Der Kreuzlinienlaser PLL 2

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Testbericht zum Kreuzlinienlaser PLL 2 5 Kommentare
Vom 30.09.14 Geändert 2014-10-01 01:54:39
Tollerweise kam mit der Post direkt die PLL 2-Variante mit Stativ. Nachdem ich bisher überhaupt keine Erfahrungen mit Geräten dieser Art hatte ging ich zuerst mal die komplette Anleitung Schritt für Schritt durch.
 
Das beigelegte Stativ ist blitzschnell aufgebaut, misst komplett ausgezogen 1,5 m und lässt fast keine Wünsche offen. Nach dem Einlegen der drei beigelegten Batterien folgte als nächstes die Kalibrierung des Kreuzlinienlasers vor der ersten Anwendung. Danach muss der Laser dann nur noch auf das Stativ geschraubt werden und ist direkt einsatzbereit.
 
1.Was waren Deine ersten Gedanken, als Du den PLL 2 incl. Stativ in der Hand hattest?
Sieht alles sehr interessant und hochwertig verarbeitet aus. Außerdem ist der Kreuzlinienlaser mit gerade mal rund 10 cm Höhe kompakter als erwartet.
 
Die beigelegte Schutztasche ist zudem recht praktisch. Der Laser lässt sich leicht in die Tasche geben, aber durch die Gummierung leider etwas mühsam wieder daraus entnehmen. Erfreulicherweise lässt sich aber auch die Laser-Zieltafel darin verstauen. Die Zieltafel dient übrigens zum Einmessen des Messwerkzeugs an der Wand.
Für das Stativ selbst ist leider keine Tasche dabei. Ich werde mir aber demnächst selber eine besorgen damit es nicht verstaubt. Denn jedes Mal alles zurück in die recht große Schachtel wäre sonst mühsam. Auch zwecks Verstauen.
 
2.Welches Projekt hast Du mit dem PLL 2 gemacht? Wie bist du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast du benötigt?
Spiegelfließen, horizontal – Da ich mich erst mit dem Gerät vertraut machen musste war es anfangs nicht so einfach das Stativ gemeinsam mit dem Laser auf die gewünschte Höhe perfekt horizontal auszurichten. Trotz 4 - 5 m Abstand zur Wand hatte ich mit der Nivellierautomatik hier keine Chance da sich der Laser immer deaktivierte. Das Stativ ist zu niedrig und der Winkel für den Laser zu groß. Also nach längerem hin und her dann doch nur die horizontale Linie bzw. die Kreuzlinie mit Winkelanzeige. Gar nicht so einfach die Linie ganz fein perfekt gerade auszurichten. Denn beim Verstellen des Lasers verstellt sich auch mal das sehr leichte Alustativ und schon stimmt es nicht mehr. Nachdem die Laserlinie dann richtig ausgerichtet war musste ich nur noch festlegen wo die Fließenreihe beginnen bzw. enden soll. Danach war es weiter kein Problem die Spiegelfließen mit einem starken Doppelklebeband perfekt an der Linie auszurichten und zu befestigen.
 
Bilderrahmen, 3er-Gruppe – Um auch die Nivellierfunktion in der Praxis testen zu können landete der Laser nach etwas herum probieren (samt Stativ) schließlich auf einem Tisch. Hier konnte ich mit dem Kreuzlinienmodus nun auch endlich die gewünschte Höhe problemlos erreichen. Das ewige Herumprobieren und wiederholte Nachjustieren fällt hier komplett weg, da die Nivellierfunktion selbsttätig die Linien perfekt horizontal und vertikal ausrichtet. Danach markierte ich mit dem Laserkreuz auf der Linie nur noch den Punkt für das mittlere der 3 Bilder und ich konnte dort den ersten Nagel einschlagen.
Da ich unbedingt denselben Abstand zwischen linkem und rechtem Bild haben wollte musste ich mit einem Maßband die Abstände ausmessen, dann den jeweiligen Punkt mit dem Kreuzlinienlaser genau dort markieren und wieder zurück den Nagel einschlagen. Eine zweite Person würde es wesentlich vereinfachen. Einer misst und der andere richtet den Laser währenddessen genau auf den Punkt aus. Denn so muss man messen und markieren zugleich, was bei 70 cm Abstand zwischen den Bildern nicht so einfach ist.
Zum Schluss noch die Bilder/Rahmen aufhängen und an Hand der abermals neu positionierten Kreuzlinie perfekt ausrichten. Fertig. Aus gesundheitlichen Gründen sind leider 2 der Bilder noch nicht fertig geworden, sodass ich erstmal nur die Rahmen montieren konnte. Die beiden fehlenden Bilder folgen in Kürze, was aber natürlich am Umgang mit dem PLL 2 keinen Unterschied machte.
 
3.Wie leicht fällt Dir die Handhabung/Bedienung des Kreuzlinienlasers?
Anfangs benötigt es definitiv etwas länger bis man sich auf den Kreuzlinienlaser eingestellt hat und man herausfindet was er alles kann und wo seine Grenzen sind.  
Man darf sich außerdem nicht selbst im Weg stehen. Sprich wenn die Laserlinie an die Wand projiziert wird und man dann direkt an der Linie einen Nagel ein schlagen oder eine Markierung setzen möchte ist es gar nicht immer so einfach nicht die Laserlinie zu unterbrechen. Vor allem wenn man den Laser in kleineren Räumen anwendet und man nicht unzählige Möglichkeiten zum Aufstellen des Stativs hat.
 
Man hat die Wahl zwischen Nivellierautomatik oder Neigungsfunktion mit Winkelanzeige.
Bei der Nivellierautomatik wird die gewählte Laserlinie von ganz alleine, dank integrierten Pendel, perfekt horizontal bzw. vertikal ausgerichtet. Je nach Bedarf kann man hier zwischen einer Kreuzlinie, einer Vertikallinie oder einer Horizontallinie umschalten.
Bei der Neigungsfunktion mit Winkelanzeige wechselt man dagegen zwischen Horizontallinie, Kreuzlinie oder Digitale Libelle. Hier richtet man die Laserlinie komplett manuell aus und bekommt zugleich den aktuellen Winkel am Display angezeigt.
Die digitale Libelle wiederum dient als Wasserwaage. Einfach das Gerät auf eine waagrechte/senkrechte Oberfläche stellen/halten und Neigungswinkel ablesen. Auch ganz praktisch.
 
Mit der beigelegten Zieltafel lässt sich das Messgerät einmessen.
Wird 30 Minuten lang keine Taste am Gerät gedrückt schaltet es sich zwecks Batterieschonung automatisch ab.
 
4.Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen? Wie präzise war das Messergebnis?
Mit den beiden Ergebnissen bin ich vollkommen zufrieden und ich freue mich jetzt bereits auf meine zukünftigen Projekte. Man muss sich wie gesagt einfach mal mit dem Laser in der Anwendung vertraut machen. Wenn das Stativ perfekt eingestellt ist sind die Ergebnisse auch perfekt.
 
5.Erfüllt der Kreuzlinienlaser Deine Anforderungen und Erwartungen?
Der Kreuzlinienlaser PLL 2 mit Stativ ist wirklich toll, aber leider nicht perfekt. Für Bereiche knapp unter der Decke ist das Stativ leider zu niedrig. Und wenn man den Strahl des Lasers zu schräg nach oben einstellt verziehen sich die Linien und/oder das Gerät deaktiviert sich komplett, da die Neigung zu stark ist. Hier wäre eindeutig etwas mehr Spielraum sehr hilfreich gewesen. So muss man aktuell eben etwas unterlegen oder das Stativ auf einen Kasten, Tisch, etc positionieren. Dank des 1/4“ Anschlusses lässt es sich übrigens auch für Kameras verwenden.
 
6.Was können wir zukünftig am PLL 2 noch verbessern?
Wie gesagt könnte das Stativ ruhig noch höher sein. Im Idealfall 2 m. Wenn man normal hohe Wände (2,60 m) hat reicht der Maximalwinkel leider nicht aus den Laser knapp unter der Decke zu positionieren. Sprich der Laser schaltet sich aus. Noch schwieriger mit der Nivellierautomatik, die deaktiviert den Laser noch früher.
 
Außerdem wäre es toll wenn man optional eine Maßeinheit über/unter bzw. neben der Laserlinie einblenden könnte. Es muss ja keine Zentimeter-Einheit sein sondern irgendeine Angabe (Bsp.: -__5__4__3__2__1__0__1__2__3__4__5__+) reicht vollkommen.
Einfach um sich daran orientieren zu können. Wenn man mehrere Bilder horizontal mit dem gleichen Abstand aufhängen möchte wäre es eine große Erleichterung.
 
7.Würdest Du den PLL 2 in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?
Auf jeden Fall. Mir fallen ja jetzt schon diverse weitere Projekte ein für die er zukünftig definitiv wieder zum Einsatz kommen wird. Die Küchenwand verfließen, Wand dekorieren, etc. Der Bosch Kreuzlinienlaser PLL 2 ist jedenfalls ein tolles Heimwerkerprodukt.
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Sehr schöner Bericht.

Die Idee mit den Maßeinheiten am Laserstrahl gefällt mir. Ist aber wohl eher nicht so einfach machbar.

...und dann immer wieder das Stativ. Ja, ja. Eine höhe von 2,50 m wäre schon schön...
2014-11-20 23:11:57

Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 798571#post798571.
2014-12-10 19:11:51

Klasse Testbericht Pennilein , lässt sich gut lesen , beinhaltet auch alle Informationen und die Anregung der Maßeinheit ist auch sehr gut . Vielleicht nächstes mal ein paar weniger Bilder des Testgerätes in der Box , lieber das Gerät in Aktion ,
Danke dir , klasse Bericht 5 Daumen
2014-12-13 10:02:18

alles in alllem ein guter Bericht, Fotos von Testberichten halte ich jetzt nicht für entscheidend, da wir ja eigentlich wissen um was es geht, was mir bei allen Berichten so aufgefallen ist, das Stativ scheint a) definitiv nichts zu taugen, schade und b) ich arbeite selten unter 1,6 m (mittlere Fliesenreihe, ich fange gern in der Höhe an...) jedoch bei Malerarbeiten oft über 3 m, da wäre ein komplett anderes Stativ sinnvoll. Auch das man den Laserstrahl nicht einfach auf andere Wände übertragen kann, finde ich unpraktisch, im gegensatz zum Rotationslaser. Was ein Kreuzlinienlaser ohne Verstellfunktion der Abstände der Kreutzlinien jetz soll, entzieht sich meines Wissens, denn erst damit könnte ich z.Bsp. ein Fliesenraster exakt projekzieren um z.Bsp. die Markierungen für den Rohrleger und Elektriker im Fliesenraster anzeichnen zu können, oder um Abstände für Bilderrahmen o.ä. zu bekommen. Es müßten dann jedoch die Horizontallinienabstände und Vertikallinienabstände justierbar sein..
2015-02-02 03:15:53

Nachtrag, was mir bei den ganzen Tests auffiehl, es war kein Test dabei, der in einem Test jetzt wirklich einen Vorteil gegenüber einer herkömmlichen Wasserwage angezeigt hätte, weder in einer Zeitersparniss, meißt im Gegenteil, sie brauchten überwiegend länger noch sonst in einer Arbeit, OK. nei einer Bordüre, mußte nicht angezeichnet werden, nach ca. 20 Min. Einrichtungszeit ???
2015-02-02 03:21:01

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