Nimm’ die Säge mit!

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Die wendige Bosch Akku-Stichsäge PST 18 LI 0 Kommentare
Vom 30.01.11 Geändert 2011-01-30 22:16:24
Design
Beim Auspacken des Geräts fällt als erstes das besonders handliche, ergonomische Design auf. Die Stichsäge liegt gut in der Hand und alle wichtigen Bedienelemente sind optimal erreichbar. Eine Einschaltsperre verhindert unbeabsichtigtes Einschalten und damit auch Verletzungen. In den Arbeitspausen kann das Gerät mitsamt dem Akku auf die Ladestation gestellt werden – praktisch!
Vorbereitung
Zur Vorbereitung des Tests habe ich die beiden Akkus aufgeladen, die Bosch freundlicherweise zum Test mitgeschickt hat. Die 18 Volt Lithium-Ionen-Packs kamen zwar fast voll an, trotzdem habe ich sie mit dem Bosch Akkulader noch mal ganz aufgeladen, siehe Bild. Da der Stichsäge nur ein grobes Sägeblatt für Holz beilag, besorgte ich im Baumarkt noch ein Sortiment Sägeblätter sowie zwei Spezial-Blätter für Kurvenschnitte in Holz ohne Ausreißen namens „Clean Wood“. Bei der Suche nach Bosch Stichsägeblättern stellte ich fest, dass sie nur in einem von vier getesteten Baumärkten überhaupt geführt werden.
Das richtige Sägeblatt
Mein Testobjekt für die Stichsäge war bei diesem Test eine 6mm starke Holzfaserplatte (MDF), auf der eine Figur aufgeklebt und deren Konturen möglichst exakt ausgesägt werden sollten. Dazu wurde das Clean Wood Sägeblatt für Kurvenschnitte verwendet, weil einerseits teilweise recht enge Kurvenradien gesägt werden mussten und andererseits besonders schöne Schnittkanten entstehen sollten. Für das Sägeblatt wurde der Pendelhub auf Null gestellt - auf die Geschwindigkeit kam es ja nicht an.
Einspannen ohne Werkzeug
Schon beim Einspannen suchte ich vergeblich das übliche Werkzeug, den Inbusschlüssel. Doch der war gar nicht nötig, denn die Bosch Sägeblatt-Aufnahme kann werkzeuglos bedient werden, indem man sie einfach noch oben schiebt und das Sägeblatt hineinsteckt, siehe Bild. Loslassen, fertig und fest! – Klasse!
Die wendige Stichsäge sägt kleinste Kurven

Bei meinen kurvigen Schnitten stellte sich nun heraus, dass die Bosch PST 18 LI eine besonders wendige und genaue Stichsäge ist, die kleinste Kurvenradien meistert, siehe Bild. So konnten wirklich alle Details der Figur ausgeschnitten werden und es ergab sich eine sehr ansehnliche Kante frei von Ausfransungen oder Ausrissen. Um das Endprodukt im Kinderzimmer aufstellen zu können, musste ich die scharfen Schnittkanten sogar noch leicht mit Sandpapier nachbearbeiten, um Verletzungen vorzubeugen.
Der Akku macht’s möglich

Beim Sägen entstand auch ein bisschen feiner Holzstaub. Von dem hatte ich erwartet, dass er unter die Fußplatte gelangt und dort das nur per Laserdrucker aufgetragene Bild zerkratzt. So holte ich den Staubsauger, um ihn an den entsprechenden Stutzen an der Stichsäge anzuschließen, siehe Bild. Doch schnell merkte ich, wie sehr mich der an sich recht flexible Staubsaugerschlauch in meiner Bewegungsfreiheit einschränkte. Plötzlich hakte es in den Kurvenschnitten - das ging ja gar nicht!!! Also den Schlauch wieder ab, die Stichsäge bläst ja auch von selbst den Arbeitsbereich recht gut frei. Ähnlich gestört wie der Staubsaugerschlauch hätte mich wohl ein Netzkabel, aber das ist ja Dank Akku gar nicht vorhanden. Ein Betrieb im Freien ist mit der leistungsstarken Akkutechnik ganz einfach möglich. Ich denke da an ein Baumhaus, einen Gartenzaun usw.
Low Vibrations
Beim Sägen produziert die Stichsäge zwar ein Geräusch von –nachgemessen- 90dB, ist dabei jedoch relativ vibrationsarm. Das kommt der Genauigkeit zu Gute sowie der Ergonomie: Nach der Arbeit mit dieser Stichsäge zittern keinem die Hände. Auch das Material schwingt weniger mit.
Die Geschwindigkeitsregelung
Integriert in den Ein-/Ausschalter ist eine Geschwindigkeitsregelung. Damit macht der Beginn jedes Schnitts schon Spaß, weil man genau und ganz langsam über die Geschwindigkeit den Sägefortschritt steuern kann. Für hitzeempfindliches Material wie Kunststoff ist langsames Sägen natürlich unabdingbar.
Cut Control
Zur Schnittlinienführung und –Kontrolle liefert Bosch ein zweiteiliges Tool namens Cut Control mit: Ein Sockel wird im Fuß eingeklipst und hält ein schwenkbares Plexiglas-Lineal mit den Führungslinien, siehe Bild. Damit wird es einfach, lange, angezeichnete Schnitte gerade zu sägen. Bei anderen Herstellern wird ein Linienlaser eingebaut, der die Schnittlinie anleuchtet - Bosch schafft mit dem Cut Control sogar eine Linienführung für die gewinkelten Schnitte. Mit dem mitgelieferten, groben Holzsägeblatt und vollem Pendelhub testete ich Cut Control. Durch meine MDF-Reste ging die Stichsäge spielend leicht durch, fast zu schnell, um gerade zu bleiben. Es entstand ein groberes Schnittbild, was aber für so einen schnellen Schnitt ganz OK ist, siehe Bild. Nun wollte ich parallel zu einer Linie sägen. Der Pendelhub musste also wieder auf Minimum. Ich nutzte die 45° Markierung im Cut Control als Führungslinie und schaffte mit Leichtigkeit einen sehr ordentlichen und vor allem geraden Schnitt, siehe Bild.
Sägeblätter immer dabei
Der in der Fußplatte eingebaute Sägeblatthalter ist praktisch, weil man ihn immer dabei hat. Er kann bis zu 6 Blätter aufnehmen, siehe Bild.
Der Akku im Test
Anschließend testete ich die Akkus sowie das Ladegerät: Für meinen Test im Aussägen der Figur in der MDF-Platte benötigte ich zwei Akkuladungen: Nach einer halben Stunde sägen war der erste Akku leer, nach Ende der Arbeiten war im zweiten Akku nur noch für zwei Minuten „Saft“. Das reizte mich zu einem Akku-Dauertest: Einen vollgeladenen Akkus wollte ich ohne Last und ohne Sägeblatt im Dauerlauf testen, wie lange er durchhält und wie er sich dabei verhält. Also erst mal den Akku geladen. Nach einer Stunde war der vorher komplett entleerte Akku wieder voll geladen – das nenn’ ich mal Schnell-Laden! Ein Kabelbinder um den Ein-Ausschalter war dabei hilfreich, die Säge bei voller Geschwindigkeit im Dauerbetrieb zu halten, siehe Bild.
Halbvoll oder halbleer?

Die dreistufige Akku-Ladezustandsanzeige zeigte beim Start volle drei LEDs an. Schon nach drei Minuten Dauerlauf verblieben noch zwei LEDs, was unter 2/3 Ladezustand bedeutet. Ab 7 Minuten leuchtete nur noch 1 LED - 1/3 voll. Ab 9:30 min. blinkte diese letzte LED dann, was unter 11% bedeutete – „Reserve“. Diese Phase hielt erstaunlich lange an und endete erst in der 23. Minute, ab der die Drehzahl langsam runter ging und die Arbeitsleistung nachlassen würde. Bevor die Akkus zu sehr (tief-) entladen wurden, schaltete die Stichsäge bei 23:40 min. Dauerbetrieb komplett ab. Das ist schon ein toller Wert für so eine wenige, kleine Stichsäge. Im unterbrochenen Praxisbetrieb bedeutet das eine Zeit von einer guten halben Stunde, wenn man einberechnet, dass eine belastete Säge mehr Strom aufnimmt. Diese Erfahrung hatte ich ja auch selbst gemacht. Für längere Arbeiten ist der zweite Akku also zu empfehlen. Weil die Bosch 18V-Akkus in viele neue Geräte von Bosch hineinpassen, kann man auch hier viel Geld sparen und einen Akku mit allen Geräten verwenden.
Fazit
Abschließend kann ich Bosch zu diesem Gerät nur beglückwünschen! Die Arbeit mit dieser Stichsäge war die reinste Freunde, selten habe ich etwas Genialeres in der Hand gehabt.
Wer einen flexiblen, praktischen und vielseitigen Helfer für die Stichsägearbeiten braucht, sollte hier zugreifen.
Vielen Dank für’s Ausprobieren dürfen!
NEXT
7/13
PREV
Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!