Mit dem Kreuzlinienlaser Quigo Plus richten Heimwerker Objekte besonders präzise aus.

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Mein Testbericht zum Quigo Plus 1 Kommentar
Vom 31.07.16 Geändert 2016-07-31 20:58:18
Zunächst möchte ich mich bei Bosch bedanken, dass ich als Tester für den Quigo Plus ausgewählt wurde.
 
1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du den Kreuzlinienlaser Quigo Plus in der Hand hattest?
 
Ich war überrascht wie klein und leicht der Quigo Plus war. Dieser kleine Würfel mit 65mm Kantenlänge sollte ein ausgewachsener Kreuzlinienlaser sein?
Ich hatte schon mit Kreuzlinienlasern gearbeitet, die waren aber größer und schwerer. - Ich war also gespannt, wie sich der Quigo Plus bei meinem Test bewähren würde.
 
2. Bei welchem Projekt hat Dich die Quigo Plus unterstützt? Wie bist Du dabei vorgegangen und wieviel Zeit hast Du zum Einstellen benötigt?

Ursprünglich sollte mir der Quigo Plus dabei helfen, Tapete horizontal an die Wand zu kleben. Leider gab es Lieferschwierigkeiten mit der online bestellten Tapete, sodass ich mir ein anderes Projekt ausdenken musste.
 
Projekt: "Schraubzwingen-Halterung"

Da meine großen 120 cm Schraubzwingen und die Führungsschiene für die HKS bisher immer an einer Wand meiner Werkstatt lehnten und oftmals auch im Weg waren, habe ich aus einem Reststück Sperrholz und einem Kantholz eine Schraubzwingen-Halterung gebaut und diese mit Hilfe des Quigo Plus an der Wand befestigt.
 
Die Schraubzwingen-Halterung sollte auf ca. 180 cm Höhe hängen (Unterkante). Da das mitgelieferte Stativ allerdings nur eine Maximalhöhe von 120 cm hat, habe ich es auf meine Werkbank gestellt.
Im Vorfeld hatte ich befürchtet, dass eine Ausrichtung des Quigo mit dem Stativ eine sehr fummelige Angelegenheit wird, wurde aber eines besseren belehrt. - Das Stativ ist recht stabil, lässt sich sehr leicht höhenverstellen, steht gut ohne zu wackeln - auch wenn die Füße nicht maximal gespreizt sind - und hat das tolle Feature, dass sich die Höhe des Quigo über eine Kurbel innerhalb eines Bereichs von 20 cm feinjustieren lässt. Zudem hat das Stativ eine herausnehmbare Adapterplatte, die man unter den Quigo schrauben kann und so den Quigo kinderleicht vom Stativ abnehmen bzw. wieder aufsetzen kann. Und die Neigung des Quigo kann am Stativ zudem über einen Schraubgriff leicht justiert werden.
 
D.h. ich habe das Stativ so eingerichtet, dass die Oberkante auf einer Höhe von ca. 170cm stand, danach den Quigo mit der Adapterplatte auf dem Stativ eingerastet und mit der Kurbel die Höhe feinjustiert. Danach habe ich kurz gewartet, bis sich der Quigo ausnivelliert hatte und habe danach an der waagerechten Laserlinie an der Wand einen Strich gezeichnet.
Dieser Zwischenschritt war nötig, weil meine Schraubzwingen-Halterung nur 60 cm breit war und ich, wenn ich die Löcher für die Wandbohrungen anzeichnen wollte, den Laserstrahl verdeckt hätte. Also habe ich meine Schraubzwingen-Halterung an die Wand gehalten, die Unterkante am Strich ausgerichtet und die Löcher angezeichnet.
 
Nachdem ich die Schraubzwingen-Halterung an der Wand befestigt und die Schraubzwingen und die Führungsschienen befestigt hatte, habe ich mit dem Quigo nochmal geprüft, ob sie auch wirklich waagerecht hängt. - Es hat alles gepasst!

Projekt: Tapete horizontal kleben
 
Wie oben schon erwähnt, konnte ich das geplante Projekt bisher nicht umsetzen, da die Tapete bisher nicht geliefert wurde. Geplant ist, eine 270 cm hohe und 380 cm breite Wand mit schwarzer Tapete horizontal zu bekleben.
Dabei wird mir der Quigo sehr gute Dienste leisten, denn mit ihm kann ich immer kontrollieren, ob die Tapetenbahnen wirklich waagerecht geklebt sind / werden.
Ich muss dann auch keine Markierungen oder Striche (wie bei der Schraubzwingen-Halterung) an die Wand zeichnen, denn die Wand ist breit genug, sodass ich immer nur einen Teil der Laserlinie verdecken werde, wenn ich vor der Wand stehe.
Zudem kann man den Quigo auch seitlich aufstellen und so das Laserkreuz an die Wand projizieren.
 

Mit den Markierungen auf den Laserlinien bzw. der Laser-Zieltafel (für die 90 Grad winklige Ausrichtung des Lasers zu Wand) habe ich nicht gearbeitet, auch weil ich keinen Anwendungsfall dafür hatte. Wenn man aber z.B. Bilder in gleichem Abstand aufhängen oder farbige Streifen an einer Wand malen möchte, können die Markierungen sehr hilfreich sein. Dass sich der Abstand der Markierungen untereinander ändert, wenn man den Wandabstand des Quigo ändert, halte ich für ein nützliches Feature.

3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung / Nutzung des Kreuzlinienlasers?
 
Ein Studium des recht knapp gehaltenen Handbuches ist vor dem Einsatz des Quigo Plus nicht notwendig, schadet aber auch nicht. Hier ist z.B. erwähnt, dass der Selbstnivellierbereich +/- 4 Grad beträgt, wie die Nivellierautomatik arbeitet und dass man das Gerät nach Gebrauch abschalten sollte, da es offensichtlich keine Abschaltautomatik besitzt.
 
Bevor ich den Quigo Plus benutzt habe, war ich vor allem bezüglich des Schiebe-Schalters, mit dem man das Gerät ein- und ausschaltet, etwas skeptisch. Der Schiebe-Schalter, der gleichzeitig die Optik öffnet, wird von einer Feder arretiert (innen) und hat etwas Widerstand. - Ich hatte vor allem befürchtet, dass, wenn ich den mit dem Stativ ausgerichteten Quigo wieder einschalte, sich der ganze Aufbau / die Ausrichtung minimal verändern und so das Ergebnis / die Einstellungen verändern könnte. Das hat sich in der Praxis so aber nicht bewahrheitet. Wenn man mit einer Hand den Quigo festhält und mit der anderen Hand den Schalter betätigt, kann man den Laser einschalten, ohne die Ausrichtung zu verändern.
 
Innen und bei weißen Wänden sind die Laserlinien sehr gut zu sehen. Mich hat aber auch interessiert, wie sich der Quigo Plus im Freien und bei dunklen Hintergründen schlägt. Während innen und bei weißem Hintergrund bei 300 cm Wandabstand die Laserlinien sehr gut zu sehen sind, ist das Ergebnis im Außeneinsatz bei gleichem Abstand und dunklem Hintergrund wesentlich schlechter.
 
Außerdem ist mir aufgefallen, dass die Laserlinien bei ca. 150 cm Entfernung zur Wand mit ca. 3mm etwas breit sind. Das ist aber zu verschmerzen; ich habe mich bei der horizontalen Linie an deren Unterkante orientiert.
 
Wenn man die Selbstnivellierautomatik ignoriert und den Quigo mehr als +/- 4 Grad seitlich neigt, kann man sogar diagonale Linien an die Wand projizieren. Der Quigo blinkt dann zwar als Zeichen, dass er sich nivellieren kann; bei manchen Projekten können diagonale Linien aber hilfreich oder wünschenswert sein.

4. Erfüllt der Quigo Plus Deiner Anforderungen und Erwartungen?
 
Meine Anforderungen hat der Quigo Plus erfüllt. Ich konnte damit mein Projekt schnell und genau umsetzen. Bei der Aufhängung der Schraubzwingen-Halterung hätte es zwar auch eine normale Wasserwaage getan, um einen waagerechten Strich an der Wand zu zeichnen; die Nutzung des Quigo hat das Unterfangen aber wesentlich erleichtert.
Und bei Projekten, bei denen die Wasserwaage zu kurz bzw. Wasserwaage und Richtscheit zu sperrig sind, wird er eine willkommene Hilfe sein.

5. Was können wir zukünftig noch an dem Kreuzlinienlaser Quigo Plus verbessern oder erweitern?
 
Ich hatte erwartet, dass wenigstens eine Box zum Verstauen des Quigo Plus mitgeliefert wird. Selbst mein PTK 3,6 LI (Elektro-Tacker) wurde in einer gepolsterten Blechbox geliefert und der Elektrotacker ist nun nicht gerade ein Gerät, dass man unbedingt vor Stößen schützen muss. Die Aufbewahrung und der Transport des Quigo Plus in einer gepolsterten Box wäre aber angebracht. Eine solche Box sollte mitgeliefert werden oder zumindest nachbestellbar sein.
 
Noch besser wäre natürlich ein Koffer, in dem sich auch noch das Stativ und andere empfindliche Messgeräte unterbringen ließen. Der Koffer der ColorGuideBox wäre dafür perfekt geeignet.
 
Bei einigen Versandhändlern habe ich gesehen, dass zum Quigo statt eines Stativs auch eine Universalhalterung geliefert wird bzw. manchmal auch beides. Da mit dem Stativ der Quigo nur bis zu einer Höhe von 120cm genutzt werden kann (wenn man nichts zum drunterstellen hat) wäre die Universalhalterung eine praktische Ergänzung, mit der man den Quigo z.B. an einer Treppenleiter oder Stehlampe befestigen könnte.

6. Würdest Du den Quigo Plus auch in Zukunft verwenden?
 
Ich werde den Quigo auch bei zukünftigen Projekten verwenden. Er ist schnell aufgebaut, sehr leicht zu bedienen und die Ergebnisse sind zufiredenstellend.
 
 
Foto-Übersicht:
01 Lieferumfang
02 Lieferumgang, ausgepackt
03 Batteriefach
04 Größe (65x65x65)
05 Stativ, Höhe ca. 430mm
06 Adapterplatte für Stativ
07 Quigo geneigt, Selbstnivellierung nicht möglich
08 Quigo ausnivelliert
09 Stativ, Kurbel und Feststellschraube
10 Stativ, Füße maximal gespreizt
11 Stativ, Füße minimal gespreizt und noch standfest
12 Schraubzwingen-Halterung
13 Ausrichten
14 Laserkreuz an die Wand projizieren
15 Schraubzwingen-Halterung, montiert
16 Schraubzwingen-Halterung
17 Laserlinienbreite bei ca. 150 cm Entfernung zur Wand
18 Laserlinie bei ca. 300 cm Entfernung zur Wand
19 Laserlinie bei ca. 100 cm Entfernung zur Wand
20 Schräge oder diagonale Laserlinien
21 Outdoor, ca. 100 cm Entfernung zur Wand (Pflanztrog)
22 Outdoor, ca. 300 cm Entfernung zur Wand (Pflanztrog)
23 Aufbewahrungsbox PTK
24 Vorschlag für Transportkoffer (ColorGuideBox)
 
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Größe (65x65x65)
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Hallo zusammen,
die Diskussion zu diesem Testbericht findet ihr unter http://www.1-2-do.com/de/produkt-test/testber ichte/der-neue-kreuzlinienlaser-quigo-plus/40 00041/
Liebe Grüße
Kathrin
2016-08-23 18:19:26

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