Lass' die Säge kreisen!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Bosch PKS 55 A - Testurteil gut 1 Kommentar
Vom 01.04.10 Geändert 2010-04-01 15:52:30
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Der Vorgänger der Bosch PKS 55 A ist eine 15 Jahre alte Black & Decker. Beim Vergleich fällt sofort auf, dass die Bosch wesentlich größer ist und somit auch schwerer. Statt Hartplastik bestehen die Griffe allerdings aus schönem weichen, griffigen Gummi. Das liegt einfach besser und angenehmer in der Hand. Auch die Grundplatte, auf der die Säge "fährt" in deutlich größer, was gut ist, um 45 Grad Schnitte zu machen und um sie in eine Führungsschiene einzubinden. Beim Einstellen von Grad-Schnitten verzog die Grundplatte der Black & Decker, sodass die Funktion eigentlich nicht zu gebrauchen war. Die Grundplatte der Bosch ist knüppelhart, wie es sein muss und verzieht kein Stück.

Schutz
Das erste Plus ist die Sicherung des Startknopf. Erst, wenn man mit dem Daumen einen roten Knopf drückt, kann man die Säge mit dem Zeigefinger starten. Das verhindert das versehentliche Starten! Absolut gut! Vor allem beim Einfügen der Säge in die Führungsschiene oder montieren des Seitenanschlags.
Das Blech, dass das Sägeblatt unten abdeckt, geht beim lossägen perfekt nach oben, als wäre es garnicht da. Bei der Black & Decker musste man es immer mit der Hand anheben damit es nicht am Werkstück hängen bleibt. Gute Arbeit vom Bosch. Auch der vernünftig, große Griff um den Schutz manuell hochzuziehen ist eine schöne Sache, da man so nicht das Geführl hat mit den Fingern schon halb auf dem Sägeblatt zu hängen.

Schnitte
Die Schnitte der Säge sind schön sauber für meine Ansprüche. Hauptsächlich habe ich OSB Platten bearbeitet. Bei Holz mit echten Fasern franst es aufgrund des groben Sägeblattes wohl aus. Bei OSB sind die Schnitte aber wirklich absolut perfekt! Auch der Parallelanschlag ist stabil und liefert gerade Schnitte. Soll es 100%ig werden, ist aber eine Führungsschiene das Beste.
An der Säge ist eine Anzeige, die exakt zeigt wo das Brett gesägt wird. Es wird hier auch die Schnittbreite berücksichtigt. Sodass man von beiden Seiten ausgegen kann. Die alte Black & Decker hat hier nur einen einfachen Pfeil. Ob dieser nun die innen oder außenseite des Sägeblattes anzeigt weiss ich nicht. Bei der Bosch die das perfekt gelöst. Die CutControl Funktion, die ein gläsernes Visier ist, das auf dem Holz aufliegt und perfektes Zielen ermöglicht finde ich bei einer Kreissäge sinnlos. Da man mit einer Kreissäge eh nur gerade schneiden kann/will. Um hier ein 100%iges Ergebnis zu erreichen, ist kein menschliches Auge in der Lage. Das Zielen einer Linie ist nunmal nicht so perfekt wie ein Parallel-Anschlag oder sogar eine Führungsschiene. Zwar ist das Anvisieren einer Linie mit CutControl deutlich besser möglich doch fällt mir keine Anwendung ein, bei der ich es einem Anschlag oder eine Führungsschiene vorziehen würde. Wie gesagt: Eine HKS ist für gerade Schnitte und die schafft auch CutControl nicht. CutControl ist auf diesem Gebiet der händischen Führung aber sicher das bestmögliche.

Späne-Box
Eine gute Idee ist die CleanSystem Box, die die Späne auffängt. Jedenfalls einen Großteil davon. Die Box ist allerdings verbesserungswürdig. Die Montage an der Säge ist einfach nur gesteckt. Ein einrastender Verschluss würde besser funktionieren. Da man die Box so mit Kraft in die Säge drücken muss. Der Deckel der Box klickt ein und ist gut verschlossen.

Sägen mit Führungsschiene
Ich habe eine Führungsschiene von Wolfcraft. Nicht von Bosch, da es hier nur Elemente von 60cm Länge (oder so) gibt, die zudem so viel kosten wie die komplette Wolfcraft Schiene mit 120cm Länge. Die Bosch Säge lässt sich aufgrund der großen Grundplatte schön in die Führungsschiene einbauen und nach einmaligem Anpassen immer wieder schnell in den Schlitten stellen und macht perfekt gerade Schnitte!
Einzig und allein das Stromkabel ist störend, da genau an dieser Stelle des Führungsschlittens eine Fixierung sitzt. Lässt sich durch umbiegen des Fixierarmes aber beheben.

Stabilität
Unfreiwillig musste ich auch diese schon testen: Beim Schleifen fiel, druch die Vibrationen der Werkbank, die schöne neue Bosch PKS 55 A einen Meter tief auf den Betonboden. Gelandet ist sie scheinbar auf dem Sägeblattschutz. Der war danach leider so verzogen, dass das Blatt nicht mehr laufen konnte. Da ich noch keine Zeit hatte, die Säge komplett zu zerlegen, habe ich den Schutz einfach so wieder gerade gebogen, sodass das Blatt wieder frei drehen kann. Der Schutz funktioniert dabei nach wieder vor perfekt auch beim hochklappen. Ich habe zwar das Sägeblatt losbekommen, wie es es da raus bekomme ich habe ich aber nicht kapiert und muss dafür nun erstmal die Anleitung lesen. Ich habe bisher noch nicht ganz viele Anleitungen für teschnische Geräte gelesen, da ich das sonst immer so verstehe. Hier leutet es mir aber nicht ein, wie ich das Blatt rausbekomme um die Blattschutz abzubauen und ihn ordentlich gerade zu biegen.
Ich komme nicht vom Bau und habe auch keine handwerkliche Ausbildung daher habe ich keine Ahnung ob eine Säge einen solchen Sturz aushalten muss. Fakt ist, dass es glaube ich schonmal vorkommen kann. Da die Säge aber auch sehr schwer ist, knallt es natürlich auch gut und es wirkt eine Menge Kraft. Sicher schwierig, das noch stabiler zu bauen.

Fazit des 1. Berichts:
Die Säge ist wirklich gut! Zu verbessern wäre die Befestigung der Spänebox. Die Beriche zur Säge sollten ja kritisch werden aber so wirklich etwas zu bemängeln hat man an dieser Säge wirklich nicht. Es ist schwierig etwas zu finden, das noch verbesert werden kann. Geärgert hat mich, dass die der Sägeblattschutz verbogen ist, dass ist aber natürlich eher meine Schuld und die Säge funktioniert auch noch problemlos wie neu. Das ist also schon wieder postiv anzumerken.


Ich werde weiter forschen und nach Schwachstellen suchen.


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Hallo Tiedi84,

danke für den Testbericht.

Hab mich nun auch zum Kauf einer PKS 55 A entschieden.

Danke.
Patrick
2016-08-05 18:37:49

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