Der Bandschleifer PBS 75 AE – hoher Abtrag bei vielseitigen Anwendungen

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Meiner heißt Godzilla 7 Kommentare
Vom 28.03.13 Geändert 2013-03-28 09:57:42
Der Bosch Bandschleifer PBS 75 AE Set im Test



Vorbemerkung

Einen Bericht von fast 40 DIN-A4-Seiten und über 90 Fotos hier unterzubringen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Daher habe ich beschlossen, an dieser Stelle eine etwas "gestauchte" Fassung zu veröffentlichen. Das gesamte Dokument (PDF - ca. 3 MB) kann von meinem Web-Bereich heruntergeladen werden (www.wclsc.de/12do/t01_pbs.pdf).

Dort können auch die Besprechung des von mir separat gekauften Schleifrahmens sowie meine Erfahrungen mit den gebotenen Informationen zum Bosch-Zubehör nachgelesen werden.



1. Einleitung

Im Folgenden wird der Bosch Bandschleifer PBS 75 AE Set vorgestellt, einem Praxistest unterzogen und dabei Vorteile und Nachteile herausgearbeitet.

Das Modell AE verfügt gegenüber dem herkömmlichen Bandschleifer PBS 75 A (ohne E) über eine Regulierung der Bandlaufgeschwindigkeit (200–350 m/min gegenüber festen 350 m/min) sowie eine höhere Nennaufnahmeleistung (750 W gegenüber 710 W).

Das Set enthält zusätzlich eine Aufnahme des Schleifers zum Stationärbetrieb (HBS – Halter für den Bandschleifer), zwei Schraubzwingen sowie einen kombinierten Parallel- und Winkelanschlag.

Zusätzlich zum erhaltenen Modell habe ich mir aus dem Bosch-Zubehör den Schleifrahmen (Bosch-Teile-Nr. 2 608 005 026) und den Absaugadapter (Bosch-Teile-Nr. 2 600 499 045) gekauft. Ferner wurden weitere Bosch-Schleifbänder in den Körnungen 40, 60, 80, 150 besorgt.

Da dies mein erster Testbericht ist, freue ich mich über jede Art von Kritik. (Umgehen kann ich allerdings nur mit positiver ;–)



2. Trockenübungen / Vor dem ersten Einschalten

2.1 Der erste Eindruck

Das recht schwere, leider etwas zerfledderte Paket lag etwa 1 Woche nach Bekanntgabe der Testpersonen im Forum vor meiner Haustür (Bild 1).

Einige andere Tester haben wohl ebenfalls mehr oder weniger beschädigte Verpackungen erhalten, was umgehend berichtet wurde. Das eigentliche Testgerät und der Koffer jedoch waren vollkommen unbeschädigt.


2.2 Der Koffer / Der Lieferumfang

Ein inzwischen wohl nicht mehr selbstverständlicher Gerätebestandteil ist ein vernünftiger Koffer zum Schutz und zur Aufbewahrung von Elektrowerkzeugen. Der PBS 75 AE Set wird in einem sehr stabilen geliefert. Alle Bestandteile können neben ein paar zusätzlichen Bändern problemlos untergebracht werden. Der Parallelanschlag muss zerlegt werden, um im Koffer aufgenommen zu werden. Auch der separat erhältliche Absaugadapter passt noch hinein. Für den separat erhältlichen Schleifrahmen ist kein Platz mehr.

Bedauerlich ist die Tatsache, dass nur ein einziges Schleifband mitgeliefert wird. Ein Band der Körnung 80 beizulegen stellt zwar einen guten Kompromiss dar, aber im Bosch-Zubehör gibt es ein schönes 3er-Set aus K60/80/100 (2 608 606 078 – Seite 456), das wenigstens dem Set-Gerät gut gestanden hätte.

Die Gewichtsverteilung des Koffers ist hervorragend gelungen. Beim Tragen bleibt er schön mittig und zieht nicht wie andere nach vorne oder hinten am Handgelenk. Ein kleines Detail noch: Die beiden Stege im Kofferdeckel über der Ablage des Parallelanschlags sind zu lang. Wenn man so faul ist wie ich und die Zwingen nicht nach jedem Gebrauch wieder zusammenschraubt, stößt der Bügel an, die Nase verbiegt sich und der Koffer schließt nur schwer. Das wiederum belastet unnötig das Kofferscharnier.


2.3 Die Bedienungsanleitungen

Als langjährigen technischen Redakteur interessieren mich die Betriebsanleitungen (BA) natürlich besonders. Zwei Stück werden mitgeliefert, eine für den Schleifer selbst und eine für die Stationärhalterung.

Die BA selbst ist Bosch-üblich auf das Wesentliche beschränkt, leicht verständlich und in 14 Sprachen verfasst. Erstmals habe ich eine Anleitung gesehen, die über ein (unbeschriftetes) Seitenregister verfügt. Hier schwächelt Bosch: Wenn man so etwas endlich einführt, dann sollte das Register für alle  Sprachen existieren, nicht nur für die ersten acht, und stimmen sollte es auch. Schade. Das ist gewollt, aber nicht gekonnt (Bild 2).

In der BA zum Halter wird nicht gezeigt, dass das Gerät auch umgekehrt montiert werden kann. Für die Darstellung der Montage des Parallelanschlags sicherlich sinnvoll, sollte so eher nicht gearbeitet werden (Man beugt sich über das Werkstück.).

Der Parallelanschlag kann über zwei Gewindebohrungen um 3 cm nach vorne oder hinten (in Bandlaufrichtung) versetzt angebracht werden. Warum das so ist, verschweigt die BA. Ich kann mir z.Z. ebenfalls keinen wirklichen Nutzen vorstellen und bin für alle Hinweise dankbar.

In den Sicherheitshinweisen wird darauf hingewiesen, das Gerät nur eingeschaltet gegen ein Werkstück zu führen (Seite 7, linke Spalte, unten). Im Großen Heimwerkerbuch von H. Schweizer (Powered by Bosch) steht jedoch als Tipp auf Seite 179, man solle das Gerät erst aufsetzen und dann einschalten. Verwirrend; also werde ich das später testen.

Abschließend sei angemerkt, dass sich im Handbuch noch die alte Service-Rufnummer befindet. Solche Telefonnummern können sich durchaus einmal ändern. Künftige Auflagen der BA sollten das aber berücksichtigen.


2.4 Der Bandschleifer

Beim ersten Anblick des Gerätes – Ich hatte noch nie das Vergnügen – dachte ich sofort: Was für ein Monster! Daher heißt meiner inzwischen Godzilla (Bild 20).

Die Bosch-grün-übliche Windschlüpfrigkeit fehlt diesem „bleiernen Toastbrot“ völlig. Womit wir bereits beim Gewicht wären: 3,5 kg bringt der Bandschleifer auf die Waage, nicht zuletzt dank des unteren Gehäuses aus Aluminium-Guss. Deckenarbeiten werde ich daher nicht vornehmen. Natürlich hat das Gewicht sein Gutes: Man kann das Gerät alleine durch sein Eigengewicht die Arbeit verrichten lassen. Insgesamt macht der PBS einen hochwertigen Eindruck.

Nach dem Auspacken habe ich mir als erstes die Hände an der Staubauslassöffnung völlig mit Öl verschmiert. Dies war auch bei anderen Testern der Fall. Ein Mitarbeiter von Bosch hat diesbzgl. im Forum zwar Entwarnung gegeben: Das Öl trete aufgrund der Lagerung aus einem Kugellager aus und hätte keinerlei negative Auswirkungen auf die Funktionalität des Schleifers. Aber aus irgendeinem Grund wurde das Öl schließlich in das Lager eingebracht und fehlt nun dort. Das sollte in jedem Fall behoben werden, denn es erspart nicht zuletzt dem Bosch-Kundendienst Anrufe besorgter Käufer.

Das Anschlusskabel besteht wie (fast) immer bei Bosch-grün-Werkzeugen aus PVC. „Die[se] Leitungen sind nicht geeignet für die Verwendung im Freien, in gewerblichen Betrieben oder zum Anschluss von gewerblich genutzten Elektrowerkzeugen.“ Hier wäre eine bessere Zuleitung aus Gummi wünschenswert. Gravierender empfinde ich jedoch die Länge des Kabels ... resp. seine Kürze. Gerade einmal 2 m wurden dem Anschluss gegönnt. Stolperfallen in Form herumliegender Verlängerungs-Steckverbindungen sind vorprogrammiert (Bild 3). Für mich stellt das ein klares Sicherheitsrisiko dar.

Zum ersten Mal halte ich ein Bosch-grün-Gerät in Händen, bei dem die Staubfangbox nicht einfach nur aufgesteckt wird. Mit einer Rändelschraube wird sie an der Staubausblasöffnung festgeklemmt – eine sehr gute Lösung! Leider gilt das nicht für den separat erhältlichen Absaugadapter. Der wird lediglich aufgesteckt. Erstaunlicherweise ist er dennoch während meiner Tests nicht einmal heruntergerutscht.

Der Schleifbandwechsel geht sehr einfach und schnell vonstatten: Spannhebel ziehen, altes Band runter, neues Band drauf, Hebel drücken, fertig. Hat man aber kein Band auf dem Schleifer, den Hebel allerdings in die Maschine geschwenkt und zieht ihn, um ein Band aufzulegen, wird die vordere Rolle nicht weit genug zurück gezogen. Man muss mit der Hand nachhelfen und die Transportrolle nach innen schieben. Befindet sich ein Band auf dem Schleifer genügt dessen Eigenspannung, um die Rolle beim Lösen nach hinten zu schieben.

Der Laufrichtungsanzeiger am Gerät ist schlecht erkennbar. Eventuell könnte man ihn einfärben. Nach kurzer Zeit allerdings weiß man, wie herum das Band gezogen wird.

Alle Bedienelemente sind gut erreichbar und greifbar, der Schleifer liegt insgesamt sehr gut in der Hand. Die Maschine ist für Rechts- und Linkshänder gleichermaßen geeignet. Den für mich als Rechtshänder ungewohnten Linkshandbetrieb – rechte Hand vorne – empfinde ich sogar etwas angenehmer (Der vordere Griff ist nicht gänzlich symmetrisch.).

Die Geschwindigkeitswahl erfolgt wie bei Bohrmaschinen über ein kleines Rädchen am Hauptschalter. Es rastet in den Stellungen 1–5 gut ein und hat sich Betrieb nicht verstellt, eine gute Lösung also.

Der vordere Griff kann entfernt werden, um weiter in Ecken zu gelangen. Man gewinnt dadurch etwa 5 cm. Dazu sollte man den Schleifer auf den Rücken schleudern. Die Schraube wird im Inneren des Griffs durch eine Mutter gehalten, die Mutter jedoch durch nichts! Sie fällt in normaler Lage des Schleifers sofort heraus, hüpft vom Tisch und ist erst einmal (oder für immer) weg.


2.5 Der Halter zum Bandschleifer

Die Montage des Halters am Gerät erfolgt einfach über zwei Rändelschrauben. Die Verdrehsicherung hierbei finde ich sehr pfiffig gelöst (mittels zweier unterschiedlich langer Schrauben und unterschiedlich tief gesetzten Gewinden im Gerät).

Ebenfalls sehr gut gelöst ist die Möglichkeit, den Schleifer bzw. den Halter von beiden Seiten am Tisch montierbar zu machen. Leider besitzen die Zwingen lediglich eine Spannlänge von 85 mm. Daher kann ich die Vorrichtung weder an meiner Werkbank noch an der Hobelbank meines Vaters montieren (Bild 4). Hier wünsche ich mir eine andere Lösung, evtl. die Möglichkeit, herkömmliche Schraubzwingen verwenden zu können.

Eine der Tischklemmen steht weiter vor als die andere. Sie stößt an eine Schraube an. Das tut der Funktionalität zwar keinen Abbruch, muss aber eigentlich nicht sein.

Zwischen Parallelanschlag und Schleifoberfläche ist ein Spalt von ca. 3 mm. Der Anschlag kann also frei über dem Band befestigt werden. Der Parallelanschlag kann um 30 mm nach vorne (bzw. hinten) versetzt werden. Warum das notwendig sein könnte ist mir nicht bekannt. Die BA schweigt hierzu. (Für Hinweise, warum das sinnvoll bzw. notwendig sein könnte, bin ich dankbar.)

Die Senkrechtmontage des Schleifers ist sehr fummelig: Eine Hand hält das Gerät, die andere die Tischklemme und die andere schraubt die Klemme fest ... Entweder sollte eine 3. Hand oder eine 2. Person mitgeliefert werden oder eine andere Lösung gefunden werden. Schuld an der Misere ist die starke Frontlastigkeit bzw. Vom-Tisch-nach-vorne-wegkipp-Liebe des Schleifers während der Montage. Irgendwann hat man es dann aber doch geschafft.

Die Demontage hingegen erwies sich als sehr einfach. Der Schleifer wird am oberen Griff gehalten und dann nacheinander die Tischklemmen gelöst und abgezogen.

Der Parallelanschlag kann zusätzlich noch im Bereich von 90° bis 45° gekippt werden. Leider verdecken die Feststellschrauben die Winkelskala und die Markierungen. Auch hierfür sollte eine bessere Lösung (z.B. Flügelmuttern) gefunden werden.



3. In der Praxis

3.1 Erste Eindrücke

Beim ersten Einschalten des Schleifers wurde ich angenehm überrascht. Kein Rucken geht durch das Gerät. Sanft fährt das Band los und ist nach kürzester Zeit auf Arbeitsgeschwindigkeit. Weniger angenehm ist der Lärm, den der PBS macht. Gehörschutz ist ein unabdingbares Muss.

Ebenfalls sofort ist mir aufgefallen, dass das Schleifband um 1–2 mm senkrecht zur Längsachse „eiert“. Es rutscht aber nicht herunter. Dabei handelt es sich wohl um fertigungsbedingte Toleranzen bei den Schleifbändern.

Bei einem ersten Schleiftest an einem Stück Restholz konnte ich keinen nennenswerten Unterschied feststellen, ob der Schleifer zuerst eingeschaltet wird und dann auf das Werkstück aufgesetzt oder umgekehrt. Beim aufgesetzten Einschalten muss man lediglich darauf achten, dass der Schleifer nicht davon fährt. Irgendwelche Dellen beim eingeschalteten Aufsetzen habe ich nicht ins Holz geschliffen. (Vielleicht war ich nur vorsichtig genug.)

Aufgrund seines gewaltigen Vorschubdrangs lässt sich der Schleifer sehr leicht führen. Die Hand am vorderen Griff sorgt lediglich dafür, dass der PBS in seiner Bahn bleibt, die Hand hinten am Griff regelt den Vorschub bzw. bremst das Gerät. Aufgrund seines hohen Gewichts ist zusätzlicher Druck von oben nicht notwendig.

Die Anleitung rät dazu, die Staubbox bei kontinuierlichem Arbeiten etwa alle 5 min zu entleeren. Nach etwa 10 Minuten planlosen Herumschleifens mit dem mitgelieferten K80er Band ist die Staubbox lediglich zu einem Drittel gefüllt. An den Zugängen zur Staubbox tritt trotz allem Schleifstaub aus, wenig zwar, aber doch. Das Schleifband hat sich so gut wie nicht zugesetzt. Man kann also ruhigen Gewissens eine Weile schleifen ohne die Staubbox zu entleeren. Der Füllstand in der Box ist recht gut zu sehen, das Abklemmen vom Adapter – insbesondere mit Handschuhen – jedoch etwas fummelig. Im Weiteren habe ich jedoch meinen Werkstattsauger über den optional erhältlichen Adapter an den PBS angeschlossen.

Weniger schön fand ich während der ersten Betriebsminuten, dass man das Band ständig nachjustieren muss – nicht nur nach einem Schleifbandwechsel. Obwohl der Schleifer lediglich vor und zurück bewegt wurde, scheinen kleinste Querführungen dazu zu führen, dass sich das Band ans Gehäuse legt und daran aufreibt. Wird nicht nachjustiert, können sehr unschöne Dinge passieren – dazu später mehr.

Ebenfalls negativ auffällig ist die Tatsache, dass es im unteren Drehzahlbereich bei Arretierung des Ein-/Ausschalters zu einem deutlichen Leistungsabfall kommt, selbst ohne Last. Geschwindigkeits-Vorwahlstufe 3 arretiert ist keinen Deut besser als Stufe 1 vollständig durchgedrückt. Diese Diskrepanz wird zwar bis zu höchsten Stufe 5 immer kleiner, ist aber auch dort vorhanden. Möglicherweise handelt es sich um einen Konstruktionsfehler der Arretierung/Feststelltaste.


3.2 Projekt 1 – Die lackierte Kiste

Im 1-2-do.com-Forum sind nicht wenige Mitglieder (und Mitgliederinnen) der Ansicht, ein Bandschleifer eigne sich nicht zum Schleifen lackierter Oberflächen. Das Bosch Produktmanagement ist da anderer Meinung – nicht zuletzt aufgrund der neuen, regulierbaren Drehzahlvorwahl. In diesem Projekt wird eine lackierte Holzkiste (meiner Freundin - Bild 5) von ihrem Anstrich befreit und aufgearbeitet. Getestet werden soll hierbei insbesondere

  • das Schleifen lackierter Oberflächen,
  • das Schleifen größerer Flächen,
  • der nicht-stationäre sowie der stationäre, vertikale Betrieb,
  • die Arbeit mit dem Schleifrahmen (im PDF).

Zunächst wurde die Kiste so weit wie möglich zerlegt. Entfernt habe ich den Deckel und die beiden Fußleisten. Letztere werden später noch eine Rolle spielen. Die Seitenteile sind Schwalbenschwanz-gezinkt. Diese habe ich erst so belassen, da die Schwalben zusätzlich vernagelt sind. Auch die Bodenbretter blieben aufgrund der vielen langen, rostigen Nägel dran. Die Nägel selbst wurden mit einem Durchtreiber tiefer ins Holz geschlagen.

Nun musste die Kiste in eine vernünftige Arbeitsposition gebracht werden. Hierzu habe ich sie einfach auf einen Rollenbock PTA 1000 gestützt und mit zwei Zwingen vor die Werkbank gespannt (Bild 6).

Jetzt kann es an das Abschleifen der Farbe gehen. Ich habe nacheinander drei Bänder der Körnungen 60, 80 und 150 verwendet. Im Bild ??? ist zu sehen, dass bereits nach dem zweiten, dritten Überfahren mit der 60er Körnung (Drehzahl 2–3, damit nicht zu viel Hitze erzeugt wird und sich das Band zusetzt) einer Stelle das Holz durchkommt. Ich bin hier zunächst im Kreuzgang über die Fläche gefahren, also zuerst quer zur Faserrichtung, dann längs dazu. Wurde an einer Stelle Holz sichtbar, habe ich an anderen Stellen weiter gemacht, bis die Farbe zum größten Teil entfernt war (Bild 7). Dann wurde auf die feinere 80er Körnung gewechselt und abschließend nochmals die gesamte Fläche mit dem 150er Band geglättet (höchste Drehzahl 5).

Jedes Mal, wenn ein neues Band aufgezogen wird, sollte/muss man den Bandlauf neu justieren. Es wäre schön, wenn für derart häufige Arbeiten ein entsprechendes Werkzeug (T20-Schraubendreher) mitgeliefert würde.

Auch ohne den Einsatz eines Schleifrahmens sind die Oberflächen schön glatt, wohl aber ein wenig „wellig“, was mich in diesem Fall (robuste Hobby-Kiste) nicht weiter gestört hat (Bild 8). Selbst an den Hirnholzstellen der Zinkung sind keinerlei Ausrisse erkennbar. (Es wurde in Faserrichtung der Seitenbretter geschliffen. - Bild 9)

Im Bild 10 ist der Füllstand der Staubbox nach Schleifen einer Seite zu sehen. Ich konnte also getrost alle weiteren Flächen schleifen ohne mir über ein Entleeren der Box Gedanken machen zu müssen.

Im Bild 11 sind die drei verwendeten Schleifbänder (v.l.n.r. K60, 80, 150) nach Beendigung aller Schleifarbeiten an allen Kistenseiten zu sehen. Lediglich das 150er Band hat sich etwas zugesetzt.

Nicht mehr zu sehen auf Bild 12 ist jedoch bereits nach kürzester Zeit jedwede Markierung der so wichtigen Bandlaufrichtung. Man sollte daher bei häufigeren Bandwechseln die Innenseite mit einem dicken Filzstift umgehend markieren. Hier handelt es sich wohl um ein prinzipbedingtes Manko.

Doch kommen wir nun zum allergrößten Ärgernis meiner Tests: dem enormen Schleifbandverschleiß.

Dass etwas nicht stimmen kann, wurde mir sofort bewusst, als ich dieses ratternde Klopfen während der Arbeit hörte und spürte. Wer als Kind noch auf nicht verschweißten Bahnschienen Zug gefahren ist, kann sich jetzt vorstellen, wie sich das angefühlt und -gehört hat. Was war geschehen?

Obwohl der Schleifer nur vor und zurück bewegt worden war, haben vermutlich kleinste Querbewegungen dazu geführt, dass sich das Band auf der Antriebs- und Abtriebsrolle in Richtung Gehäusewand verschoben hat. Dort wurde es aufgerieben, ist eingerissen und hat sich unter das Schleifband geschoben (Bild 13).

Früher oder später hat es bislang alle meine Bänder mehr oder weniger stark am inneren Rand verschlissen. Daher ist auch das erneute Aufziehen eines einmal gebrauchten, so beschädigten Bandes sehr fummelig. Sicherlich sollte man diese Bänder nicht mehr weiter verwenden, aber alle 5 Minuten ein neues Band aufziehen kann nicht im Sinne des Erfinders sein. Eine ebenso häufige Neujustierung der Bandlage genauso wenig.

In einem extremen Fall wurde von einem Band sogar ein fast 1 cm breiter Streifen ringsum komplett abgetrennt. Der hat sich dann so in das Geräteinnere verkrochen, dass ich den PBS erst einmal auseinandernehmen musste. Im Bild 14 habe ich zwei beschädigte Bänder hintereinander gelegt. Im Vordergrund befindet sich das (ziemlich sauber) abgetrennte Band. Am Band im Hintergrund kann man schön die ausgefranste Kante sehen.

Für mich wäre so etwas ein eindeutiger Grund, ein solches Gerät nicht zu erwerben. Möglicherweise bediene ich den Bandschleifer aber auch nur falsch. Sollte Letzteres der Fall sein, wäre es schön, wenn Bosch dem Kunden sagte, wie man es richtig macht. Ich bin sicherlich nicht der einzige, der zum ersten Mal eine solche Maschine ohne Einweisung durch einen Sachkundigen in die Hand nimmt.

Der Kistendeckel ist stark gewellt. Daher wird an ihm der Einsatz des optional erhältlichen Schleifrahmens getestet. Informationen hierzu sowie zu meinem Desaster mit dem Werkstück können im PDF nachgelesen werden. (Für Ungeduldige: Bei dem Deckel handelte es sich nicht um Massivholz wie bei den Seiten oder dem Boden sondern um eine Tischlerplatte. Die war so stark gewellt, dass ich irgendwann komplett durch die Furnierschicht geschliffen hatte. Ab damit ins Regal der letzten Ruhe.)

Bevor ich nun das Projekt als gescheitert erklären wollte, habe ich die restlichen Arbeiten an der Kiste in Angriff genommen.

Wie bereits erwähnt waren die nun farblosen Wände etwas wellig. Also bin ich darüber erneut gegangen, diesmal mit dem Schleifrahmen. Das ging inzwischen sehr gut, und auch die Oberfläche ist nun sehr eben.

Es gab aber noch weitere Schleifarbeiten: Beim Zerlegen der Kiste fielen zwei Fußleisten an, die an der Vorderseite abgerundet sind. Auch hier muss der Lack weg. Das Schleifen von gerundeten Kanten soll nun getestet werden. (Analog sollte auch das Abrunden von Ecken möglich sein.) Hierzu habe ich den PBS im Halter in vertikale Position gebracht.

Als erstes wurden die Stirnseiten bearbeitet, dann die Rundung (Bild 15) und schließlich die langen geraden Seiten ringsum. Wiederum für das Schleifband problematisch ist das Vorbeischieben einer Leiste quer zur Bandlaufrichtung. Die scharfen Kanten bereits geschliffener Seiten haben erneut das Band an der Seite beschädigt. (Ich schiebe das in die Rubrik „Anwenderfehler“)

Der Auflageteller hat sich während der Arbeiten nicht verstellt und seine 90°-Einstellung beibehalten.

Im Bild 16 ist schön der Unterschied zwischen unbearbeiteter Leiste (hinten) und fertig geschliffener (vorne) zu sehen. Das Bild unten rechts zeigt den Inhalt der Staubfangbox nach dem Ende des Leistenschleifens … und das größte Problem des vertikalen Stationärbetriebs: den Staubfang, bzw. den Staub-Nicht-Fang. Der meiste Schleifstaub hatte sich nämlich unter dem Schleifer auf dem Boden angesammelt.

Für schmale Leisten/Latten ist die kurze, 6 cm tiefe Auflage durchaus ausreichend. Sollen aber etwas größere Werkstücke geschliffen werden, kommt man nicht umhin, sich eine passende Vorrichtung mit größerer Auflagefläche zu basteln.

Nun zu den bandschleiferlosen Restarbeiten an meiner Projekt-Kiste:

  1. Die z.T. noch losen Bodenbretter wurden festgenagelt.
  2. Die in den Brettern vorhandenen Löcher (Wurmfraß) wurden mit Holzpaste zugeschüttet.
  3. Alle Oberflächen wurden mit dem Exzenter- und dem Schwingschleifer bis K240 feingeschliffen.
  4. Die beiden Fußleisten wurden wieder an den Boden geleimt und genagelt.
  5. Aus dem Baumarkt habe ich mir in aller Eile ein Brett Kieferleimholz als neuen Deckel besorgt.
  6. Um den Deckel gegen Wölben zu sichern habe ich zwei Querleisten gesägt, diese mit dem Hobel und dem Bandschleifer (Vertikal-Montage) angefast, auf das Brett geleimt und vernagelt.
  7. Anschließend wurden alle Kanten innen und außen gebrochen.

Folgende Arbeiten habe ich noch vor mir:

  1. Da ich noch einen Rest Lasur im Regal stehen habe („Des Zeuch muss wech!“), wird die Kiste mahagonifarben lasiert.
  2. Mit neuen messingfarbenen Beschlägen wird der Deckel an die Kiste montiert. (Zunächst wird der obere Rand soweit herunter gehobelt, bis die Taschen der bisherigen Klavierbänder vollständig entfernt sind. Danach werden für die Beschläge neue Einlässe herausgestemmt.)
  3. Damit der Deckel nicht komplett aufklappt und ggf. die Scharnierschrauben aus dem Holz reißt, wird eine Kordel durch zwei Ösen (eine im Korpus, eine im Deckel) geführt und mit einem kleinen Takeling gegen Durchrutschen gesichert.
  4. Ursprünglich waren Griffleisten rechts und links vorgesehen (siehe Ende Projekt 2). Als meine Freundin nun die Zinkung sah, meinte Sie nur: keine Griffleisten, richtige Kistengriffe. Alte. Also zeitlich 18./19. Jht. … Und deswegen sind auch noch keine dran. Meine Freundin hat die passenden noch nicht gefunden, und das kann dauern.

Die Kiste im jetzigen Zustand ist in Bild 17 zu sehen. Selbstverständlich werde ich das vollständige Projekt veröffentlichen, sobald alle Arbeiten komplett abgeschlossen sind.


3.3 Projekt 2 – Abrichtschleifen statt Abrichthobeln?

In diesem Projekt werden viele Einzelbretter geschliffen, die aus Paletten stammen. Aus ihnen sollen später einmal für mein Hobby Transportkisten entstehen. Getestet wird in diesem Projekt

  • der horizontale Stationärbetrieb,
  • das „Abrichtschleifen“ mittels Parallelanschlag.

Der Berg Palettenholz liegt nun schon seit Monaten in meinem Keller (Bild 18). Da ich über keine Abricht-Dickten­hobelmaschine verfüge, hat sich hier nicht viel getan. Das soll jetzt anders werden.

An und für sich ist diese Art des Schleifens eine sehr praktische Sache, und ich wäre enttäuscht, gäbe es diese Möglichkeit nicht. Für mein Vorhaben scheint der Stationärbetrieb jedoch nicht geeignet zu sein:

  • Die Breite des Schleifbands ist zu schmal. Ich müsste den Parallelanschlag entfernen und die Brettchen quer über den Schleifer schieben.
  • Auch wenn der Anschlag am Maximum steht, so kann dennoch nicht abgerichtet werden. Es werden keine exakten 90° erreicht. (Verstellt hat er sich aber während meiner Arbeiten nicht.)
  • Die Abtragsleistung ist immer noch zu gering für mein Vorhaben. Ich hatte etwa 30 Minuten an 2 Brettern geschliffen, ohne dass diese nennenswert dünner geworden wären. (Im Bild unten handelt es sich um ein gewölbtes Brett, das selbst nach mehreren Durchgängen an den Rändern noch sägerauh ist.)

Im Gegensatz zum Vertikalbetrieb wurde hier der Staub wieder vernünftig der Staubbox zugeführt.

Es ist ganz klar, dass ich mit meinen Vorstellungen falsch gelegen bin und wohl doch nicht um die Anschaffung eines Abricht- und Dicktenhobels herumkommen werde. Schade. Für schmale Leisten und das Fasen von Kanten jedoch funktioniert der PBS in dieser Variante ganz hervorragend. Eine sehr praktische Sache.


3.4 Projekt 3 – Werkzeug schärfen

Wir kommen nun zum Testschleifen von Metall. Da im Moment keinerlei Profile, Geländer oder Automobile in meiner Werkstatt herumliegen, habe ich mich meiner inzwischen doch recht stumpfen Spaltmittel „Axt“ und „Beil“ erinnert. Getestet wird in diesem Projekt

  • das Schleifen von Metall

Bosch selbst hält den PBS für Metallarbeiten geeignet. Bosch-blau bietet sogar zwei entsprechende Bänder an. Ich werde den Test allerdings mit den bereits vorhandenen roten (Holz-)Bändern durchführen.

Am zweckmäßigsten erschien mir hierfür erneut der vertikale Stationärbetrieb. Man muss sehr vorsichtig und sanft zur Arbeit gehen, da das umlaufende Band ständig versucht, das Beil nach unten zu zerren. Es kann dann u.U. sogar zum Abriss des Bandes kommen. Bei Arbeiten dieser Art muss unbedingt eine Schutzbrille getragen werden! Alles in Allem hat das Schleifen es recht gut funktioniert, allerdings würde ich künftig – wie schon öfter – hierfür wohl wieder meinen Schwingschleifer verwenden. Abschließend wurden die Klingen noch mit einem Schleifvlies vom gröbsten Rost befreit und mit ein wenig Öl eingerieben (Bild 19). Der nächste Ster Lagerfeuerholz kann kommen.

Selbstverständlich würde ich meine japanischen Küchenmesser dieser Prozedur nicht unterziehen, aber für  die hier verwendeten „groben“ Werkzeuge funktioniert der PBS als Schleifstein-Ersatz ganz hervorragend.



4. Fazit

Der Bandschleifer und ich werde wohl keine richtig guten Freunde werden. Dafür ist in allererster Linie die Zerstörung nahezu jedes eingesetzten Schleifbandes verantwortlich. Da ich so ein Gerät zum ersten Mal in Händen gehalten habe, will ich nicht ausschließen, dass dafür der Bediener der Maschine verantwortlich ist (ohne irgendeinen Namen nennen zu wollen).

Was mich darüber hinaus Abstand zum PBS halten lässt, ist die Tatsache, dass ich wohl sehr selten Anwendungsfälle haben werde, die in das Haupteinsatzgebiet eines Bandschleifers fallen. Alle anfallenden bzw. angefallen Schleifarbeiten kann ich genauso gut, wenn nicht besser (Endschliff), mit meinem Exzenterschleifer erledigen.

Positiv überrascht war ich davon, wie schnell das Kraftpaket meine Truhe von seiner Farbe befreit hat. Wer solche oder ähnliche Arbeiten öfter zu erledigen hat, der sollte durchaus mal einen Blick auf den PBS werfen.

Die Möglichkeit des Stationärbetriebs wertet den PBS 75 AE Set deutlich auf.

Aufgrund der gemachten Erfahrungen würde ich ich ein derartiges Gerät wohl niemals kaufen. Jetzt, da ich aber eines besitze, werde ich es wohl öfter verwenden.

Den separaten Absaugadapter sollte sich jeder zulegen, der seinen Schleifer an den Werkstattsauger anschließen möchte.



5. Die Fragen des Produktmanagements

5.1 Welche Projekte hast Du mit dem PBS gemacht?

a) Abschleifen einer Kiste/Truhe.
Material: Holz, lackiert
Arbeitsweise: Freihand und stationär, ohne und mit Schleifrahmen

b) Abschleifen von Palettenbrettern
Material: Holz, unbehandelt
Arbeitsweise: Stationärbetrieb, horizontal

c) Schärfen von Werkzeugen
Material: Metall (Stahl)
Arbeitsweise: Stationärbetrieb, vertikal

Die Details zu den Projekten finden sich oben.


5.2 Wie beurteilst Du die Leistung des PBS?

An und für sich handelt es sich bei dem Bandschleifer um ein kräftiges Tier, das in der Tat viel Material abtragen kann, wenn man es lässt. Verwundert hat mich der starke Leistungsabfall im unteren Drehzahlbereich, wenn die Bandgeschwindigkeit arretiert wird.


5.3 Wie leicht fällt Dir die Handhabung?

Die Handhabung des Bandschleifers im Freihandbetrieb ist dank der hervorragenden Ergonomie des Gerätes sehr einfach. Alle Bedienelemente sind gut zugänglich.

Die Montage des Bandschleifers im Halter für den vertikalen Stationärbetrieb ist aufgrund des (prinzipbedingt) labilen Gleichgewichts (Schwerpunkt befindet sich vor der Werkbank) sehr fummelig. Hier könnte evtl. eine andere Befestigungsweise Abhilfe schaffen.

Auch die Montage und Justage des Schleifrahmens sowie dessen Bedienbarkeit hat sich als sehr einfach erwiesen und war in kürzester Zeit erledigt. Lediglich ein evtl. Wechsel der Rahmeneinsätze (Bürste – glatt) gestaltet sich aufgrund der vielen Schrauben etwas zeitaufwändig. Hier wäre ggf. ein Klemmsystem eine Alternative.


5.4 Bist Du zufrieden mit Deinen Arbeitsergebnissen?

Ja, mit den Schleifergebnissen bin ich sehr zufrieden. Die Farbe wurde innerhalb kürzester Zeit entfernt und auch der Feinschliff hat mich überzeugt. (Dennoch gehe ich vor dem Ölen/Lasieren mit dem Schwingschleifer und noch feinerem Papier über das Werkstück – alte Gewohnheit.)


5.5 Erfüllt der PBS Deine Anforderungen und Erwartungen?

Hier gibt es ein ganz eindeutiges Jein.

Da ich mit Heimwerker-Bandschleifern noch keinerlei Erfahrungen hatte, war ich jedoch von den Ergebnissen positiv überrascht. Ein Bandschleifer kann sicherlich nicht überall eingesetzt werden, die Abmessungen insbes. am vorderen Griff sowie der hohe Abtrag sind nicht in jedem Projekt erwünscht. Wenn man ihn aber benötigen kann, dann nur ihn … oder einen Elektrohobel.

Da aber mein Bosch-Hobel PHO 3100 über keine Möglichkeit des Stationärbetriebs bietet, steht der PBS hier konkurrenzlos zur Verfügung.

Bezüglich der Verarbeitung meines Bretterstapels hatte ich meine Hoffnungen zu hoch bzw. falsch gesetzt. Andere Werkzeuge sind da besser geeignet. Meine Erwartungen wurden hier nicht erfüllt (was aber eindeutig an mir liegt).


5.6 Was können wir zukünftig am PBS verbessern?

Der Bandschleifer PBS 75 AE

Das Öl muss weg! Hat man sich die Hände verschmiert, ist der Kunde verärgert, später evtl. aufgrund eines vermeintlich vorliegenden Defekts verunsichert. Sollte sich der Ölauslauf nicht stoppen lassen, fände ich einen entsprechenden Hinweis (Einlegezettel) am Gerät sinnvoll.

Das Anschlusskabel dürfte gerne 1–2 m länger sein, evtl. aus Gummi (für den Außeneinsatz und ggf. die gewerbliche Nutzung).

Unklar bin ich mir über die vielen Beschädigungen an den Schleifbändern. Möglicherweise liegt hier ein Anwendungsfehler vor, möglicherweise aber auch ein konstruktives Manko. Das aber bedarf weiterer und intensiverer Untersuchungen.

Die Bedienungsanleitung sollte überarbeitet werden (Seitenregister und Service-Rufnummer korrigieren).


Das Set

Vielleicht könnte man das 3er-Schleifbandset K60/80/100 (2 608 606 078) als Standard beilegen – wenigstens dem PBS-Set.

Eventuell findet der Schleifrahmen in einem etwas breiteren Set-Koffer im Deckel ebenfalls Platz.


5.7 Würdest Du den PBS in Zukunft für weitere Projekte verwenden?

Da ich ihn nun schon einmal habe, werde ich den Bandschleifer auch in künftigen Projekten einsetzen. Das nächste steht bereits an: Meine Freundin hat ein Garagentor (Holz, lackiert), und wer streitet denn gern mit seiner anderen Hälfte, wenn es heißt: „Schatz, Du könntest ja jetzt mit dem neuen Schleifer mal eben schnell...“


5.8 Wie hat Dir die Set-Version für den Stationärbetrieb gefallen?

Der reine "freihändige" Schleifbetrieb ist nichts, was ich wirklich vermissen würde. Die Schleifleistung erhalte ich sicherlich auch mit meinen anderen Geräten, wenn auch nicht so schnell.

Aber!

Die Möglichkeit des stationären Einsatzes erweitert das Anwendungsspektrum des PBS 75 AE ungemein. Ich halte das Schleifen in Verbindung mit Halter und Parallelanschlag für so praktisch, dass ich jedem Interessenten jederzeit zu einem Set-Bandschleifer raten würde.

Die Set-Version hat mir äußerst gut gefallen und werde sie auch in Zukunft sicherlich oft nutzen.



6. Danksagung

Ich darf zunächst der Robert Bosch GmbH danken für ihr Vertrauen in meine Person, das Testgerät und die in keiner Weise selbstverständliche Tatsache, dass ich das Werkzeug nun zu meinen anderen „Grüngeräten“ stellen darf.

Als nächstes gilt mein herzlichster Dank den Mitarbeiter des 1-2-do.com-Portals und dem Testerauswahlgremium, dass ich für fähig und würdig genug befunden wurde, an einem Gerätetest mitwirken zu dürfen.

Danke auch an die Experten Dino Oberle sowie Robert_E, die mir im Experten-Chat und dem Forum einige Fragen beantworten konnten.

Abschließend gebührt mein Dank auch allen Mitgliedern des 1-2-do.com-Forums, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.
NEXT
Size does matter!
20/20 Size does matter!
PREV

Kommentar schreiben

Sehr ausführlich getestet und beschrieben!
2013-04-15 23:40:41

Das Problem mit den Schleifbänder kenne ich. Das Standartband wurde bei mir mit der Zentrierfunktion zu weit an den Rand gedrückt. Durch die Abstandseinstellung an der seitlichen Schraube (In meinem Video zu sehen) lässt sich das Problem lösen.
Sehr ausführlicher und guter Testbericht!
2013-04-17 07:29:27

Ein super Testbericht
Respekt vor so einer Leistung
2013-04-19 15:55:48

Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 330617#post330617.
2013-04-24 17:43:49

Da hast du dir ja wahnsinnig viel Mühe gegeben. Absolut Top auch wenn es nicht leicht fiel, wirklich konsequent alles hier durchzulesen.
2013-04-24 19:58:59

Chris87: Wie ich schrieb, _habe_ ich versucht, mit Hilfe der Justierschraube den Bandabstand zu korrigieren ;-)
2013-04-24 20:19:34

@Michael_ZZ
S U P E R TESTBERICHT.
Das man die Anschlag verschieben kann ist meiner Meinung da um auch bei schmal Teilen das Schleifband gleichmäßig abnutzen zu können.
Ich musste beim ganzen Test nur einmal nachjustieren und habe 6 Schleifbänder verbraucht, vielleicht passt bei deiner Maschine was nicht.
2013-04-24 22:25:40

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!