Der Kreuzlinienlaser PLL 2

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Kreuzlinienlaser PLL-2 Set mit Stativ 2 Kommentare
Vom 29.09.14 Geändert 2014-09-29 22:43:39
Zunächst einmal vielen Dank an Bosch, dass ich das Gerät testen durfte. Hier nun mein Testbericht.

Offizielle Info-Seite zum Gerät:

http://www.bosch-do-it.de/de/de/bosch-elektrowerkzeuge/werkzeuge/pll-2-set-3165140754101-199931.jsp

Das PLL-2 Set besteht aus dem Kreuzlinienlaser PLL2 sowie dem dazu passenden Stativ. Beides wird in einem sicher verpackten Karton geliefert. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass das Gerät und das Stativ beim Transport beschädigt werden.

Zusätzlich zum Stativ und Laser werden noch eine Zieltafel, die benötigten Batterien (3x AAA), eine Kunststofftasche für den Laser sowie zwei Bedienungsanleitungen in 30 Sprachen mitgeliefert.

Das Anbringen des Lasers an das Stativ ist einfach und die Benutzung und Verstellung des Stativs ist selbsterklärend. Die maximale Höhe des Stativs ist ca. 146cm. In dieser Höhe braucht das Stativ allerdings durch die ausladenden Beine einiges an Bodenfläche, um sicher aufgestellt werden zu können.

Das Stativ selber ist sehr leicht, besteht aus Aluminium und Plastik und ist sauber verarbeitet. Es ist allerdings nicht robust gebaut, das Material ist dünn und die Gelenke/Scharniere klein. Hier muss man wirklich aufpassen, es nicht stürzen zu lassen.

Der Laser wird mit einem kleinen, anschraubbaren Plastikhalter in das Stativ hinein geschoben und wird mit einem Plastikschloss verriegelt. Das ganze System ist nicht sehr fest und neigt zum Verwackeln. An den Plastikhalter können auch Digitalkameras mit 1/4 Zoll Gewinde angeschraubt werden und auf dem Stativ verwendet werden.

Das Stativ hat zwei kleine Wasserwaagen eingebaut, mit der man die Ebenheit des Bodens und die Ausrichtung des Lasers überprüfen kann.

Am Stativ befinden sich mehrere Griffe und Rädchen, um den Laser um 360° zu drehen und nach unten/oben zu kippen und in der gewünschten Position zu befestigen. Das ganze geht leider nicht sehr feinfühlig und zusammen mit dem leicht schwergängigen Schieber zum Einschalten/Ausschalten/Funktionswahl verwackelt die Ausrichtung des Lasers schnell. Das nachträgliche Überprüfen der waagerechten Lage von z. B. Bildern, die in einer Linie an der Wand angebracht sind erschwert.

Insgesamt ist das Stativ zweckmäßig und leicht zu transportieren, aber etwas zerbrechlich verarbeitet und die genaue Ausrichtung des Lasers funktioniert durch die nicht sehr weichgängigen Hebel und Stellrädchen schwer.

Der Kreuzlinienlaser selber funktioniert gut. Vorm Benutzen muss man die drei mitgelieferten Batterien einlegen. Der Verriegelungsmechanismus des Batteriefachs ist ziemlich klein und ich kann mir gut vorstellen, dass er bei öfteren Wechsel der Batterien leicht brechen kann. Die bewegliche Selbstnivellierungseinheit (sozusagen die eingebaute Wasserwaage des Lasers) wird beim Ausschalten des Lasers und bei Laserlinienfunktion ohne Selbstnivellierung verriegelt, damit es durch Bewegung und Stöße nicht zu einer Beschädigung kommt.

Die Bedienung des Lasers ist einfach, er hat einen Schieber zum Ausschalten und zur Wahl der zwei Funktionsweisen (Laserlinien mit oder ohne Selbstnivellierung), einen Knopf für die Linienwahl und einen Knopf für die Kalibrierung der Selbstnivellierung. Hier kann man eigentlich nichts falsch machen.

Der Laser kann grundsätzlich nur als Linienlaser (vertikale, horizontale, Kreuz) benutzt werden oder mit eingeschalteter Selbstnivellierung. Mit eingeschalteter Selbstnivellierung werden die horizontale und vertikale Laserlinie immer genau waagerecht/senkrecht angezeigt. In diesem Modus muss der Laser selber allerdings fast waagerecht auf der gewählten Auflage oder dem Stativ aufliegen, ein paar Grad seitlich oder nach unten/oben und der Laser schaltet sich selber aus.

Man kann den Laser ohne Stativ benutzen. Er hat am Boden drei kleine Füße statt einer breiten, planen Unterlage, weshalb er nicht sehr stabil auf dem Boden aufliegt.

Mit abgeschalteter Selbstnivellierung kann der Laser etwas weiter nach oben und unten ausgerichtet werden, bevor er sich abschaltet. Nach Erreichen einer gewissen Waagerechte schaltet sich der Laser automatisch wieder an. Grundsätzlich muss man aber, wenn man eine Laserlinie auf einer bestimmten Höhe braucht, den Laser auf diese Höhe bringen und ihn dort sicher anbringen. Wenn man z. B. eine vertikale Linie nahe an der Decke ziehen will, muss man eben das Stativ auf einen breiten, entsprechend hohen Tisch stellen oder auf sonst eine entsprechend hohe Unterlage legen. Den Laser vom niedrig stehenden Stativ so schief nach oben auszurichten, dass er eine waagerechte Linie nahe der Decke anzeigt, ist nicht möglich. Dazu kann man den Laser nicht weit genug kippen, bevor er sich abschaltet.

Ich habe für eine Elektroinstallation mehrere Dosenlöcher für Verteilerdosen gesetzt sowie die nötigen Leitungen mit einem Winkelschleifer und Absaughaube (Bosch GWS 15-125 CIT) in die Wand geschnitten. Mit einer Wasserwaage ging das Markieren schneller als mit dem Laser.
Die beiden Laserlinien werden beginnen etwas weniger als 90° vom Laser aus und erreichen eine gute Raumabdeckung. Die 10 Meter Reichweite, wie auf der Info-Seite beschrieben, sind eine realistische Angabe.

Bei normalen Tageslicht sind die Laserlinien schwer zu sehen, bei hellem Tageslicht wird der Laser leider nutzlos, da die Linien einfach nicht hell genug sind.
Der Laser kann auch als Wasserwaage benutzt werden, wenn er auf eine Fläche gestellt wird. Dann zeigt er an, um wie viel Grad die Fläche seitlich abweicht. Eine Wasserwaage kann er allerdings nicht ersetzten, insbesondere wegen der breiten Auflage und den drei Füßchen, was das Aufsetzen auf schmale Flächen unmöglich macht.

Alles in Allem ist der Laser ein gutes Hilfsmittel, wenn man lange auf einer langen Strecke tatsächlich waagerechte oder senkrechte Linien haben möchte, für die eine Wasserwaage zu kurz ist. Eine Funktion, waagerechte und senkrechte Linien auch bei gekipptem Laser anzuzeigen, wäre sehr wünschenswert gewesen. So muss man eben immer dafür sorgen, dass der Laser auf der gleichen Höhe wie die gewünschte Linie ist, was deckennahe Arbeiten erschwert. Das mitgelieferte Stativ ist zweckmäßig, aber eine feine Ausrichtung des Lasers geht damit nur schwer.



1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du den PLL 2 incl. Stativ in der Hand

Zeit zum Austesten.

2. Welche Projekte hast Du mit dem PLL 2 gemacht? Wie bist du dabei genau vorgegangen und wie viel zeit hast du benötigt?

Ich habe wie oben beschrieben Linien für Elektroinstallationen benutzt, es zum Aufhängen von Bildern benutzt und Linien zum Abkleben von Randstreifen als Vorbereitung zum Streichen von Wänden verwendet.

3. Wie leicht fällt Dir die Handhabung/Bedienung des Kreuzlinienlasers?

Die Verwendung des Lasers ist einfach und man kann kaum etwas falsch machen.

4. Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen? Wie präzise war das Messergebnis?

Ich konnte keine Ungenauigkeiten feststellen, die einen Einfluss auf mein Arbeitsergebnis hätten.

5. Erfüllt der Kreuzlinienlaser Deine Anforderungen und Erwartungen?

Der Laser funktioniert, wie er soll.

6. Was können wir zukünftig am PLL 2 noch verbessern?

Die Möglichkeit, auch noch im gekippten Zustand Linien zu projizieren, wäre eine massive Verbesserung des Gerätes. Wenn dazu noch die Selbstnivellierung benutzt werden könnte wäre dies ideal.

Ebenfalls könnte der Laser heller strahlen, damit er im Tageslicht benutzt werden könnte. Allerdings haben dieses Problem auch sehr viel teurere Profigeräte.

7. Würdest du den PLL 2 in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?

Ich würde den Laser weiter zum Abkleben der Wand bei Streich-/Malarbeiten benutzen und beim Anzeichnen der Außenwand meines Hauses, z. B. beim Erstellen von einer Bedachung für meinen Kellereingangsbereich. Dort ist eine lange, waagerechte Laserlinie von Vorteil.
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Hallo zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 797689#post797689.
2014-12-09 15:33:33

Der Bericht ist gut gelungen , fast etwas zu langartmig , aber das passiert mir auch immer , Leider sind mir zu wenig Bilder von den Projekten dabei , denn Bilder sagen oftmals mehr als Worte
2014-12-13 09:35:54

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