Der Bandschleifer PBS 75 AE – hoher Abtrag bei vielseitigen Anwendungen

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Mein Test zum PBS75AE 1 Kommentar
Vom 27.03.13 Geändert 2013-03-27 20:54:58
Also erstmal möchte ich mich bedanken, dass ich zu den glücklichen Auserwählten gehöre, die den PBS testen durften! Ich hätte mir die Maschine auf kurz oder lang wahrscheinlich auch so zugelegt, da ich schon länger mit dem Kauf eines Bandschleifers liebäugle und ich mich im Vorfeld schon über einige Vergleichsmaschinen informiert habe. Um so besser, dass ich evtl. mit meinem Produkttest noch etwas zu zukünftigen Produktverbesserungen beitragen kann.  
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich vorher erst einmal einen Bandschleifer in der ( zum Arbeiten ) in der Hand hatte und somit ganz unbefangen an den Test heran gehen konnte.  
Also.. auf geht’s!
   
Erster Eindruck:  
Das PBS-Set kommt in einem stabilen Koffer daher, in dem alles ( wackelfrei ) einen sicheren Platz findet. Ich finde den Koffer persönlich sehr gut, da er auch noch ausreichend Platz für ein weiteres Schleifbänderset liefert.  
Aber hier muss ich generell mal ein Lob aussprechen. Meine letzten 3 Bosch-Errungenschaften ( Bohrhammer, PEX und nun der PBS ) lieferten alle noch genügend Platz für Zubehör in den Koffern.  
Die Maschine selbst liegt sehr gut in der Hand, ich finde sie vom Gewicht her genau ausgewogen. Nicht zu leicht, nicht zu schwer. Die Griffe sind sehr „griffig“ und lassen sich gut handeln. Was mir persönlich mal wieder nicht gefällt, ist das Kabel. Hier wäre ein gummiertes Kabel in meinen Augen eine echte Verbesserung! Am besten auch noch ein bis zwei Meter länger. Wenn ich mit meinen Maschinen in der Werkstatt arbeite, kommt es zwischen den Arbeitsgängen schonmal vor, dass ich auf ein Kabel trete, da wäre für die Lebensdauer ein gummiertes Kabel echt vorteilhaft!   Die Staubbox und die Stationäreinrichtung machen ( leider nur ) auf den ersten Blick auch einen sehr guten Eindruck, aber dazu im weiteren Test mehr!    
 
Erste Schritte:  
Um ein Gefühl für die Maschine zu bekommen habe ich rohe Fichtenbalken geschliffen. Ich habe meine Arme beim Start des PBS ganz schön angespannt, weil ich ein bisschen Respekt und die Beführchtung hatte, dass er mich gleich durch die ganze Werkstatt zieht ;-)   Diese Beführchtung war aber völlig unbegründet. Der Schleifer läuft nicht ruckartig an und lässt sich dank der gut griffigen Handgriffe auch sehr angenehm halten. Die Abtragsleistung ist dabei in meinen Augen wirklich beachtlich. Dazu muss ich aber sagen, dass ich bisher immer nur mit einem Exzenterschleifer gearbeitet habe und mir an solch rohen Balken oft einen Wolf geschliffen habe.  
Mit dem PBS hatte ich im nu eine glatte Oberfläche.    
 
Schleifbandwechsel:  
Im Rahmen meiner ersten Schritte testete ich auch direkt den Bänderwechsel. Hier gibt’s ein dickes fettes Lob, denn einfacher geht’s ja wirklich nicht. Hebel auf, Band runter, neues Band drauf, Hebel zu, fertig.   Ich war von der „Einfedelhilfe“, die dem PEX für die Schleifscheiben beiligt, schon begeistert, aber der Bandwechsel des PBS topt dies noch bei weitem.    

Staubfangbox und Absaugung:  
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich leider kein großer Freund von Staubfangsäcken oder -boxen bin und lieber mit einer Absaugung arbeite. Meine PEX-Box zB. hat bisher noch keinen Staub gesehen.  
Daher habe ich die Box des PBS auch nur bei meinen ersten Schritten getestet, allerdings mit einer kleinen Erweiterung.  
Also zunächst einmal finde ich, dass die Box und der Staubfang ganz gut funktioniert und keine große Menge an Staub daneben geht.  
Bei einer Erweiterung habe ich den Balken mal unter die Garagendecke gehängt, auch da gab es keinen großen Staubflug.    
Allerdings musste ich feststellt, dass trotz des nur kleinen Schleifbereichs, die Box ziemlich schnell voll war. Daher finde ich persönlich, dass vor dem Hintergrund der großen Abtragsleistung eine Staubbox eher nicht so passend ist. Für kleinere Arbeiten ist das sicherlich optimal, für längere oder größere Arbeiten werde ich lieber auf meinen Werkstattsauger zurückgreifen, da ich ansonsten glaub ich ziemlich viele Leerungsvorgänge vor mir hätte.  
Bei der Leerung musste ich leider feststellen, dass man das Öffnen der Box am besten nur direkt über dem Mülleimer vornimmt, da dabei ( zumindest bei mir ) einiges daneben ging.  
Mit einem Werkstattsauger ( Bei mir ist das ein Festool CTL Mini ) kann man wirklich fast sauber arbeiten! Natürlich geht immer ein bisschen was daneben, was sich einfach nicht vermeiden lässt. Aber mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden!      

Stationärbetrieb:  
Sehr gespannt war ich auf die Stationäreinrichtung. Dies wäre auch auch eins meiner Kaufkriterien gewesen, um mir die Anschaffung von einer zusätzlichen Stationärmaschine zu sparen.   Zunächst einmal finde ich es sehr gut, dass die Zubehörteile auch in den Koffer passen und nicht gesondert aufbewahrt werden müssen.   Der „Halter“ lässt sich schnell und einfach auf dem PBS montieren und später auch sicher auf der Werkbank fixieren. Ich habe meine Werkbank mit einem Lochraster versehen. Das macht die ganze Sache noch ein bisschen praktischer. Auch im Stationärbetrieb stört das Kabel oder ein Absaugschlauch nicht beim Arbeiten.    
Nun zum Anschlag. Hier muss ich leider sagen, dass ich mehr als enttäuscht von dem Teil bin, da es meiner Ansicht nach einfach eine Fehlkonstruktion ist. Die Montage am PBS ist super einfach, allerdings lässt sich der Anschlag selber nur mit einer Schraube fixieren und verstellen, was ihn natürlich absolut nicht fest werden lässt. Ein präzises Arbeiten mit dem Anschlag ist somit vollkommen unmöglich. Sobald ein Werkstück gegen den Anschlag gedrückt wird, drückt sich dieser vom PBS weg. ( Siehe Bilder ).  
Schade, da ich mich gerade über dieses Teil und die Möglichkeit der Winkelverstellung gefreut habe.  
Ich habe den Anschlag dann demontiert und meine Arbeiten so ausgeführt. Wenn ich demnächst mal Zeit und Langeweile habe, werde ich mir mal einen eigenen Anschlag bauen, der sich nicht so schnell verstellt.  
   
Ausgeführte Arbeiten:  
-Im Handbetrieb:  
Ich habe mit dem PBS im Handbetrieb mehrere rohe Fichtenbalken glatt geschliffen, was dank der hohen Abtragsleistung und der guten Handhabung wirklich sehr gut klappte. Auch das Arbeiten über Kopf machte keine Probleme.    
Für den Bau von Treppenschutzgittern habe ich mehrere Dachlatten im Handbetrieb „verjüngt“. Auch diese Arbeiten gingen schnell und einfach von der Hand.  
-Im Stationärbetrieb:  
Im Stationärbetrieb habe ich mehrere Dachlatten für die Treppenschutzgitter angefast. Normalerweise mache ich solche Arbeiten mit meiner POF im Frästisch, ich muss aber sagen, dass dies auch mit dem PBS sehr flott von statten ging. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Natürlich wäre das ganze mit einem Anschlag noch einfacher gewesen, aber gut.    

Mein zweiter Test, ist ein kleines Projekt, an dem ich momentan Arbeite. - Nachdem ich für unseren kleinen Sohn bereits ein Schaukelzebra gebaut habe, sollte nun auch eins für unseren kleinen Neffen zum ersten Geburtstag folgen. ( Und da ich für das Schaukelzebra leider keinen Bericht geschrieben habe und ich dafür von Ricc einen Rüffel kassierte, folgt diesmal auch eine Projektbeschreibung nach Fertigstellung ;-) ).  
Hier habe ich mit der Stichsäge die beiden Kufen grob ausgeschnitten, mit Zwingen aufeinander fixiert und dann auf dem PBS aneinander angepasst, bis beide Teile identisch waren. Dies ging sehr schnell und dank der großen Lauffläche des PBS auch sehr einfach von statten.  
Um in die Kopf und Beinteile nicht so eckig aussehen zu lassen, habe ich sie auf dem PBS ein wenig bearbeitet und bin mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden.

Fazit:  
Ich habe den PBS bei mehreren Anwendungen getestet und finde, dass er bis auf den wirklich enttäuschenden Anschlag im Stationärbetrieb, eine sehr gute Heimwerkermaschine mit Profipotential ist.  
Ich freu mich, dass ich ihn testen durfte und kann ganz sicher sagen, dass er mich noch bei vielen Projekten begleiten wird.  

P.S.: Wenn das Schaukelpferdchen fertig ist, werde ich euch auch alle daran teilhaben lassen ;-)  
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 330365#post330365.
2013-04-23 18:23:37

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