Das PRA MultiPower Radio – das Radio mit hoher Flexibilität
durch Bluetooth sowie Akku und Kabel

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Lass mal hören... 5 Kommentare
Vom 09.09.15 Geändert 2015-09-09 00:42:16
Ein Testgerät, ohne wirkliches Projekt – auch nicht schlecht. Da es in der Werkstatt immer genügend zu tun gibt bieten sich auch viele Gelegenheiten für das PRA MultiPower Radio bei diversen Arbeiten zu zeigen was es kann.

Aber von Anfang an:
Das Gerät war deutlich größer als ich angenommen hatte. Es macht gleich beim Auspacken einen sehr stabilen und wertigen Eindruck. Scheint, als wäre es genau richtig für den harten Werkstattalltag.

Ohne lange ins Handbuch zu schauen legte ich los.
Die „Geheimklappe“ an der Rückseite war schnell entdeckt, der Öffnungsmechanismus stellte kein Problem dar. Aha, hier können also die üblichen Bosch-Akkus (10,8 V, 14,4 V oder 18 V) eingesetzt werden um das Radio kabellos zu betreiben. Leider ist kein Akku beim Gerät selbst dabei, man muss auf einen Akku aus seinem Gerätebestand zurückgreifen.

Sehr wohl im Lieferumfang enthalten – und sicher im Geheimfach verstaut – ist ein Netzgerät. Das Kabel dazu ist ausreichend lang. Leider ist es sehr dünn und macht keinen wirklich vertrauenerweckenden Eindruck. Aber es erfüllt seinen Zweck.
Kabel anstecken und Radio einschalten. Der Anschluss für das Netzkabel ist gut getarnt seitlich in einem Standbein, aber ich habe ihn trotzdem schnell gefunden. Läuft das Gerät im Akkubetrieb kann man den Anschluss mit einer Gummikappe staubdicht verschließen.

Die kleine Stabantenne ausklappen und den gewünschten Sender einstellen. Klappt wunderbar. Der Klang ist überraschend gut.
Stufe um Stufe erhöhte ich die Lautstärke auf Stufe 20, die höchstmögliche Leistung. Buhh, das ist jetzt wirklich sehr laut. Auch auf der höchsten Stufe klingen die 3,5 W Lautsprecher ausreichend gut. Es gibt kein Scheppern und kein Krachen. Die Feinabstimmung über den Equalizer holt das Beste aus dem Klang.
Ich würde gerne meine Lieblingssender abspeichern. Das schaffe ich allerdings nicht ohne einen Blick ins Handbuch.
Apropos Handbuch:
dieses ist recht dick, aber nur die ersten 10 Seiten sind relevant, da in Deutsch. Schnell ist klar, wie ich einen Sender auf einem bestimmten Sendeplatz speichern kann – ist echt keine Hexerei.
Der Sprung von einem gespeicherten Sender zum Nächsten funktioniert schnell und einfach. Soweit, so gut.
  • Ehe ich mir die speziellen Möglichkeiten des Gerätes näher anschaute, erst einmal schauen (besser gesagt hören), wie sich das Radio bei laufenden Maschinen schlägt:
  • Dekupiersäge alleine – es reicht eine Lautstärke von 6!
  • Dekupiersäge samt Zyklonabsaugung – ab Stufe 10 ist das Radio einwandfrei zu hören
  • Akkuschrauber volle Leistung – kein Problem ab Stufe 5
  • Schwingschleifer –ab Stufe 13 verständlich
  • Fein Multimaster – ab Stufe 10 problemlos
  • Bosch PSE 180 E (Schnitzwerkzeug) - ab Stufe 11 problemlos
  • Tischbohrmaschine (Forstnerbohrer, ca. 700 Umdrehungen) – ab Stufe 10 gut zu verstehen
  • Tischbohrmaschine (Holzbohrer, ca. 2.000 Umdrehungen) – erst ab Stufe 17 zu verstehen
  • Bandsäge – je nach Holzart/-dicke ab Stufe 10 (18 mm Fichtenleimholz)
  • Tischkreissäge – ab Stufe 18 (je nach Material)

Mein Resümee:
Außer beim hochtourigen Bohren mit der Tischbohrmaschine und beim Sägen mit der TKS ist das Radio bei allen Arbeiten gut einsetzbar. In den beiden Fällen empfiehlt sich aber sowieso der Einsatz eines Gehörschutzes, so dass man diese paar Minuten ohne Musik auskommen muss. Das sollte zu verkraften sein ;-)

Bluetooth:
Da ich in der Werkstatt eher wenig Musik höre, weiter zu den zusätzlichen Optionen. Ich höre neben der Arbeit meist ein spannendes Hörbuch oder lerne meine Rollentexte. Meist sind diese Dateien als mp3 auf meinem Handy. Da dieses über Bluetooth verfügt, schau ich mir mal die entsprechende Funktion näher an. Ein schneller Blick ins Handbuch erklärt wie Bluetooth am Radio aktiviert wird (wie man diese Funktion am Handy einstellt ist von Handy zu Handy unterschiedlich). Innert weniger Sekunden sind die beiden Geräte verbunden. Das Hörbuch am Handy starten – und der Ton kommt aus den Lautsprechern des Radios. Wenn ich die Lautstärke am Handy hochdrehe reicht die Stufe 12 am Radio aus um bei den meisten in Betrieb befindlichen Geräten gut zuhören zu können. Verwende ich kurzfristig die TKS oder andere sehr laute Maschinen bei denen ich einen Gehörschutz trage, wird die Pausetaste gedrückt und das Hörbuch kurz gestoppt. Man könnte das Handy natürlich auch im staubdichten Fach an der Geräterückseite unterbringen. Das hat aber zwei Nachteile: erstens, kann man beim kurzfristigen Wechsel zu einem lauten Gerät nicht einfach die Pausetaste drücken und zweitens ist das Handy bei einem Anruf nicht schnell genug greifbar.

Fazit:
Schnell verbunden, sehr guter Klang, gut verständlich, keine hinderlichen Kabel mit denen man irgendwo hängenbleiben kann, in der ganzen Werkstatt frei beweglich.

Der AUX-Eingang:
Manchmal kommt es vor, dass ich nicht über das Handy, sondern über einen MP3-Player die Dateien abspiele. Dieser verfügt über kein Bluetooth. Aber dazu gibt es ja einen AUX-Eingang. Ich entdeckte ihn aufg der anderen Seite des Standfußes unter einer staubdichten Gummikappe. Ein Anschlusskabel liegt dem Gerät bei. Ich mache es kurz: Kabel anstecken, AUX als Quelle wählen und die Verbindung steht.
Funktioniert einwandfrei! Hoppla – oder, warum sich Handbuchstudium doch lohnt: Ich glaubte, einen Nachteil entdeckt zu haben. Da sich der Anschluss an der Außenseite des Gerätes befindet, muss auch das angeschlossene Gerät neben dem Radio liegen und ist damit dem Staub und Dreck in der Werkstatt ausgesetzt. Keine gute Lösung! Aber selbst ist der Mann und so verlegte ich auf die Schnelle das Kabel nach innen. Zwei Löcher bohren, Kabel durchfädeln, mit zwei Lederstreifen staubdicht verschließen und das Problem war gelöst. (Bilder 1-3). Dumm nur, dass ich später, als ich mir die Fotos meines Werkes betrachtete entdeckte, dass es auch an der Innenseite einen AUX-Anschluss gibt. Dieser liegt etwas versteckt unter einer Leiste im Schatten und daher habe ich ihn nicht gesehen. Erst das Blitzlicht brachte ihn zutage (Bild 4). Etwas, das mir ein ordentlicher Blick ins Handbuch allerdings auch gezeigt hätte. Also gut, Staubschutz entfernen, Kabel ausfädeln und die Bohrlöcher zukleben. Ist ja nicht wirklich ein Schaden entstanden.

Abschließend darf ich auf die Fragen zum Test eingehen:
1. Was waren Deine ersten Gedanken, als Du das PRA MultiPower Radio gesehen hast?
Mann, das ist aber groß!

2. Wie gefällt dir das Design des Radios?
Eigentlich recht gut. Es wirkt so, als ob es einiges aushalten könnte.

3. Wo kam das PRA MultiPower Radio zum Einsatz?
In meiner Werkstatt, bei diversen Arbeiten (mit und ohne Maschinen).

4. Wie gefällt Dir die Handhabung/Bedienung des Radios? Warst Du mit den Funktionen des Radios zufrieden?
Handhabung super (auch mit Arbeitshandschuhen lassen sich die Tasten gut bedienen). Funktionen einwandfrei, Klang überraschend gut.

5. Erfüllt das Radio Deine Anforderungen und Erwartungen?
Meine Anforderungen wurden/werden sehr gut erfüllt, meine Erwartungen sogar übertroffen. Hatte nicht gedacht, dass ich damit bei fast allen Maschinen gut zuhören kann ohne auf die volle Leistungsstufe schalten zu müssen.
6. Was können wir zukünftig noch an dem PRA MultiPower Radio verbessern? Hier mein einziger Kritikpunkt (nachdem sich das mit dem innenliegenden AUX-Anschluss ja erledigt hat): die beiden Standleisten gehörten unbedingt gummiert! So ist die Sache sehr rutschig und wenn die Stellfläche nicht ganz eben ist rutscht das Gerät weg.

Jedes Mal wenn ich in der Werkstatt bin läuft nun das Gerät. Meist mit einem Hörbuch vom Handy, mittel BT verbunden. Vor allem beim Arbeiten mit der Dekupiersäge kann ich da sehr gut zuhören. Und auch diverse feine Schleifarbeiten von Hand gehen mit akustischer Unterstützung gleich viel angenehmer. Und dass da auch bei stundenlangem Zuhören kein lästiger Ohrhörer drückt ist zusätzlich sehr angenehm. Ich kann das Gerät jedenfalls empfehlen! Da sicher einige Mittester viele Bilder vom Gerät machen werden habe ich mal darauf verzichtet ;-) Im folgenden Link kann man die Beschreibung direkt von Bosch finden, und auch das Handbuch zum Gerät herunterladen; https://www.bosch-do-it.com/ch/de/heimwerker/werkzeuge/pra-multipower-3165140819879-2501880.jsp
 
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Toller, sehr ausführlicher Testbericht!
Du hast Dich ja sehr intensiv mit dem PRA auseinandergesetzt. Die Möglichkeit, per Bluetooth verbundene Geräte zu steuern, hast Du aber nicht entdeckt. Schau mal im Handbuch, Seite 11, 'Externe Audioquellen steuern'. Trotzdem 5D!
2015-10-12 21:35:22

Ich mußte schmunzeln, als ich deinen Bericht gelesen habe. Zuerst sah ich am Ende die Bilder, und dachte mir noch. Wieso bohrt er denn da Löcher rein? Als ich dann den Text las, merkte ich schnell, das dir ein kleines Missgeschick unterlaufen war. ;-)) Ist irgendwie schon lustig gelaufen. Und der Schreibstil fand ich sehr unterhaltsam
2015-10-13 01:34:16

Netter Bericht mit schmutzel Faktor. Das mit dem Loch ist echt doof gelaufen.. 5D
2015-10-14 05:48:11

Sehr schön beschrieben! Auch negative Erfahrungen mit eingebracht. Das mit dem Loch hätte mir auch pasdiepassieren können,da ich auch selten die BA lese! Schön auch der Lautstärke-Test an verschiedenen Maschinen!
2015-10-28 19:29:59

ein super Bericht nicht nur Positives sondern auch das Negative wurde angesprochen. Toll die Lautstärkenliste.............
2015-10-30 10:30:34

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