PBH 2500 - größerer Bohrdurchmesser in Beton

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Mein Test des PBH 2500 SRE 1 Kommentar
Vom 27.08.12 Geändert 2012-08-27 12:39:20
Da gehörte ich also zu den glücklichen auserwählten, die den PBH 2500 SRE testen durften. Juhu! Als das Paket ankam habe ich es direkt aufgerissen, um Koffer und Maschine genauer in Augenschein nehmen zu können.  
Mein erster Gedanke war „Endlich mal ein Koffer mit Platz!“, wenn ich mir andere Bosch Maschinenkoffer dagegen so anschaue, ist dieser echt ein Raumwunder. Ohne Probleme finden dort 1-2 Bohrerkassetten platz und auch eine Bitbox ließe sich noch problemlos unterbringen.    
Mein zweiter Gedanke war „Endlich mal ein vernünftiges Gerätekabel!“. Bei meiner POF und meinem PEX bin ich zugegebenermaßen etwas enttäuscht, was das starre Plastikkabel angeht. Hier gibt es ein gummiertes Kabel mit einem vernünftigen Stecker, das einen sehr guten Eindruck macht. Allerdings wehrte diese Freude nicht sehr lange, als ich das Kabel in voller Länge betrachtete. Hier hätte Bosch ruhig mal einen Meter Kabel mehr spendieren können, um nicht immer auf eine Verlängerungsschnur angewiesen zu sein.    
Der Bohrhammer selbst hat ein angenehmes Gewicht und liegt gut in der Hand. Allerdings sieht es bei meinem Gerät so aus, als wäre es schonmal geöffnet worden. Ich weiss nicht, ob das typische Verarbeitungsspuren sind, normal sieht das jedenfalls nicht aus. Da die Maschine aber sonst top ist und auch super läuft, stört mich das nicht weiter.    
Also wieder zum Gerät. Alle Einstellmöglichkeiten sind eigentlich selbsterklärend und gut erreichbar. Was für mich etwas ungewohnt ist, ist der „vertauschte“ Rechts-/Linkslauf. Also, dass der Schalter für den Lauf entgegengesetzt aller meiner Akkuschrauber und meines alten Bohrhammers betätigt werden muss.    
Das Einsetzen eines Bohrers ist zunächst etwas „hakelig“, aber das schiebe ich einfach mal darauf, dass die Maschine neu ist und der Kunststoff des Bohrfutters noch nicht ausgeleiert ist ;-)      
Also ab geht’s ans Testen:  
Im Garten baute ich einen Zaun, für den ich Kanthölzer an vorhandene Maschendrahtzaunpfosten ( was ein Wort ) befestigte. Hierzu mussten die Pfosten durchbohrt werden. Mit einer niedrigen Drehzahl und einem Metallbohrer im Zahnkranzbohrfutter legte ich los. Das war bewusst mein erster Test, um ein wenig Gefühl für die Maschine zu bekommen und ich muss sagen, dass sich die Drehzahl extrem gut mit dem Gasgebeschalter regulieren lässt und der PBH auch so gut in der Hand liegt, dass man sich mit einer ruhigen Hand sogar das Körnen sparen kann.    
Für meinen zweiten Test befestigte ich eine kleine Bohrerablage in meiner Garage. Mein alter Bohrhammer quälte sich doch immer sehr durch den Beton der Fertiggarage. Um so überraschter war ich, wie schnell der PBH den Bohrer in der Wand versenkte. Da musste ich glatt aufpassen, dass ich nicht durch die Wand bohrte :-)    
Als nächstes widmete ich mich einer Überkopfarbeit, um endlich meine Leiter unter die Garagendecke zu hängen. Auch hier waren die Löcher schnell gebohrt und die Leiter an ihrem neuen Platz. Was hier allerdings negativ auffällt ist das doch sehr kurze Anschlusskabel. Ich persönlich empfinde es immer als ein wenig störend, mit einer Verlängerungsschnur auf der Leiter zu arbeiten, wenn die Stecker in der Luft rumbaumeln. Das war aber auch der einzige Kritikpunkt. Die Staubansammlung am Bohrfutter hielt sich in Grenzen und konnte schnell mit einem Lappen entfernt werden.    
Nun wollte ich den PBH mal einem Härtetest unterziehen. Mit Zahnkranzbohrfutter und 25mm Forstnerbohrer durchlöcherte ich eine alte Arbeitsplatte, um sie als Werkbank nutzen zu können. Ich habe so eine Arbeit schonmal durchgeführt; damals ist mir die billig Bohrmaschine, die ich mal im Baumarkt geschenkt bekam, buchstäblich abgeraucht. Mit dem PBH fraß sich der Forstner munter durchs Holz und die Wärmeentwicklung der Maschine war eher gering.    
Mein letzter Test sollte das Hämmern sein. Ich baue momentan eine kleine Sonnenterrasse und muss diese noch mit RC-Boden unterfüttern. Da ich noch alte Gehwegplatten rumliegen hatte, wollte ich sie mit untermischen. Dafür mussten sie natürlich zerkleinert werden. Also einen Meissel eingespannt und ab ans Werk. Ich hämmerte... und hämmerte … und hämmerte... und... hämmerte. Doch leider waren die Platten völlig unbeeindruckt. Auch das Hohllegen der Platten brachte kein besseres Ergebnis. Also brach ich den Test hier ab und kloppte die Steine dann doch von Hand mit je einem Hammerschlag klein. Schade, aber ich denke, das war auch ein etwas übertriebener Test. Für kleinere Stemmarbeiten sollte der PBH hoffentlich ausreichen. Leider stehen bei mir solche Arbeiten momentan leider nicht an.        
Mein Fazit: Der PBH2500 ist eine sehr gute Heimwerkermaschine mit ordentlich Wums, wenns ums Schlagbohren geht. Er liegt super in der Hand und dank des geringen Gewichts werden die Arme auch bei längeren Arbeiten nicht müde. Bohren in Beton gehörte bisher nicht gerade zu meinen Lieblingsaufgaben, das könnte sich aber jetzt ändern, wenn ich an den schnell Bohrfortschritt denke.  
Ich möchte mich nochmals bei Bosch für die Auswahl als Produkttester bedanken, achja.. und natürlich für meine neue Lieblingsaufgabe :-)  
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 226769&posted=1#post226769.
2012-09-10 16:36:24

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