Hol' den Hammer raus!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Dunkelblond trifft Bohrhammer!!! 0 Kommentare
Vom 11.07.10 Geändert 2010-07-11 17:55:01

Mir wurde die grosse Ehre zuteil, den Bohrhammer PBH 3000-2 FRE testen zu dürfen. Ausgerechnet ICH! Jippee!!!


Die Verpackung

Also dann, erst mal genau auf die Verpackung geschaut. Der Bohrhammer kommt in einem ausreichend grossen Koffer daher (super!!!), der im geschlossenen Zustand einen recht soliden Eindruck macht.

Beim näheren Hinsehen fällt mir auf, dass die Lösung mit den aussen eingesteckten Pappschildern nicht ganz glücklich gelöst ist. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis sie unansehnlich oder nass werden. Ausserdem gefallen mir die Löcher im Koffer nicht gut; eine komplett geschlossene Variante wäre meiner Meinung nach sinnvoller gewesen.

Beim Öffnen des Koffers fällt mir auf, dass das Oberteil etwas instabil wirkt. Die Aufteilung im Koffer ist so optimiert, dass es kein Problem ist, das Zubehör in verschiedenen Fächern unter zu bekommen. Wenn ein oder zwei der Fächer noch durch einen Deckel zu verschliessen wären, so dass die Kleinteile nicht herausfallen, wäre das der Knaller. Alternativ werde ich mal in meinem Küchenschrank suchen, ob ich noch die passende Kunststoffdosen finde, die zufällig genau in die Aussparung passen. ;)

Erwähnenswert finde ich noch, dass im Koffer selbst die Umrisse des Bohrhammers zu finden sind, so dass auch Blonde wissen, wie herum er in den Koffer gehört. :)


Die Bedienungsanleitung

Die Bedienungsanleitung ist mit fast 160 Seiten viel zu umfangreich, passt aber perfekt in die dafür vorgesehene Aussparung hinein. Nicht so toll finde ich, dass sie für vier verschiedene Bohrhammertypen geschrieben ist, so dass man immer erst schauen muss, welcher denn jetzt der richtige ist.

Allein die deutsche Variante der Anleitung inklusive Bilder (die übersichtlicher wären, wenn sie ausklappbar wären) würde übrigens nicht mehr als 20 Seiten beanspruchen. Vielleicht könnte man das mit zwei verschiedenen Anleitungen lösen, wie ich es auch von meinen Elektro-Großgeräten kenne. Die Sprachen, die man nicht benötigt, können dann direkt entsorgt werden.


Mein erster Eindruck

Der Bohrhammer selbst scheint mir solide verarbeitet und macht spontan einen super Eindruck auf mich. Das allererste, was mir positiv auffällt, ist das vier Meter lange Gummikabel. Spitzenmäßig, sag ich da nur! Genau, wie wir es uns gewünscht haben!!! (gibt’s das auch in pink? :))

Die einzelnen Schalter sind durchdacht angebracht, leichtgängig, einfach bedienbar und sogar mir als Laien sofort verständlich. Auch die Drehzahlregulierung gefällt mir super. Besonders toll finde ich, dass die Maschine über eine Vario-Lock-Einstellung verfügt, bei der man die Meißelstellung genau seiner individuellen Arbeitsposition anpassen kann. (Das wird mir später noch die Arbeit wesentlich erleichtern!)

Die gummierten Teile an der Maschine sorgen für guten Halt. Der Bohrfutterwechsel ist ein Kinderspiel und klappt sogar mit einer Hand. Das Gewicht von 3,3 kg ist auch völlig in Ordnung, da es meiner Meinung nach optimal verteilt ist.

Positiv finde ich auch, das Bosch zur serienmäßigen Ausstattung (Flachmeißel, SDS-Wechselbohrfutter, Schnellspann-Wechselbohrfutter, verstellbarer Halter, Tiefenanschlag) noch einen zusätzlichen Flach- sowie einen Spitzmeißel, Holzbohrer und Betonbohrer spendiert hat, damit wir auch ausreichend testen können.


Zum Test:

Den ersten Test des Bohrhammers haben wir gleich mit mehreren Community-Mitgliedern und Bosch-Mitarbeitern gemacht, denn wir waren beim Grillfest in Oyten und durften helfen, Ekaats betonierten Schacht zu zerbröseln. Erstaunlich, mit welcher Geschwindigkeit der Bohrhammer den Beton zerlegt hat. Alle hatten Spaß dabei und einigen fiel es sichtlich schwer, das Gerät an die wartenden Mit-Tester weiterzugeben ;)!


Zu Hause angekommen, hab ich dann sofort mit meinem eigenen Testgerät angefangen, die Fliesen im Keller abzuschlagen. Dank der Vario-Lock-Einstellung war auch das innerhalb kurzer Zeit erledigt (siehe Fotos). Das Positionieren und Feststellen der Meißelposition ist wirklich eine super Sache, so dass man seine individuelle Arbeitsposition beibehalten kann.
Die Arbeiten im Keller waren jedenfalls schneller erledigt als die späteren Aufräumarbeiten und das Staub wischen. :)

Übrigens fand ich nach der Arbeit am Meißel fast keinerlei Gebrauchsspuren. Ich hab mal ein Foto gemacht vom neuen und benutzten Meißel, da fällt es schwer, zu erkennen, mit welchem Teil gearbeitet wurde.


Für den Holzbohr-Test (Weiterbau unseres Meerschweinchen-Geheges) hab ich das Schnellspann-Bohrfutter aufgesetzt und alle Holzbohrer durchgetestet, obwohl ich eigentlich für meine Arbeiten nur zwei Größen benötigt hätte. Ergebnis: alle Bohrungen waren problemlos möglich. Das Arbeiten macht wirklich Spaß, und wenn man nicht gerade lange Zeit über dem Kopf bohren muss, ist es auch nicht so ermüdend wie zuvor gedacht.

Ich habe inzwischen auch noch angefangen (inspiriert durch Beiträge im Forum), 4-6 mm dicke Löcher in Holzstämme zu bohren, um ein Insektenhotel zu bauen. Nach längerem Bohren wurde das Gerät zwar deutlich warm, so dass ich beim Bohrerwechsel mit Handschuhen arbeiten musste, aber die Maschine hat ja auch super Arbeit geleistet!


Beim Bohren in Beton musste ich über Kopf arbeiten, um meine neuen Rollos anzubringen. Muskelkater hatte ich zwar später keinen, aber zwischendurch war mal ein kleines Päuschen nötig. Allerdings nur für mich, denn der Bohrhammer hat auch diesen Test souverän gemeistert. Echt kraftvoll, der Kleine!!!



Fazit:

Der PBH 3000-2 FRE ist meiner Meinung nach ein super bedienbares Allroundtalent für den normalen bis anspruchsvollen Hausgebrauch. Ob Bohren in verschiedene Materialien, Fliesen abschlagen oder Zerlegen von Betonteilen – alles kein Problem, sogar für mich als Laie!

Als Profigerät ist die Maschine wahrscheinlich eher nicht geeignet, aber dafür gibt’s ja auch die blaue Serie. Aber für den normalen Heimwerker kann ich die Maschine absolut empfehlen!

Und letztendlich möchte ich mich bei Bosch ganz herzlich dafür bedanken, dass ich diese wunderbare Maschine testen durfte, obwohl (oder etwa gerade weil?) ich eher noch Anfänger im handwerklichen Bereich bin.
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