Mit dem Kreuzlinienlaser Quigo Plus richten Heimwerker Objekte besonders präzise aus.

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Mein Testbericht zum Quigo Plus Kreuzlinienlaser 2 Kommentare
Vom 31.07.16 Geändert 2016-07-31 20:10:55
Zunächst einmal möchte ich mich vielmals bedanken, dass ich an dem Produkttest für den Quigo Plus teilnehmen durfte! Das war eine ganz schöne Überraschung, da ich mich zum Zeitpunkt der Bekanntgabe im Urlaub befand. Zwar checkte ich ziemlich aufgeregt meine Mails, schaute aber nicht auf 1-2-do.de nach. Da keine Mail kam, bin ich davon ausgegangen, dass das mit dem Test leider nicht geklappt hat. Umso mehr habe ich mich gefreut, als einen Tag nach der Urlaubsrückkehr meine Nachbarin bei uns klingelte und mir das schöne Boschpaket überreichte.

Ziemlich überrascht aber voller Vorfreude öffnete ich das Paket und schaute mir erst einmal an, was mich da erreicht hat.

Der Quigo kommt samt Zubehör im Karton daher. Das Stativ, der Quigo selbst sowie die übrigen Zubehörteile machen einen sehr wertigen Eindruck. Insbesondere das Stativ hat mich von der Qualität ziemlich beeindruckt, außer, dass es ein klein wenig wackelig ist, wenn man das Stativ in die höchste Position kurbelt. Der Quigo selbst wirkt ebenfalls sehr hochwertig, ist allerdings aus Plastik. Vor diesem Hintergrund und dem (wahrscheinlich) sehr empfindlichen Innenleben hätte ich mir gewünscht, dass für die Aufbewahrung des Quigo eine kleine Tasche, Dose oder ähnliches der Verpackung beiliegt. Aber das ist auch nicht weiter tragisch und wird demnächst angeschafft.

Die Bedienungsanleitung ist wie gewohnt leicht verständlich und gut beschrieben, so dass keine Fragen offen bleiben. Was ich allerdings ein bisschen bemängeln möchte, ist die Tatsache, dass in der Bedienungsanleitung ausdrücklich auf die Benutzung einer entsprechenden Laserschutzbrille hingewiesen wird. Meiner Meinung nach, sollte Bosch in den sauren Apfel beißen und so eine Brille standardmäßig den Lasergeräten beilegen.  Natürlich kann man nun sagen „Aber dann müsste man auch immer Handschuhe, Gehörschutz, Staubmaske, etc. allen anderen Geräten beilegen“. Das sehe ich allerdings ein bisschen anders. Die genannten Utensilien kann man nahezu an jeder Ecke kaufen, eine Laserschutzbrille nicht. Zumindest hab ich sie bisher in keinem Baumarkt gesehen. Aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt, der auch nicht weiter tragisch ist.


Los ging’s mit dem ersten Test. In der Ecke standen schon länger drei Keilrahmenbilder, die in gleichem Abstand und in gleicher Höhe an die Wohnzimmerwand sollten. Perfekt für den Quigo. Also zunächst den Mittelpunkt der Wand ermittelt und dann den Quigo auf dem Stativ mit Hilfe der Justierhilfe auf den Punkt ausgerichtet. Die automatische Nivellierung arbeitet schnell, so dass im nu ein perfektes Laserkreuz die Wand zierte. Hab noch kurz überlegt, ob ich einfach das Laserkreuz an der Wand lasse und die Bilder nicht aufhänge, aber davon wäre meine Frau wahrscheinlich weniger begeistert gewesen

Zurück zum Test. Eine Kurze Kontrolle mit der Wasserwage zeigte, dass die Linie wirklich perfekt in Waage war. Also nur kurz die Abstände ermittelt, Nägel rein, Bilder aufhängen, fertig. Hat super funktioniert.


Als nächstes Projekt stand ein Tageslichttest im Freien an. Ich wollte schon länger eine Holzvertäfelung am Haus mit Stehfalzblechen verkleiden. Da die alte Vertäfelung ziemlich schief hing, mussten die Unterbleche für die neue Verkleidung genau ausgerichtet werden. Leider passte die Höhe nicht ganz, so dass ich das Stativ auf unseren Gartentisch stellte und den Quigo ziemlich abenteuerlich mit der Leiter ausrichtete. Während der Mittagssonne war von dem Laser leider nichts zu erkennen. Am späten Nachmittag/frühen Abend sah das dann schon wieder ganz anders aus und ich konnte die Unterbleche super ausrichten und am nächsten Tag die Verkleidung fertigstellen. Natürlich hätte ich das auch einfach mit der Wasserwaage machen können, aber dann wäre es ja kein Test für den Quigo gewesen


Für den nächsten Test habe ich den Quigo mit zur Arbeit genommen. Im Büro wartete schon länger ein großes Whiteboard, auf das ich mit schwarzem Isolierband ein Raster aufkleben wollte. Das Teil sollte dann später zur besseren Projektplanung dienen. Was soll ich sagen? Auch das hat prima funktioniert. Der Ursprungsplan bestand darin, rechts und links jeweils einen gemessenen Strich an die Seite des Board zu zeichnen und dann das Band rüber zu ziehen. Das ging natürlich mit dem Quigo deutlich leichter, da das Raster ansonsten sicher nicht so schön gerade geworden wäre. Meine Kollegen guckten zwar im ersten Moment etwas komisch, waren von der Präzision und dem dadurch perfekten Ergebnis begeistert.


Nun ging es an die Wandgestaltung in einem unserer Kinderzimmer. Hier habe ich in mehreren Spachtel-, Schleif- und Streichgängen eine glatte weiße Oberfläche geschaffen, die nun mit grauen Streifen ein wenig aufgepeppt werden sollte. Also wieder den Quigo ausgerichtet, den Bereich abgeklebt, gestrichen, fertig. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Quigo mich hier am meisten begeisterte. Wie oft habe ich schon geflucht, wenn ich in einem Raum eine umlaufende Linie mit der Wasserwage gezogen habe und dabei zwischendurch abrutschte oder „Doppellinien“ an der Wand hatte. Hätte ich gewusst wie einfach sowas mit dem Quigo funktioniert, hätte er schon viel eher für Streich- oder Tapezierprojekte in meiner Werkstatt Einzug erhalten.


Als letzten Test wollte ich die Möglichkeit testen, den Quigo ohne die automatische Nivellierung zu nutzen. Vor etwa einem Jahr habe ich unser Treppenhaus zwischen Erdgeschoss und Obergeschoss mit neuen Handläufen versehen. Damals habe ich ziemlich viel geflucht, weil das mit der winkligen Ausrichtung nicht so ganz funktionierte, ich einen Handlauf komplett falsch gedübelt hab, Löcher spachteln und neu ausrichten musste. Daher lag der zweite Teil des Projektes „Handlauf in den Keller“ auch seit dem auf Eis. Also los ging’s. Höhe ermittelt, Quigo mittels Stativ auf der Treppe aufgestellt und ausgerichtet. Hier war es äußerst nützlich, dass die Stativbeine einzeln verstellt werden können. So konnte der Quigo kippelfrei auf der Treppe aufgestellt werden. Bei abgeschalteter Nivellierung blinkt das Laserkreuz in einem langen Intervall. Als ich dies in der Anleitung gelesen hab, habe ich erst gedacht, dass dies wahrscheinlich ziemlich störend und nervig ist. Allerdings ist der Intervall wirklich so lang gewählt, dass man trotzdem bequem damit arbeiten kann. Also auch hier hat mich der Quigo sehr überzeugt.

Abschließend kann ich mich nur nochmals bedanken, dass ich einen solch genialen Helfer wie den Quigo Plus testen durfte. Ich schreibe bewusst „Helfer“ und nicht „Werkzeug“, da ich der kleine Würfel wirklich eine sehr große Hilfe ist und mir in der Vergangenheit einiges an Zeit und Nerven erspart hätte. Die Bedienung ist mehr als einfach, Klappe auf und los. Lediglich ein Transportdöschen oder –täschchen sowie eine entsprechende Schutzbrille wären als zusätzlicher Lieferumfang wünschenswert. Alles in allem hat mich der Quigo wirklich sehr überzeugt. Mal wieder ein geniales Werkzeug bzw. ein genialer Helfer aus dem Hause Bosch.
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Hallo zusammen,
die Diskussion zu diesem Testbericht findet ihr unter http://www.1-2-do.com/de/produkt-test/testber ichte/der-neue-kreuzlinienlaser-quigo-plus/40 00041/
Liebe Grüße
Kathrin
2016-08-22 17:56:14

Toller Testbericht ! Man sieht das sich der Tester mit dem Gerät richtig befasst hat
2016-08-22 20:08:50

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