Nimm’ die Säge mit!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Mann, ist das ein Sägen! Fehlt noch die Eierstich-Säge! 0 Kommentare
Vom 10.01.11 Geändert 2011-01-10 20:27:55
Ausgepackt – oh! die ist aber schwer! Nachgewogen: Ich hatte recht – Die PST 18 LI ist tatsächlich 97 Gramm schwerer, als die Stichsäge mit Kabel, die ich bereits hatte. (PST mit Akku, Andere ohne Kabel gewogen).

Betrieb
Zunächst wurde der Akku geladen, der im Lieferzustand etwa 2/3 Kapazität hatte.

Leimholzplatte

Als ersten Versuch sägte ich eine 18mm Leimholzplatte quer zur Faser an einer aufgezeichneten Linie entlang. Ich benutzte dazu die Hilfe 24 nach Bild J der Betriebsanleitung (Cut Control – wird mir ein Geheimnis bleiben, warum das nicht Schnittkontrolle heißt). Der Schnitt war absolut gerade und änderte meine Meinung, man könne mit Stichsägen keine exakt geraden Schnitte ausführen. Nach ein wenig Schleifen mit dem Bandschleifer hatte ich die Kante sowohl rechtwinklig als auch plan und sauber – nicht viel mehr Aufwand, als nach einem Schnitt mit der Kreissäge. Ich benutzte den Spanreißschutz (Bild E der Betriebsanleitung) und hatte keinerlei Fasern des Holzes, die ausgerissen wären.

Sperrholz

Das wollte ich genauer wissen und machte drei Versuchsschnitte an Sperrholz, welches sehr anfällig auf Ausreißer ist.
  1. mit Spanreißschutz
  2. ohne Spanreißschutz
  3. mit meiner alten Stichsäge.
Die Fotos sprechen für sich.

Spanplatte
Nächster Versuch: Spanplatte, 19mm: Auch hier zeigte sich ein sauberes Schnittbild auch in Kurven.

Stahl
Es handelt sich um einen S235JR (St 37-2), Flach 30x5mm. Habe solch dickes Material noch nie mit einer Stichsäge gesägt, da ich dieses meist mit der Flex mache, oder die Handbügelsäge dazu nehme. Aber es ging sehr gut – nicht wie in Butter – aber die Säge kam vorwärts. Für die zwei rechtwinklig zueinander stehenden Schnitte von ca. 8mm Länge benötigte ich je ca. 15 Sekunden. Das Schnittbild ist einer Säge angemessen.

Aluminium
Hier war ein Blech AlMg3, 6mm Stärke gefordert. Wie man in Bild 2 sieht, ist die Säge am Ende etwas aus dem Ruder gelaufen, weil das Material zu dünn wurde (man sieht den Strich von der Reißnadel). Ansonsten ein sauberer Schnitt, wie ich ihn mit meiner alten Säge nicht hinbekommen hätte (Bild 3). Allerdings kam es mir bei jemem Schnitt nicht sehr auf Genauigkeit an, hatte mich damals aber doch bemüht, einigermaßen gerade zu sägen.

Handhabung
Es ist schön, ohne das hemmende Kabel arbeiten zu können, stellte ich bei den ersten Versuchen fest. Das Einsetzen des Sägeblattes ohne zusätzliches Werkzeug ist eine gute Sache. Allerdings fällt manchmal das Herausnehmen des Blattes schwer, weil die Aufnahme beim Hochschieben der Verriegelung mit nach oben geht und man dann das Blatt nicht herausziehen kann. Eine Arretierung an unterer Stelle, ähnlich wie beim Winkelschleifer wäre da nützlich. Selbstverständlich habe ich für die beiden Metalle nicht das mitgelieferte Sägeblatt verwendet, sondern aus meinem Fundus geeignete Blätter verwandt. Aufgefallen ist mir, daß die PST 18 LI nicht so oft hakt, wie meine alte Säge. Mag daran liegen, daß diese schwingungsgedämpft ist (?).

Akku
Alle Holz-Versuche fanden ohne Einsatz des Pendelhubes in meiner Garage, in der die Säge mit Akku bereits ein paar Tage lag, bei Temperaturen von nahe 0°C statt und ich hatte, entgegen anderslautenden Meinungen, keinen Leistungsabfall der Stromversorgung feststellen können. Die Metalle sägte ich in meiner geheizten Werkstatt. Nach dem letzten Versuch war die Akku-Anzeige »auf dem letzten Loch«. Wieviel hatte der voll geladene Akku nun gebracht: 2 m Leimholzplatte, 18mm 0,5m Spanplatte 19mm 20mm Stahl 5mm 180mm Alu 6mm. Wenn diese »müde« Leistung nicht daran liegt, daß die meiste Zeit in der Kälte gearbeitet wurde, ist also zwingend ein Ersatzakku vonnöten, den wir ja Dank einer Panne auch haben. Das Aufladen dauerte jedenfalls keine 20 Minuten.

Fazit
Gerät ist für den Heimwerker und auch für den Profi bestimmt gut geeignet. Im Lieferumfang sollte jedoch ein Satz Sägeblätter sein, mit denen man auch andere Arbeiten verrichten kann, als mit dem z. Zt. Mitgelieferten. Sägeblätter sind Verbrauchsmaterial und es wird sich sicher niemand beschweren, daß er diese nicht benötigt. Außerdem sind die dann Mitgelieferten von Bosch, und der Käufer hat somit gleich den direkten Vergleich zwischen no-name-blades und Qualitätswerkzeug.Im Forum war die Frage gestellt, daß man mit Absaughaube die Schnittkontrolle (»Cut-Control«) nicht betreiben könne: Die Ansaughaube muß zunächst entfernt werden, dann die Schnittkontrolle montiert und danach die Haube wieder aufgesetzt werden. Siehe letztes Bild.

Noch eine Anmerkung zum Testbericht im Besonderen: Nicht glücklich empfinde ich, daß die Bilder nur hintereinander eingestellt werden können. In den Projekten, und noch besser in den Wisens-Artikeln, kann man die Bilder dem Text zuordnen. Diese Möglichkeit hätte ich mir hier auch gewünscht, um es übersichtöicher zu machen.
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