Nimm’ die Säge mit!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Die PST 18LI- Ein Kraftpaket sondergleichen 0 Kommentare
Vom 03.01.11 Geändert 2011-01-03 22:05:16
Bevor ich mit meinem ersten Testbericht beginne, möchte ich mich bei Euch und der Firma Bosch bedanken. Es ist eine ganz großartige Idee mit diesen Produkttests von Heimwerkern für Heimwerker und der Fa. Bosch. Außerdem sehe ich darin die Kundennähe die man sich als Heimwerker/Kunde der Fa. Bosch wünscht.

1.
Allgemeines:
Die Stichsäge PST18LI wurde in einem flachen Karton geliefert (Bild 1). Der Karton ist recht stabil und die PST liegt darin sicher gelagert. Nach „Umbau“ der inneren Kartonage ist dann sogar Platz für 2 Akkus (Bild 2).
Verbesserungsvorschlag Verpackung:
Hier wäre ein Kunststoffkoffer der bessere Weg, da der Kartons über kurz oder lang das Öffnen, Schließen, die Feuchtigkeit und den Schutz nicht überleben wird und ins Altpapier wandert (BILD 3-5).

2.
Die Stichsäge PST18LI:
Die Stichsäge ist ein tolles Werkzeug. Die Handlichkeit und vor allem der ruhige Lauf haben mich überzeugt. Die extremen Vibrationen von alten oder Billigstichsägen gehören der Vergangenheit an :-).

Der klappbare Einrast-CutControl ist aus Kunststoff (Bild 6). Die Haltbarkeit/Lebensdauer dürfte aber bei normalem Heimwerkerbetrieb recht lang sein. Sie ist mir erst bei sehr starken Vibrationen (Bedienerfehler) abgefallen (BILD 7+8).

Die Gehrungsverstellung ist aus Metall (BILD 9) und dadurch widerstandsfähig gegen Späne und Staub.

Die rote „ToolBox“ (BILD 10) ist eine super Idee und ermöglicht einem ein Verstauen von bis zu 6 Sägeblättern.
Verbesserungsvorschlag ToolBox:
Die Sicherung/Aufbewahrung in dem Fuß ist meines Erachtens noch verbesserungsfähig. Die Box müsste etwas fester sitzen oder fester im Fuss einrasten können.

Hervorheben möchte ich aber den problemlosen Einsatz/Wechsel des Sägeblattes in die SDS-Aufnahme. Das Sägeblatt war bei mir ohne großartigen Kraftaufwand zu wechseln. Aufgrund des geringen Eigengewichts der Stichsäge und des recht ergonomischen rutschhemmenden Griffs dürfte einem längeren Gebrauch ohne Kräfteverschleiß kein Thema sein. Aus diesem Grunde ist sie auch optimal für Überkopfarbeiten geeignet.

Der Pendelhub ist in mehreren Stufen schaltbar (BILD 11).

Das PowerLight beleuchtet den Sägeschnitt in ausreichendem Maße.

Der Metallbügel schützt vor Verletzungen (BILD 12) versperrt aber überhaupt nicht die Sicht auf den Schnitt.

Die Elektronik lässt einem stufenlos die Hubzahl je nach Werkstoff einstellen.

Das Non plus Ultra ist die Li-Ionen Technik. Sie ermöglichte mir auch ein Arbeiten an schlecht zugänglichen Stellen, da kein störendes Netzkabel. Außerdem konnte ich genau so kraftvoll sägen als wenn ich eine normale Stichsäge hätte.
Der Akku wird sauber in Kunststoffschienen (BILD 13+14) geführt und rastet sicher ein.

3.
Betriebsanleitung:
Die Betriebsanleitung ist mehrsprachig und verständlich aufgebaut. Ich bin kein Bedienungshandbuchschmökerer aber beim Ansehen der Komponentenbeschreibung musste ich zwischen der Seite 10 und den Bildern hin und her blättern.
Verbesserungsvorschlag Handbuch:
Ein Faltblatt direkt nach den Bildern, sodass man die Komponentenbeschreibung direkt neben den Bildern heraus klappen kann.

4.
Praxistest:
Leider lässt zurzeit die Witterung einen Härtetest und Projektarbeit an dem zukünftigen Arbeitsplatz (unser Campingplatz) der Säge nicht zu. Daher habe ich nur die Möglichkeit an Holzresten und verschiedenen Materialien Tests durchzuführen. Ich kann aber gerne im Laufe des Jahres weitere Informationen ergänzen, wenn dieses gewünscht und machbar ist.

Leistungsfähigkeit der Li-Ionen Akkus:
Die Akkuleistung ist großartig. Beim Zerschnibbeln einer 150x500mm und 38mm dicken Bodenplatte (mehrfach verleimte Spanplatten) aus dem Fahrzeugbau gab es keinen Leistungsabfall während des Sägens (BILD 15).
Gehrungsschnitt:
Ich habe die Säge auf 45 Grad gestellt und einen Längsschnitt durchgeführt. Auch dieses war keine Herausforderung für diese Säge.
Kurvenschnitt:
Auch bei einem Kurvenschnitt (eine aufgezeichnete Welle) gab es keine Probleme (BILD 16). Die Säge ließ sich total leicht führen. Die Linienführung war auch sehr leicht einzuhalten.
Metallschnitt:
Da ich ja auch unbedingt Metall zerspanen wollte… da musste dann eben ein alter Metallstiel von einem Schrubber herhalten. Auch das ließ sich Dank der stufenlosen Elektronik problemlos durchführen. Hierbei hatte ich durch einen „Anwenderfehler“ stärkere Vibrationen, wobei sich dann der, bis dahin fest sitzende CutControl, löste.
Längsschnitt:
Ich habe unter Zuhilfenahme des CutControl mehrere Schnitte parallel nebeneinander in einem Abstand von ca. 10mm geschnitten (BILD 17). Die Schnitte waren mir, Dank CutControll, leicht und sehr gerade gelungen. Die Leisten brachen auch nicht ab, was meines Erachtens auf die absolute Laufruhe der Säge zurückzuführen ist.

5.
Fazit:
Hätte meine Frau mich nicht zum Abendessen gerufen und mein Magen nicht geknurrt…. Ich hätte noch weitersägen können :-D. Eine Annäherung an den Weihnachtsbaum mit der Säge hatte ich im Vorfeld schon bekommen :D.. Warum nur???
Die PST18LI ist aus meiner Sicht ein wirklich gelungenes Werkzeug und für den Heimwerkerbereich sehr gut geeignet. Aufgrund des geringen Gewichts und des recht gut geformten und rutschgehemmten Griffs ist er auch für die heimwerkende Damenwelt bestens geeignet. Sie steht im Punkto Leistungsfähigkeit den stromnetzgebundenen Stichsägen überhaupt nichts nach. „Überall“ und sofort einsetzbar… natürlich nur wenn der Akku noch Strom hat ;-). Selbst bei fast leerem Akku konnte man noch super Sägespäne produzieren.
Sie wird mir auf unserem Campingplatz noch sehr viele Dienste tun und vermutlich sogar unentbehrlich werden.
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