Buch Laminat und Parkett -
von Dino Oberle

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

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Vom 26.10.11 Geändert 2011-10-26 12:58:15
Ich finde Dino hat das Buch sehr gut geschrieben. Nahezu alles ist sehr verständlich gehalten, im Großen und Ganzen wird es für Anfänger eine große Hilfe sein und vielen Mut machen, Laminat und Parkett selbst zu verlegen. Auch für Fortgeschrittene ist noch der eine oder andere Tipp zu finden.

Die Aufteilung in Kapiteln ist übersichtlich und nachvollziehbar. Die Seitengestaltung ebenso, der breite Rand lässt Platz für kleine Tipps und stichwortähnlich gehaltene Wichtigkeiten (z.B. zum Akklimatisieren der Paneele). Das ist sehr wichtig für denjenigen, der bei Dino Rat sucht. Die Hinweise und das Register im Anhang sind in der Tat ein guter Service. Hoffentlich waren die beiden letzten weiß gelassenen Blätter Absicht - dort ist viel Platz für eigene Notizen etc. Dafür kann man auch auf den meisten Seiten den bereits erwähnten Rand nutzen.

Aber ich muss dann doch noch etwas "herumnölen":

Der Anfänger wird sich sicherlich fragen, was Dino mit den auf S. 14 erwähnten Lamellen meint (ich bin mir da auch nicht ganz sicher...).

Hilfreich wäre es, wenn Dino auch kurz einmal erklärt hätte, was eine "schwimmende Verlegung" ausmacht. Man kann es sich im Nachhinein dann erklären, wenn man zum Kapitel des Verklebens kommt. Aber für zwei Sätze wäre sicherlich noch Platz gewesen.

Das Verlegen am schrägen Wandverlauf ist nicht verständlich erklärt. Hier hätten ein, zwei Fotos wohl mehr gesagt als tausend Worte. Das Bild auf S. 42 hilft da nicht wirklich. Das Gleiche gilt für den Rohrausschnitt (S. 45).

Dem Anfänger sollte vielleicht auch erklärt werden, warum man beim Übergang zwischen zwei Räumen den Boden durch ein Profil trennen sollte (S. 47).

Mir fehlt die Konsequenz beim Thema "von der Rückseite"zu sägen. Die Werkstoffe werden in der PLS 300 durchaus unterschiedlich gesägt (S. 30 vs. S. 51). Gerade auch die Gehrungsschnitte in den Sockelleisten sollten "fransenfrei" sein. Naja, und an dieser Stelle kann ich den Bildnachweis nur loben. Dadurch ist klargestellt, dass das Bild auf S. 43 (bzw. S. 53 ...) von Fa. Alfer stammt und nicht von einem Parkettlegebetrieb - die Schnittkante sieht ja fürchterlich aus!

Zum Thema "Aufarbeiten alter Böden" kann ich nicht viel sagen, darin habe ich Null Erfahrung. Dino hätte aber auf S. 76 die Körnungen etwas anfängerfreundlicher erklären können. Ist jedem klar, dass eine 16er Körnung zwar kleiner als eine 120er Körnung ist, aber keinesfalls feiner?

Dennoch, ich finde das Buch gut und möchte es jedem, der Hilfe benötigt und für den ich keine Zeit zum Helfen habe, empfehlen. Für mich überwiegen ganz eindeutig die positiven Eigenschaften!

Eins habe ich aber noch: Einen schönen Gruß an den Lektor, aber auf Seite 47 hat der Gute doch etwas geschwächelt. "Abschlussprofile verwendet man dann, wo kein Übergang (...) möglich ist (...)".
Viele Grüße von
RolfJo
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