge lief und lief. Also habe ich mir gedacht, um genauere Aussagen zur Laufzeit tätigen zu können, lade ich ich nochmal voll und säge Feuerholz bis der Akku leer ist. Und so habe ich viel Feuerholz klein bekommen, mit einem zweiten Akku kann man dann so arbeiten, dass ein Akku lädt und der andere in der Säge arbeitet, schon hat man den ganzen Tag zu tun.
    Ich habe mit einer Akkuladung im Turbo Modus 36 Schnitte gemacht in knapp 75 Minuten. Bei der Zeit handelt es sich auch um die Zuarbeit, Holz auflegen, Platz schaffen usw.
  • Mit der Ladezeit von 90 Minuten kann ich sehr gut leben, denn wenn er mal voll ist hält er ja auch lange. Wenn man einen zweiten Akku besitzt, dann kommt die Arbeit nicht ins stocken.
  • Die Sägeleistung durch Holz ist sehr gut. Damit sich das auch jeder vorstellen kann, die Säbelsäge ist deutlich schneller als eine Stichsäge. Wenn man Stahl sägt ist man zwar langsamer als mit einem Winkelschleifer, aber dafür fliegen keine Funken durch die Werkstatt.
  • Ich kann die Säge wirklich ohne Bedenken weiterempfehlen!
    Jeder der eine Säge braucht, welche eine Vielfalt von Sägearbeiten vor das Blatt bekommt, für den ist sie das richtige Gerät. Wer kein Kabel quer durch den Garten ziehen will um 2 Äste vom Baum abzusägen, der nimmt vielleicht in Zukunft die PSA 18 Li. Ich bin sehr zufrieden mit dem Gerät. Sie wäre auch als Zusatzausrüstung einer Kettensäge im Wald denkbar bei kleinen Sägearbeiten, wobei man damit sogar kleine Bäume (Durchmesser ca. 15 cm) fällen könnte.
Abschließend möchte ich noch einen kleinen Schwachpunkt nennen, ich finde es schade, dass die Säge keine Akkustands-Anzeige besitzt, denn ich hab mich ständig gefragt wie voll der Akku denn noch sein mag. Ansonsten ist es ein wirklich tolles Gerät, die Bedienungsknöpfe sind wieder rot und übersichtlich angebracht, der Faden zieht sich durchs gesamte 18V Power for all System. Das Gerät ist handlich, stark und für vielseitige Arbeiten geeignet. Die Säge ist eine gute Ergänzung in meinem Werkzeugschatz. Und nochmal vielen Dank.
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freier Schnitt durch Winkelprofil 40x40x5
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Schöner Testbericht
2014-07-13 15:23:41

Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 704639#post704639.
2014-07-15 17:05:52

Dein Testbericht gefällt mir und das Video ist aussagekräftig
2014-07-20 15:42:25

schöner Testbericht
2015-03-23 19:42:21

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