Mit dem Kreuzlinienlaser Quigo Plus richten Heimwerker Objekte besonders präzise aus.

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Testbericht Quigo+: einfach gerade 4 Kommentare
Vom 21.07.16 Geändert 2016-07-21 13:01:27
Hallo, ich bin der Christian und hab nen Kreuzlinienlaser getestet.

Vielen Dank erstmal an das Auswahlkommitee, mich als Tester zu nehmen!

Und dann eine kurze Erläuterung zu meinem Testbericht: Da ich es nicht geschafft habe, meine Testprojekte kürzer/knackiger zu formulieren, habe ich deren Beschreibung ans Ende gestellt. Zuerst kommt mal eine Beantwortung der Fragen des Produktmanagements, die ja sowieso durch den Test führen sollen.
Zur Auswirkung des Quigo+ auf meine Projekte hab ich hier jeweils eine Kurzfassung aufgenommen.

Jetzt aber los!


Fragen des Produktmanagements
1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du den Kreuzlinienlaser Quigo Plus in der Hand hattest?
Nettes kleines Gerät, gut verpackt. Mal schauen wie er sich schlägt…

2. Bei welchem Projekt hat Dich der Kreuzlinienlaser Quigo Plus unterstützt? Wie bist Du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast Du zum Einstellen benötigt?
I. Herumspielen, prüfen, mich einarbeiten
Für mich ein wichtiger Punkt bei jeder Neuanschaffung. Wenn ich mich nicht auf ein Gerät einarbeite, kann ich im Projekt keine vernünftigen Ergebnisse erwarten.
Details finden sich unten, damit die Übersichtlichkeit gewahrt bleibt.
Kurzfassung: Handlich, gut durchdacht, wenige kleine Schwächen
Dass ich ungefähr ne Stunde gebraucht hab tut nichts zur Sache...

II. Küchenaufbau
Um die Übersicht zu fördern findet sich die Beschreibung meiner Testprojekte weiter unten
Kurzfassung: Waagrechtes Ausrichten sowie Schränke über eine Lücke hinweg in einer Flucht ausrichten geht gut und schnell.

III. Tapezieren in der Küche
Um die Übersicht zu fördern findet sich die Beschreibung meiner Testprojekte weiter unten
Kurzfassung: Höhe bei teilweiser Tapezierung sofort waagrecht "angerissen", senkrechtes Ausrichten der Tapeten geht gut und schnell. Durch die Skalen kann man sogar wunderbar seinen Zuschnitt planen.

IV. Wandfließen Gäste-WC
Dieses vorgesehene Projekt hat sich leider verschoben und wurde noch nicht durchgeführt. Ich bitte hierfür um Entschuldigung, aber eine kurzfristig notwendige Hilfsaktion für eine syrische Flüchtlingsfamilie habe ich für wichtiger erachtet.

3. Wie leicht fällt dir die Handhabung/Bedienung des Kreuzlinienlasers?
Super Easy. Für die grundlegende Nutzung braucht man nicht mal das Handbuch. Das sollte man natürlich trotzdem lesen (Sicherheitshinweise, Grenzen des Einsatzbereichs, Nutzung der Skalen)

4. Erfüllt den Quigo Plus Deine Anforderungen und Erwartungen?
Meine Anforderungen wurden fast erfüllt. Die Linien dürften weiter nach außen reichen (insbesondere links und rechts). Zur Markierung von Horizontalen über 120 cm oder unter 30 cm fehlt das passende Zubehör. Dieses gibt es zwar, wird aber im Handbuch nicht erwähnt.
Meine Erwartung wurde sogar übertroffen, da die recht breite Laserlinie insbesondere beim Markieren von Fluchten sehr gut ist.

5. Was können wir zukünftig an dem Kreuzlinienlaser Quigo Plus verbessern oder erweitern?
Dazu muss ich zuerst mal sagen: ich jammere auf sehr hohem Niveau… Bei allen Punkten geht es um Kleinigkeiten, die noch besser gemacht werden könnten und nicht etwa um Fehler, die es auszubügeln gäbe.
• Füße unten / Rahmen mit Füßen für Abstellen mit Schnellwechselplatte oder auf rauher/verschmutzter Oberfläche / zumindest Gummirahmen unten erweitern
• Hinweise auf opt. Zubehör in Handbuch (TP320, MM1, MM2, anderes?)
• Optionales Zubehör kompatibel zu der Schnellwechselplatte vom Stativ machen, ggf. durch separaten Verkauf einer Schnellwechselbasis (analog zum Photozubehör)
• genauere Erläuterung Stativ in Handbuch
• wertigerer Stativkopf
• Linienabschaltung
• Schaltbare Arretierung für Schräglinien ohne Blinken
• Zusätzliche zentrale Stativaufnahme in der Mitte
• Tipps und Tricks in Handbuch (z.B. Bleistiftmarken als Refernzpunkt)
• Batteriefachdeckel, der genauso einfach zu öffnen ist, aber nicht wackelt.

6. Würdest Du den Quigo Plus auch in Zukunft verwenden?
Aber sicher doch! Er ergänzt sich super mit dem Billiggerät vom Discounter und ist im Handling angenehmer. Es könnte höchstens sein, dass meine Frau ihn für sich beschlagnahmt ;-)


Testprojekte:
Ja, jetzt wird es "ernst". Vielleicht auch langatmig. Daher noch für die Weniglesenwoller ein Fazit vorab: wo ein Heimwerker im Innenbereich waagrechte oder senkrechte Ausrichtung braucht macht er mit dem Quigo nix falsch. Die Schräglinienprojektion gefällt mir wegen dem Blinken nicht so gut, aber klappt trotzdem ohne Probleme. Und die Skalierung der Linien ist öfter praktisch als man erwartet.

I. Herumspielen, prüfen, mich einarbeiten
a. UVP 79,99 €. Für so ein Gerät aus Markenproduktion üblich. Mein Discounter-Gerät kostete die Hälfte.
b. Lieferumfang (Stativ, Gerät, Batterien, Ausrichthilfe, Handbuch aufgeteilt in zwei Bände [WEU, EEU] incl. Warnaufkleber in Landessprachen) gut
c. Verpackung
Zum Verkauf und Transport ist sie gut, zur Lagerung suboptimal. Das liegt daran, dass es ein einfacher Karton mit passenden Kartoneinlagen ist, wo alles vorerst gut reingepuzzelt ist, so dass wenig Platz verloren geht und nichts durcheinander fliegt. Aber später muss man immer wieder puzzeln.
Informationen zum Einsatzbereich und der Reichweite habe ich auf dem Karton verpackt. Das bedeutet, ich würde es nicht spontan kaufen, sondern müsste mich erst auf anderen Wegen schlau machen – oder vom Wettbewerb kaufen
d. Umverpackung zum Versand war ein neutraler, recht großer Karton mit ausreichend Füllmaterial.
e. Die Verarbeitung ist gut. Das Gerät und Zubehör ist leicht und hat angenehme Oberflächen (Gummierung beidseitig umlaufend, gut griffiger Kunststoff, keine Grate…)
f. Die als Schalter fungierende Abdeckung ist ok. Es gibt keine weiteren Bedienelemente
g. Stativgewinde: gut, da jegliches Zubehör (z.B. auch Photo-Zubehör) nutzbar ist. Die Platzierung in Ecke ist zwar nicht optimal für den Einsatz auf dem Stativ, aber sinnvoll für eine Klemmhalterung mit der man auch mal an schwierigeren Stellen hantieren kann.
h. Zum Stativ:
es ist ausreichend stabil, aber wirkt filigran
es hat Querstreben zwischen den Beinen. Das stabilisiert und macht die Schulter einfacher zu konstruieren, schränkt aber die Beinverstellung ein. Am Photstativ ein NoGo, hier akzeptabel. Das führt aber zu einer zu hohen Minimalhöhe (Höhe waagrechter Linie von Stativ: 40,5 – 123,5 cm)
i. Eine Schnellwechselhalterung ist gut, aber diese bietetgerade ausreichender Halt. So ist eine Verdrehung zwischen Platte und Gerät trotz Gummierung möglich und die Platte hat Spiel in Aufnahme. Der Aufnahmeriegel ist ohne Feststellung, so dass man immer beide Hände braucht, um dein Quigo Plus am Stativ einzuklicken oder rauszunehmen. Der D-Ring in Schraube hat in manchen Stellung zu wenig Platz und schaut unten über.
Mit montierter Schnellwechselplatte kann man den Quigo Plus nicht mehr so abstellen, dass er sich selbst nivelliert.
j. Als Stativkopf kommt ein Dreiwegeneiger zum Einsatz. Bei diesem ist die Einstellung der Querneigung etwas fummelig, aber ok. Frontale Neigung und Drehung sind gut nutzbar, die Drehung nicht arretierbar. Die Einstellmöglichkeiten des  Stativs sind nicht im Handbuch beschrieben
k. Im Stativkopf ist eine Rundlibelle zum Ausrichten des Stativs. Im Handbuch wird aber nur ein Hinweis auf grob einrichten gegeben, nicht auf die Libelle.
l. Die Beinverstellung funktioniert gut.
m. Für die Nutzung auf größerer Höhe ist die Mittelsäule rauskurbelbar und in jeder Stellung  arretierbar.
n. Handbücher: Die Trennung nach Sprachen ist gut; Warnaufkleber in Landessprachen gut (incl. Hinweis zum Überkleben des deutschen Aufdrucks auf dem Gerät). Die Bilderseiten sind – mal wieder - nicht ausklappbar.
 Hinweis auf optionales Zubehör finde ich mangelhaft (Sichtbrille ja, Klemmhalterung nein, Universalhalterung nein)
Beispiele für den Einsatz sucht man vergebens. Insgesamt hat die Ausführlichkeit meiner Ansicht nach zu sehr gelitten.
Ein kleiner Widerspruch ist mir noch aufgefallen: bestimmungsgemäßer Gebrauch (Senkrechte/Waagrechte Linien projizieren) einerseits gegen beschriebene Schräglinienprojektion andererseits.
o. Das Handling des Quigo ist allgemein gut, auch ohne Handbuch. Zu diesem Zeitpunkt vermisse ich aber schon eine Möglichkeit Linien abzuschalten (also nur waagrecht oder nur senkrecht anzuzeigen), und das langsame Blinken bei Schrägprojektion finde ich etwas nervig.
p. Optionales Zubehör ist nicht mit dem Schnellwechselsystem kompatibel, soweit ich gesehen habe. Also heißt es hier Schräubchen drehen statt klicken.
q. Eine Nutzung mit Akkus statt Einwegbatterien ist möglich (getestet mit Sanyo Eneloop passender Größe). Auf die projizierten Linien hat das keine Auswirkungen.
r. Im Rahmen meiner Messmöglichkeiten sind beide Linien exakt senkrecht bzw. waagrecht.
s. Die Abstände zwischen den einzelnen Skalenstrichen sind in allen Richtungen identisch (wenn der Laser sauber ausgerichtet und die Wand eben und senkrecht sind)
t. Die Sichtbarkeit ist in hellen Räumen eher mäßig, in normal beleuchteten oder abgedunkelten Räumen gut. Für den Einsatz im Freien reicht die Helligkeit höchstens bei Dämmerung oder Nacht, aber dafür ist der Quigo Plus auch nicht vorgesehen. Hier hat der Discount-Laser minimal die Nase vorn.
u. Die Linienbreite ist recht groß. Je nach Abstand zur Wand liegt sie zwischen 2 und 4 mm. Das hat mich im ersten Moment erschreckt, hat sich aber später sogar als praktisch erwiesen.
v. Zur Laufzeit eines Batteriesatzes kann ich nichts sagen. Die 5 h laut Handbuch habe ich überschritten, aber noch keine Abdunklung oder gar Abschaltung erlebt.
w. Der Projektionswinkel der Linien scheint mit recht gering. Er beträgt in alle 4 Richtungen ca. 35° von der Mitte weg.
x. Auf dem Stativ lässt sie die Höhe der waagrechten Linie im Bereich 40,5 – 123,5 cm sehr schön einstellen.
II. Küchenaufbau
Wir (meine Frau und ich) puzzeln unsere vorhandenen Küchenmöbel in einen frisch renovierten Raum im relativ neu gekauften Haus. Die Planung fand zuerst am PC statt und wurde dann durch ein loses Aufstellen der Möbel überprüft. Dann ging es an den echten Aufbau.
Schritt eins: Unterkonstruktion
Schritt eins musste aus Termingründen erledigt sein, bevor ich das Testgerät hatte. Das macht aber eigentlich gar nix, denn ich wollte ja den Quigo+ mit meinem vorhandenen Kreuzlinienlaser vom Discounter vergleichen.
Für die Unterschränke habe ich an der Wand ein Kantholz als durchgehende, waagrechte Auflage montiert. Zuerst die Höhe festlegen: Dazu einen Unterschrank auf 4 wacklige Plastikfüße gestellt, an die Wand geschoben und einen Rest Arbeitsplatte darauf. Nach einigem Geschraube an den Füßen mit immer wieder pantomimischem Probeschnibbeln war klar: unsere in der Theorie geplante Höhe von 94cm past nicht, 90,5 ist das Maß das uns beiden zusagt. Somit ist die Unterkante der Schränke 16,2 cm über dem Boden. Diese Maß habe ich an der Wand markiert (ein angelehnter Zollstock).
Aufgrund des vorhanden Materials habe ich eine Deckenstütze unter die Decke geklemmt und daran den Discount-Laser mit seinem Klemmfuß befestigt. Dann habe ich diesen in der Höhe an der Markierung ausgerichtet (ca. 3 Minuten). Die Linie habe ich mit einigen Punkten auf der Wand markiert und mir auch die benötigte Länge (2,5m, genau ein Kantholz) angezeichnet. Entlang der Lasermarkierung habe ich mit dem PMD10 die Leitungen gesucht, die ich vor kurzem selbst verlegt habe. Besser einmal zu viel gemessen… Die Bereiche, in denen ich nicht bohren kann habe ich an der Wand und am Kantholz markiert. Anschließend habe ich außerhalb dieser Bereiche ca. alle 40 cm ein Loch ins Holz gebohrt. Dieses am Laser ausgerichtet mit meiner Frau zusammen an die Wand gehalten und die Löcher übertragen, 8er Löcher in die Wand, und das Kantholz verdübelt.
Für unsere U-Küche musste ich jetzt nur noch die Linie auf die anderen beiden Wände übertragen und das Spiel mit Suchen, Bohren und Dübeln wiederholen. An der mittleren Wand galt es, die Heizungsnische zu überbrücken. Da ich somit über ca. 140cm nicht dübeln konnte habe ich zwei Holzstützen zugesägt und verschraubt. Beim Übertragen auf die anderen Wände kam mir zu Gute, dass der Discountlaser sehr weit nach rechts und Links leuchtet (ca. 70° zu jeder Seite), so dass ich mehrere Markierungen von einer Wand als Referenz nehmen konnte, um die nächste Wand zu markieren. Nach ca. 5 Minuten waren alle Linien markiert. Außerdem war es angenehm, die senkrechte Linie abzuschalten, so dass das Risiko geblendet zu werden geringer wird.
Schritt zwei: Unterschränke
Auf die so vorbereiteten Kanthölzer werden die Unterschränke jetzt einfach mit ca 5mm Abstand zur Wand aufgelegt und vorne auf die mitgelieferten Plastikfüße gestellt. Wo zwei Schränke nebeneinanderstehen können diese Füße so gestellt werden, dass sie genau unter dem Stoß sind. An den Außenecken werden sie anders herum gedreht und verschwinden somit unter dem Vorsprung. Ich begann mit einem Eckschrank. Auflegen, Füße drunter, ins Wasser stellen. Dann den benachbarten Spülenschrank und einen Schubladenkasten. Damit war diese Seite vorerst fertig. Der Abschließende Hochschrank kommt ganz zum Schluss, damit man noch Platz zum Arbeiten hat. Die benachbarten Schränke wurden miteinander und mit dem Kantholz verschraubt, so dass sie eine kompakte, feste Einheit bilden. Also vom Eckschrank aus in die andere Richtung. Moment, da müssen ja 60 cm frei bleiben für die Spülmaschine (Unterbau)! Aber danach sollen die Fronten ja in einer Flucht weiterlaufen? Hier kam jetzt der Quigo+ zum Zug. Ich habe diesen in den Eckschrank gestellt und so ausgerichtet, dass er mir genau die Flucht markiert. Den Schrank auf der anderen Seite der Lücke habe ich dann genau daran ausgerichtet. Hier hat eine zusätzliche Zieltafel (ein Rest Rückwand…) unterstützt, da ich so sehen konnte, wann der Korpus direkt hinter der Laserlinie ist (s. Bilder).
So waren alle Unterschränke schnell positioniert und fixiert.
Schritt 3 : Oberschränke
Meine Oberschränke werden mit je zwei Schrauben nahe den oberen Ecken befestigt. Dabei können sie feinjustiert werden. Wir haben also einen Oberschrank hingehalten, um die Zielhöhe festzulegen und den Abstand zur Decke (selbst abgehängt, waagrecht) gemessen. Nun noch gemessen, wie weit die Löcher unter der Oberkante der Schränke sein sollen und den Laser auf diese Höhe gestellt (237 cm). 237 cm mit dem Stativ? Nein, ich habe die Klemmhalterung meines Discountlasers und eine Deckenstütze verwendet. Eine andere Möglichkeit wäre gewesen, das Stativ auf der anderen Raumseite auf die Unterschränke zu stellen, das war aber ohne Arbeitsplatte keine Option. So eine Klemmhalterung gibt es auch von Bosch (steht nur nicht im Handbuch). Nun nur noch die seitlichen Abstände von der Wand zum ersten Loch und dann von Loch zu Loch abgemessen und auf der Laserlinie mit einem Bleistiftkreuz markiert, schon waren die Messarbeiten fertig. Das hat keine 5 Minuten gedauert. Früher habe ich Schrank für Schrank angehalten, markiert, gedübelt. Da war ich froh, wenn einer nach 15 Minuten hing und die Abweichung unter 5 mm war.
Diesmal konnte ich alle angezeichneten Löcher auf einen Rutsch bohren und dübeln, die Schränke einhängen und fixieren und die Abweichung war max. 1 mm. Die Feinjustierung geht ca.3 mm in jede Richtung.
III. Tapezieren in der Küche
Zu Tapezieren war eine Ecke vom Hochschrank über die Eckbank. Das untere Stück der Wand wird mit einer Holzvertäfelung bekleidet. Daher war nur von der Decke bis 1m über dem Boden zu Tapezieren.
Ausmessen
Ich habe den Quigo+ auf dem Stativ aufgebaut und zuerst auf eine Höhe von 1m eingstellt und so weit ausgerichtet, dass er selbst nivellieren kann. Um jetzt sofort zu sehen, wie viele Bahnen der Tapete ich brauche, habe den Quigo+ so weit von der Wand entfernt, dass der Abstand zwischen der senkrechten Linie und dem 2. Skalenstrich rechts davon 53 cm (eine Tapetenbahn) war. Anschließend habe ich mit der Ausrichthilfe den Laser exakt ins Lot zur Wand gestellt (und den Abstand korrigiert). Das hat gerade mal 2 Minuten gedauert. Schon konnte ich an der Wand sehen, dass ich 3 Bahnen mit einer Länge von je 145 cm brauche. Da die Tapete eine Musterlänge von 70 cm und einen Versatz von 35 cm hat konnte ich 4 Bahnen zu je 175 cm vorschneiden (die vierte Bahn wird um die Ecke gezogen, der Stoß wird direkt vor der Ecke sein).
Markieren
Bei jedem zweiten Skalenstrich habe ich ein Bleistiftkreuz auf die Wand gemacht. Somit ist meine 1-Meter-Linie genauso markiert, wie die ungefähre Position der Tapetenstöße. Jeder Abschnitt hat eine Nummer bekommen (1 links, 4 rechts), die Tapetenbahnen wurden ebenfalls passend markiert
Ausrichten und Tapezieren
Als erstes… habe ich an meine Frau übergeben. (Fließen legen und Tapezieren kann sie einfach besser). Sie hat dann da, wo sie mit der ersten Bahn (Nummer 3) angefangen hat deren linken Stoß mit dem Quigo+ anvisiert (20-30 sec). Da die Skala jetzt nicht mehr benötigt wird konnte Sie den Laser schräg hinter sich aufbauen und hat so keinen Schatten geworfen. Im Gegensatz zu unserm Discount-Laser fühlt sie sich mit dem Quigo+ wohl. Erste Bahn am Laser ausgerichtet, damit senkrecht, an die Wand und hat sofort gepasst. Dann kam der Laser weg, da die restlichen Bahnen sich an den vorhandenen orientieren und die Laserlinien damit nur irritieren würden.
 
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Hallo zusammen,
die Diskussion zu diesem Testbericht findet ihr unter http://www.1-2-do.com/de/produkt-test/testber ichte/der-neue-kreuzlinienlaser-quigo-plus/40 00041/
Liebe Grüße
Kathrin
2016-08-17 18:20:29

Ein sehr, guter Testbericht mit vielen Testdetails gefüttert. Viele Detailsfotos und Erklärungen dazu. Kein Geschwafel, wie ich finde, sondern auf den (Laser-)Punkt gebracht. Schade, dass ein Test für das Fliesen legen zeitlich nicht in den Rahmen gepasst hat. Aber die Begründung dazu muss man nicht diskutieren. Der Testbericht gibt auch so genug Futter! Vielen Dank für das ausführliche Testen und beschreiben!
2016-08-18 06:52:16

Bei diesem Testbericht ist dem Input voll genüge getan. Respekt
2016-08-18 08:05:52

Ich kann mich dem Lob nur anschließen. Toller Testbericht incl. vieler aussagekräftiger Fotos. Die Fragen des PM wurden vorbildlich abgearbeitet und mit einer ausführlichen Beschreibung der Testprojekte ergänzt. Hier hätten ein paar mehr Absätze bzw. Zwischenüberschriften das Lesen erleichtert. Das betrifft aber nur die Form, inhaltlich gibt es nichts zu meckern.
2016-08-18 19:29:33

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