Der neue IXO – Der Kleinste von Bosch wird noch attraktiver

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Der neue IXO 1 Kommentar
Vom 26.06.15 Geändert 2015-06-26 17:25:30
Da ist er also, der neue IXO. Da ich noch nie einen Testbericht geschrieben habe, werde ich mich darauf beschränken, die Fragen zu beantworten und meine Eindrücke zu schildern. Also zuerst zu den Fragen:
1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du den IXO in der Hand hattest?
Mein erster Gedanke, als ich das Paket geöffnet habe, war: „Schicke Box“. Als ich die dann geöffnet hatte und den IXO gesehen habe, dachte ich: „Ist der niedlich“. Dann kam der große Augenblick: Ich nehme ihn in die Hand. Und: Er fühlt sich gut an. Das Gerät ist angenehm klein, liegt gut in der Hand und fühlt sich richtig angenehm an.
2. Welches Projekt hast Du mit dem IXO gemacht? Wie bist Du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast du benötigt?
Ich habe für den IXO ein nicht weiter schweres, aber etwas zeitaufwendiges Projekt geplant: Den Bau einer etwa zwei mal drei Meter großen Holzterrasse. Diese habe ich nicht als Projekt eingestellt, daher hier kurz die Beschreibung: Für die Unterkonstruktion habe ich Gehwegplatten verwendet, auf die ich U-Füße geschraubt habe (die Löcher habe ich nicht mit dem IXO gebohrt – dass der nicht in Betonplatten kommt, war mir klar…). In die U-Füße habe ich drei Meter lange Kanthölzer aus Douglasie geschraubt. Um das Holz nicht allzu sehr zu zersplittern, habe ich die Löcher für die Schrauben vorgebohrt. Dafür habe ich den ICO verwendet, und war erstaunt, dass der „Kleine“ so problemlos in das Holz bohren konnte. Auch das Eindrehen der Schrauben hat der IXO ohne Probleme hingekriegt. Allerdings war bei den Schrauben kurz vorm Anschlag Schluss – da haben seine Kräfte versagt. Das war aber sehr angenehm, denn so konnte ich die Schrauben mit der Hand festziehen – genauso, wie ich es mag…
Auf die drei Meter langen Kanthölzer habe ich dann im Abstand von etwa 50 Zentimetern zwei Meter lange Kanthölzer geschraubt, und darauf dann endlich die Terrassendielen. Insgesamt habe ich etwa 150 Schrauben für die Dielen aufgewendet. Hier ging es nach der Devise „Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“ voran: Der IXO hat die Schrauben ohne Schwierigkeiten ins Holz gekriegt, das hat aber wesentlich länger gedauert als mit einem „ausgewachsenen“ Akkuschrauber (das war mir aber von Anfang an klar – ich bewerte das keinesfalls negativ, denn ich weiß, dass so eine Aufgabe schon hart an der Grenze dessen liegt, was der Kleine kann). Ich war sehr positiv überrascht, dass er sich dabei so gut geschlagen hat – zwischendurch musste ich ihn einmal aufladen, aber das ging ziemlich schnell (also ein weiterer Pluspunkt). Insgesamt habe ich für den Bau der Terrasse ein Wochenende gebraucht, zuzüglich etwas Zeit zum Anpinseln.
3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung / Bedienung des Akku-Schraubers?
Naja, es ist ein Akku-Schrauber – da kann man nicht viel falsch machen: Bit rein, zielen, abdrücken. Das kann ich schon, auch wenn ich meine Holzprojekte sonst eher mit Handwerkzeugen fertige und Maschinen nur selten verwende.
4. Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen?
Natürlich bin ich zufrieden. Ich bin überzeugt, dass ich die Terrasse schneller fertig gekriegt hätte, wenn ich einen „richtigen“ Akkuschrauber (also einen mit 10,8 oder 18V) verwendet hätte, aber es ging hier auch darum, den IXO zu belasten. Und dafür, dass er so ein kleiner ist, hat er auf ganzer Linie überzeugt.
5. Erfüllt der neue IXO Deine Anforderungen und Erwartungen?
Auf jeden Fall. Dass der IXO als Akkuschrauber nur bedingt fürs Bohren geeignet ist, ist klar. Umso positiver war ich überrascht, als er es doch geschafft hat, die Douglasie zu löchern. Auch beim Schrauben hat er keine Blöße gezeigt – die 5*50 Terrassenschrauben hat er ohne Probleme (und zum Teil auch ohne Vorbohren) ins Holz gekriegt (mit der Douglasie hatte er keine Probleme, bei Bangkirai hätte es wahrscheinlich ganz anders ausgesehen). Für seine Größe hat er erstaunlich viel Kraft
6. Was können wir zukünftig noch an dem IXO verbessern?
Das Stoffschild an der Unterseite finde ich überflüssig. Zwar sieht es nett aus, aber ich glaube, wenn das Gerät in der Werkstatt rumliegt, kann es ziemlich schnell verdrecken (auch wenn die Werkstatt natürlich immer sauber ist, aber irgendwo findet sich immer ein wenig Schmutz).
Was ich auch nicht glücklich finde, ist die Box, in der der IXO geliefert wurde: Das Innenleben lässt sich nicht so einfach entfernen – grundsätzlich ist das auch nicht weiter schlimm, aber in meiner Box hat sich eine kleine Delle eingeschlichen, die ich leider nicht mehr heraus kriege, weil ich das Innenleben nicht entfernen kann (ist nicht weiter schlimm, weil es ein Werkstatthelfer ist, aber schade finde ich es trotzdem). Außerdem ist die Box voll – bei der Vorgänger-Version war noch ein wenig Luft für etwas Zubehör – beispielsweise habe ich noch ein Winkelfutter, das lose in der „alten“ Box liegt. In die neue würde es nicht mehr hineinpassen.
7. Würdest Du den neuen Akku-Schrauber IXO auch in Zukunft für weitere Projekte verwenden?
Selbstverständlich – das Gerät überzeugt auf ganzer Linie. Wer jetzt allerdings meint, dass er damit ein komplettes Haus bauen kann, der dürfte enttäuscht werden. Dafür sollte man dann doch eher zu einem Akkubohrer / -schrauber mit etwas mehr Wurms greifen. Für Kleinigkeiten, die in der Werkstatt anfallen, beispielsweise Scharniere an Holzkisten schrauben oder mal ein kleines Loch bohren, ist der IXO ohne Einschränkungen zu empfehlen.
Und auch den Bau einer kleinen Holzterrasse hat der IXO ohne Schwierigkeiten gemeistert.

Das waren die gestellten Fragen. Nun noch zu den Dingen, die ich loswerden möchte (und von denen ich nicht sicher war, welcher Frage ich sie zuordnen kann):
• Das Gerät hat eine Ladebuchse im Micro-USB-Format. Das finde ich einerseits total cool, denn so kann man ihn im Notfall auch mal am heimischen PC laden. Ob das für die Werkstatt so glücklich ist, weiß ich jedoch nicht: Ich bin kein Freund von herumfliegenden Kabeln in der Werkstatt. Da habe ich persönlich es lieber, wenn ich den Akku (bzw. wie in diesem Fall das ganze Gerät) in eine Ladeschale legen kann, die ihren festen Platz hat. Das hat mir bei der Vorgänger-Version etwas besser gefallen.
• Noch etwas ist mir in dieser Beziehung aufgefallen: Ein „Netzbetrieb“, also ein Anschließen des Ladekabels und gleichzeitiges Arbeiten ist nicht möglich. Dabei hätte das doch wiederum einen gewissen Charme (auch wenn damit der Begriff des Akkuschraubers ad absurdum geführt wird)…
• Sehr angenehm finde ich, dass die Lampe bereits angeht, bevor der Motor losläuft – so kann ich etwas besser zielen…
• Neu – und zugegebenermaßen auch etwas gewöhnungsbedürftig – ist die Position des Richtungsumschalters: Bei der alten Version war er am Abzug angebracht, bei der neuen Version ist er auf der Oberseite. Ich denke aber, dass man sich da schnell dran gewöhnen wird. Außerdem finde ich es besser so, denn mir ist es früher öfters mal passiert, dass ich den alten IXO auf die Werkbank gelegt habe (auf der noch andere Dinge lagen) und dabei aus Versehen die Richtung umgeschaltet habe – diese Gefahr besteht jetzt nicht mehr, und mit ein wenig Übung kann man den Schalter sogar mit der Hand betätigen, in der man das Gerät hält.
• Wenn ich den IXO mit allen vier Fingern umfasse, wird es am Abzug etwas eng. Strecke ich stattdessen den Zeigefinger aus, passen Mittel-, Ring- und kleiner Finger wunderbar um den Griff – und mit dem Zeigefinger kann ich ihn sogar noch ein bisschen stabilisieren.
• Was sich mir noch nicht ganz erschlossen hat, ist die umsteckbare Kappe, mit der man die Lampe von „Streuung“ auf „gerichtet“ stellen kann. Das ist sicherlich ein nützliches Feature, allerdings habe ich es beim Bau der Terrasse nicht wirklich benötigt.
• Sehr positiv finde ich, dass sich Zubehör, das für die alte Version gekauft wurde, auch mit der neuen Version verwenden lässt.
• Und nicht zu vergessen: Das Coolste am IXO überhaupt – die Zapfsäule auf der Ladeleuchte. Ohne die würde die Arbeit nur halb so viel Spaß machen :-)
• Ein Hinweis noch: Es handelt sich um einen Akkuschrauber – nicht um einen Akkubohrer. Ich habe ihn in dieser Hinsicht „missbraucht“. Um hier keine falschen Erwartungen zu schüren: Der IXO ist nicht zum Bohren geeignet! Man kriegt zwar Löcher ins Holz, das ist aber – verglichen mit „richtigen“ Akkubohrern – eine Quälerei und das Gerät ist nicht als Bohrer gedacht. Also keinesfalls zur Nachahmung empfohlen.

Abschließend kann ich also nur gute Note für den IXO ausstellen – oder um es mit den Worten einer Autowerbung zu sagen: Einfach riesig der Kleine!
 
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Das Zubehör der alten Version passt auch auf den neuen IXO
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 930533#post930533.

Viele Grüße,
Björn
2015-07-17 14:30:42

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