Der Bandschleifer PBS 75 AE – hoher Abtrag bei vielseitigen Anwendungen

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Laptop-/Lese-/Bett-Tisch 2 Kommentare
Vom 18.03.13 Geändert 2013-03-18 13:28:31
Hurra, ich wurde als Tester für den Bandschleifer PBS 75 AE mit Zubehör-Set ausgewählt!                                          

Nachdem ich in Kürze für mehrere Wochen in die Klinik gehe, habe ich mir praktischerweise einen Laptop-/Lese-/Bett-/Tisch als Testprojekt ausgedacht. Die Nachricht und das Gerät kam Anfang März bei mir an. Viel Zeit für
Besorgungen hatte ich nicht mehr, also verwendete ich fast nur Material aus meinem Bestand.
 
Zuerst hobelte ich für den Rahmen mehrere 4 cm dicke, sägeraue Bretter bzw. Latten.
Danach konnte ich dann endlich den neuen Bandschleifer in verschiedenen Positionen (siehe Fotos) einsetzen. Ich war ja mein gutes altes Bosch-Rutscherl gewöhnt und siehe da:
Ratz- Fatz war an einer Leiste ein halber Millimeter zu viel abgeschliffen. Somit hatte ich unterschiedliche Rahmenhöhen.


Beim ersten Versuch war ich zwar auf nicht ganz so starkes Rütteln wie bei meinen alten Geräten eingestellt, dann aber doch sehr positiv überrascht. Die Vibration hielt sich wirklich in Grenzen und ermöglichte richtig angenehmes Arbeiten.
 
Mensch! Das Ding hat Power!
 
Den leicht erreichbaren Drehzahlregler stellte ich gleich mal auf niedrigste Stufe, trotzdem ging es zügig voran. Ich dachte mir, dass es sich wegen der unterschiedlichen Rahmenhöhe um ein gutes Übungsobjekt handelt, sägte die Leisten für den Rahmen auf (70°) Gehrung und verleimte sie.
Die Überstände an den Ecken waren dann im vertikalen Einsatz des Bandschleifers mit Hilfe des Parallelanschlages im Nu weggeschliffen. Hierbei war das Untergestell sehr nützlich. Auch die kleinen Abdeckleisten waren schnell um einige mm abgeflacht und somit passend.
 
Die automatische Staubabsaugung hat eindeutig Vorteile gegenüber einer stationären Absaugung ---
wenn man kleine Flächen oder Kanten bearbeitet. Allerdings fand ich das Öffnen des Behälters etwas sehr umständlich. Auch die Plastikkappen sind etwas „flimselig“, der integrierte Mikrofilter lässt sich dafür aber leicht mit einer weichen Bürste säubern. Das Aufnahmevolumen ist logischerweise begrenzt,
aber wie gesagt, für kleine Objekte hervorragend geeignet. Wegen der integrierten Absaugung konnte ich den Bandschleifer auch einfach mal schnell aus der Werkstatt draußen mit in die Kellerwerkstatt nehmen.
 
Den zusätzlichen Haltegriff vorne fand ich als Frau besonders hilfreich, weil das Gerät relativ
schwer ist. Durch dieses Gewicht war allerdings auch kein zusätzlicher Druck / Kraftaufwand nötig und ich fühlte mich kräftemäßig nicht überfordert.
 
Jetzt eine Zusammenfassung der Arbeitsschritte:
 
Bretter bzw. Leisten hobeln, Kanten fasen – mit Einsatz des vertikalen Einsatz des Parallelanschlags und des
Untergestells statt mit dem Hobel oder der Oberfräse.
Grob und fein schleifen mit dem PBS 75 AE.
Auf Gehrung (70°) sägen.
Rahmen verleimen.
Leisten für das Lüftungsgitter und Tischbeine sägen, abschrägen.
Kurze Brettstücke (Reste) für die linke Ablageseite zuschneiden und verleimen.
Rechts ein passendes Ablagebrett vertikal einsetzen und verleimen, Überstand berücksichtigen.
Stabilisierungs-/Stützbrett für das Gitter in der Mitte befestigen.
Zusätzliche, um die Maße der Ablageseite verkürzte, Zusatzleiste anbringen. ( Befestigungsmöglichkeit)
Lüftungsgitter verleimen.
Rahmenlängskanten schleifen und Eck-Kanten brechen. (Total einfach und schnell mit dem Untergestell).
Abdeckleisten passend schleifen und anleimen.
Tischbein/-stützen mit Querleisten stabilisieren und an der Unterseite des Tisches mit Scharnieren befestigen.
Die Querleisten habe ich so angebracht,  dass die Stützen ineinander geklappt werden können.

(Ich hatte leider vor meiner Abreise in die Klinik keine Gelegenheit mehr passende Scharniere zu
besorgen undmusste notgedrungen für die Fotos Provisorien einsetzen. Das wird auf alle Fälle noch
verbessert.

 
Fazit:
Der PBS 75 AE  ist ein handliches, gut durchdachtes Gerät mit viel Power und wenig Vibration!
 
Wegen der starken Antriebskraft ist unbedingt darauf zu achten, dass der Arbeitstisch stabil ist,
sicher steht und das zu bearbeitende Material darauf rutschfest befestigt ist.

 
Unter anderem überzeugt er wegen seiner Einsatzmöglichkeiten.
Das Untergestell mit den beiden Schraubzwingen ermöglicht ein vielfältiges, stationäres Arbeiten
auch mit kleineren Materialen.
Sehr angenehm fand ich die integrierte Staubabsaugung.
Die Möglichkeit des vertikalen und horizontalen Einsatzes in Verbindung mit dem multifunktionalen Parallelanschlag vereinfacht  viele  Arbeitsschritte.
Als praktisch empfand ich die Möglichkeit, Kanten abzufasen ohne dass ich die Oberfräse
einsetzen musste.
Der Parallelanschlag lässt sich auch schräg stellen wie auf den Bildern zu sehen ist. (Bei mir ist ja
meistens in solchen Fällen ausgerechnet ein nicht passender Fräskopf eingespannt ;-))

Bandwechsel ist total easy.
 
Kurzum:
Ich bin begeistert, die Arbeit damit hat mir Spaß gemacht und freue mich schon auf mein
nächstes größeres Projekt, nach meinem Klinikaufenthalt,  mit meinem neuen Liebling!
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 327591#post327591.
2013-04-15 16:09:45

sehr guter Bericht und sehr hübsche Werkstatt ;-)
2013-05-08 14:49:58

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