Das PRA MultiPower Radio – das Radio mit hoher Flexibilität
durch Bluetooth sowie Akku und Kabel

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

die grüne Toblerone 5 Kommentare
Vom 19.09.15 Geändert 2015-09-19 13:42:27
1.: Was waren Deine ersten Gedanken, als Du das PRA MultiPower Radio gesehen hast?

Als erstes habe ich gedacht, das es ein ziemlicher Trumm ist und das man damit wohl keinen Design-Preis gewinnt. Diese „Toublerone“-Optik verleiht dem Radio zwar einen stabilen Stand und das Display lässt sich gut ablesen, aber schick ist es in meinen Augen nicht unbedingt.
Allerdings macht es einen recht stabilen Eindruck. Ich möchte es zwar nicht ausprobieren, aber ich schätzte, das das Radio wohl auch mal einen Sturz überstehen kann. Die Boxen sind hinter den seitlichen Lochblechen gut gesichert.

2.: Wie gefällt Dir das Design des Radios?

Siehe Frage 1.

3.: Wo kam das PRA MultiPower Radio zum Einsatz?

Quasi in der gesamten Wohnung. Und zwar in buchstäblich allen Räumen. Im Wohnzimmer, auf dem Balkon, im Badezimmer. Vor allem in der Küche beim Kochen. Natürlich auch in der Garage, meiner derzeitigen „Behelfs-Werkstatt“. Spätestens bei diesen „Außeneinsätzen“ hat sich der kleine Akku-Hack, den ich vorgenommen haben (später mehr darüber) bezahlt gemacht.


4.: Wie gefällt Dir die Handhabung/Bedienung des Radios? Warst Du mit den Funktionen des Radios zufrieden?

Grundsätzlich bin ich auf Anhieb ohne Bedienungsanleitung klar gekommen. Das zeugt für ein intuitiv zu bedienendes Gerät. Lediglich bei der Bluetooth-Kopplung mit einem Smartphone musste ich kurz das Handbuch konsultieren.
Absolut unglücklich finde ich allerdings die Tatsache, das man, will man gespeicherte Sender beim Radioempfang einstellen, IMMER zuerst auf „Preset“ drücken muss, da man sonst mit den Tasten „Aufwärts/Abwärtssuche“ lediglich die Frequenz um 0,05 Mhz verstellt. Hier fände ich es besser, wenn die jeweils letzte Einstellung gespeichert bliebe. So lange sich der Einsatzort des Radios nicht um einige Dutzend Km ändert, wird jeder seine Lieblingssender eingespeichert haben und lieber über die Eingespeicherten Sender wechseln, als mühsam bis zum gewünschten Sender durch das ganze Frequenzband zu scannen.
Bei einem, zugegebener maßen wenig repräsentativen, Vergleich der Empfangstuner der PRA MultiPower und eines Marken-Radios im gleichen Preissegment stellte sich heraus, das das PRA beim einem kompletten Scan des UKW-Frequenzbandes 4 Sender mehr fand, als das Vergleichsradio.
Der Funktionsumfang des PRA bereitet mir einige Bauchschmerzen. Ich muss gestehen, das ich mir das Radio so niemals gekauft hätte. Aus dem gleichen Grund, weshalb ich mir kein blaues Bosch-Radio gekauft habe, obwohl das zu meinen vorhandenen Akkusystem gepasst hätte.
Die Bluetooth-Anbindung von Handys ist zwar ganz fein und funktioniert tadellos, jedoch besitze z.B. ich kein solches Handy. Dem Handy meiner Frau, das ich zu Testzwecken ausleihen durfte, ging nach relativ kurzer Zeit der Saft aus. Die energiesparendere Methode, das Handy per Aux-Kabel an zu schließen und in dem „Sicherheitsfach“ im Inneren des Gerätes zu verstauen, ergibt für mich auch wenig Sinn. Schließlich will ich, wenn ich mal angerufen werde, nicht erst kompliziert das Radio auseinander nehmen, um an das Handy zu gelangen.
Als letzte Möglichkeit bietet sich noch ein MP3-Player an, den ich entweder im „Sicherheitsfach“ verstauen kann, um Ihn vor Staub etc. zu schützen. Oder extern anschließe und neben dem Radio liegen lasse. Die erste Möglichkeit schützt zwar den Player, aber ich habe keine Möglichkeit die Wiedergabe zu steuern. Will ich ein Lied überspringen, muss ich wieder das Radio zerlegen. Die zweite Möglichkeit bietet dem Player keinen Schutz und z.B. unterwegs baumelt das Ding irgendwie am Radio.
WIRKLICH SINNVOLL wäre für mich ein SD-Kartenslot und/oder ein USB-Slot im staubgeschützten „Sicherheitsbereich“ des Radios gewesen, sowie die Möglichkeit die Wiedergabe der Titel auf den eingesteckten Medien über das Bedienfeld zu steuern. So kann das PRA für MICH eigentlich nicht mehr, als mein bisheriges Werkstattradio. (Außer den Akkubetrieb, aber der ist IN der Werkstatt für ein Radio überflüssig)

5.: Erfüllt das Radio Deine Anforderungen und Erwartungen?

Zu meinen Anforderungen habe ich ja schon viel in der vorherigen Frage geschrieben. Aber ich wusste ja vorher , das kein SD- oder USB-Slot verbaut war. Daher waren meine Erwartungen etwas anders gelagert. Der Sound ist für mein Empfinden gut und lässt sich durch den Equalizer in geringem Umfang anpassen. Für mich genau richtig, denn ich mag es nicht, wenn man sich bei so etwas „Tot-Feintunen“ kann. Lärm macht das Ding genug. Für eine Hochzeit mit 150 Gästen reicht es vielleicht nicht, aber dafür ist es ja auch nicht gedacht. Um sich in der Werkstatt angenehm beschallen zu lassen, mehr als ausreichend. Und ich erwarte auch nicht, das ich bei der Arbeit am Frästisch noch etwas vom Radio höre...
Meine Erwartungen kann das Gerät leider nicht ganz erfüllen. Schlussendlich ist es ein Halbwegs normales Radio. Bis auf das (relativ nutzlose) staubsichere Fach für Handy oder MP3-Player gibt es nichts, was das Radio tauglicher für die Werkstatt/Baustelle macht als andere. Zumindest habe ich im Handbuch keine besonderen IP-Standards oder so gefunden.

6.: Was können wir zukünftig noch an dem PRA MultiPower Radio verbessern?

Erstens:
Spendiert dem Radio einen SD- und /oder USB-Slot mit Abspielmöglichkeit für MP3´s. Jedes Handelsübliche Radio hat heute so etwas. Wenn ich ein Abspielgerät brauche, auf das ich die Musik von meinem Handy streamen kann, dann besorge ich mir für ein Paar Euro mehr einen portablen Bluetooth-Lautsprecher. Die haben dann auch einen Akku und teilweise noch mehr Bumms. Klarro ist das Bluetooth im Moment ein Alleinstellungsmerkmal, mit dem fleißig geworben wird, aber für mich eben nicht DAS Ausstattungsmerkmal, das ich an einem Baustellenradio unbedingt brauche.

Zweitens:
Was mir generell nicht klar ist, ist die Akku-Philosophie von Bosch. Klarro, es gibt Bosch-Blau und Bosch-Grün. Klarro gibt es in beiden Sparten unterschiedliche Maschinen, Aber warum macht man innerhalb EINES Konzernes die Akkus künstlich/absichtlich inkompatibel? Schaut man sich zumindest die 10,8v Akkus an, unterscheiden diese sich lediglich durch die Plastik-“Gewandung“. Sogar die Ladegeräte sind gleich. Ich habe mein PRA durch das entfernen von ca. 2cm Plastik kompatibel zu den Blauen 10,8V Akkus gemacht. Warum nicht eine Akku-Klasse für Blau UND Grün? Billiger in der Herstellung, unkomplizierter in der Produktpflege, besser für die Umwelt... und weniger würden ja wohl auch nicht verkauft....

Drittens:
Jedes mal, wenn man den roten Verschluss für das rückwärtige Fach öffnen will, muss man die Antenne aus ihrer Parkposition bringen. Das muss irgendwie anders gelöst werden.

Viertens:
Ändert die Einstellung der „Preset/Play“-Taste. Wenn ich einmal auf Preset umgestellt habe, möchte ich so lange in den gespeicherten Sender vor und zurück schalten, bis ich wieder auf die Frequenzsuche umstelle.

Fünftens:
Warum hat das PRA keine RDS-Funktion? Wenigstens den Sender-Namen könnte man doch im Display einblenden.

Sechstens:
Der rückwärtige „Stauraum“. Zwar gibt es eine Möglichkeit, das Netzgerät bei Akkubetrieb im Radio zu verstauen, allerdings kann man es nur lose reinstecken und für das Kabel (auch das Aux-Kabel) gibt es keine sinnvolle Möglichkeit, es zu verstauen. Das Ergebnis ist, das jedes mal, wenn man den Akku wechseln will (gut, das kommt sehr selten vor ;-)) oder eine Gerät aus dem Staubschutzfach nehmen will, einem das Netzteil samt Kabelknäuel entgegenkommt.
Außerdem ist der Platz um den eingesteckten 10,8V-Akku sehr eng. Zumindest ich habe mit meiner Handschuh-Größe 11 Probleme mit meinen Fingern an die Klemmen des Akkus zu kommen und diese dann auch noch zu drücken um den Akku zu entfernen.



Jaaa, ich weiß, jetzt habe ich ganz viel am Radio rum gemeckert. Allerdings hab eich auch festgestellt, das die „grüne Toblerone“ dank Akku-Betrieb mich öfter in unserer Wohnung begleitet. Jetzt gerade beim schreiben des Testberichtes, beim kochen in der Küche, ja sogar beim Rasieren im Badezimmer schnappe ich mir kurzerhand das Radio und lasse mich bedudeln... also schon irgendwie angenehm das Dingen....


Wow, jetzt habe ich soooo viel über ein einfaches Radio geschrieben... vielen Dank an alle, die sich da durch gequält haben!
 
NEXT
ein bischen Plastik wegfräsen...
1/6 ein bischen Plastik wegfräsen...
PREV

Kommentar schreiben

Deine Idee zum Nutzen der Blauen Akkus ist echt super... aber irgendwie trau ich mich einfach noch nicht an nem schönen neuen Werkzeug dran rum zu fräsen.......

Aber irgendwann mach ich das ganz bestimmt noch!!!!!! wenns doch nur nicht mehr so schön neu und glänzend und toll wäre :-)
2015-10-15 02:19:22

Du siehst doch gar nicht, wo Du gefräst hast....
2015-10-15 12:30:55

Das sehen ist nicht das Problem... sondern das kleine winzige doofe Männchen im Hinterkopf :-)
2015-10-16 01:46:41

Ein sehr, sehr guter Testbericht, der nicht nur die Stärken, sondern auch die "Normalität" aufzeigt. Dafür ein großes "Danke" und die Gewissheit (neben dem Bericht von woern), dass ich mir die Anschaffung spare. Vielleicht dann ja in der nächsten Generation?
2015-10-28 19:20:05

sugrobi hat sich sehr intensiv mit dem PRA auseinandergesetzt und vor allem sehr kritisch und etliche Verbesserungsmöglichkeiten aufgeführt.
Ich habe mir jedenfalls nicht durch den Bericht durchgequält, sondern alles mit Interesse gelesen. Und ich denke, dass sugrobi sein neues Radio lieb hat, auch wenn es nicht immer so rüberkommt. 5D
2015-10-29 09:21:12

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!