PST 10,8 LI – die handliche Multisäge

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Meine Erfahrungen mit der PST 10,8 LI 3 Kommentare
Vom 31.10.13 Geändert 2013-10-31 23:51:17
An dieser Stelle vielen Dank, dass ich die PST 10,8 LI testen durfte.

Welches Projekt hast du mit der Akku-Multisäge PST gemacht?

Mein Projekt ist der Bau eines kleinen Gewächshauses aus Holzlatten 24x48 mm in den Abmessungen von 0,80 m Tiefe bei 2,15 m Breite bei einer Höhe von etwa 1,60 m mit einer festen Eindeckung aus Polyester-Wellplatten gewesen.

Die Grundidee dieses Hauses basierte auf einem transportablen Tomatenhaus, welches in der Zeitschrift "Kraut und Rüben, Ausgabe 2/2013" vorgestellt worden war. Da das Haus im Winter als Geräteschuppen dienen soll, ist der Entwurf aus der Zeitschrift stabiler ausgelegt worden. Beim Bau des Hauses habe ich mich bemüht, möglichst alle Sägevorgänge mit den verschiedenen Materialien mit der PST 10,8 LI durchzuführen.

Wie bist du dabei genau vorgegangen und wie viel Zeit hast du benötigt?

Alle  Bauprojekten liegt in der Regel die Ermittlung des Materialbedarfes zugrunde, so auch hier. Da durch den Abbruch eines alten Schuppens noch diverse Dinge wie Lagerhölzer, Dachpappen, Metallverbinder, Metallwinkel, Dachrinnen etc. noch vorhanden waren, konzentrierte sich die Beschaffung auf die fehlenden Materialien. Neu beschafft wurden:

Grundkonstruktion
22 gehobelte Latten 28x48 mm mit 2,10 Meter Länge
4 gehobelte Latten 28x48 mm mit 3,00 Meter Länge

Unterkonstruktion für das Dach
4 ungehobelte Latten 24x44 mm mit 2,15 Meter Länge
2 ungehobelte Latten 24x44 mm mit 2 Meter Länge

Eindeckungsmaterial
8 Polyester-Wellplatten mit Sinusprofil 900x2000mm
100 Abstandhalter für die Wellplatten
200 V2A-Schrauben zur Befestigung der Wellplatten

Die Dimensionierung der Latten habe ich nach der technischen Sägemöglichkeit der PST gewählt.

Ebenfalls im Bestand waren Holzschrauben mit diversen Abmessungen und Längen, die zur Verbindung der Latten  benötigt werden.

Es wurde ein Sägeplan erstellt und die entsprechenden Längen mit der PST 10,8 LI erstellt:

Grundkonstruktion inkl. Unterdach

2 x 2000 mm
2 x 800 mm
2 x 200 mm
2 x 1500 mm
2 x 1200 mm
2 x 500 mm
2 x 570 mm
2 x 2150 mm
2 x 1280 mm
4 x 1250 mm
6 x 595 mm

Winkelverbindungen

10 x 200 mm
4 x 250 mm
4 x 190 mm

Die größte Anzahl der Schnitte waren dabei 90°-Schnitte, dazu kamen noch eine größere Anzahl von 45°-Schnitten, die auch von der PST 10,8 LI gemeistert wurden. Vier Winkel mit exotischen Gradzahlen habe ich mit der PST 18 LI durchgeführt.

Zur Gründung der Hauses wurden vorhandenen Gartenbausteine gesetzt und darauf ein Rahmen aus 70x70 mm kesseldruckimprägnierte Holz gelegt. Die Längen des Fundamentrahmens wurden mit einer Kreissäge angepasst und die Hölzer über Metallwinkel verbunden.

Um das Lagerholz gegen Feuchtigkeit zu schützen wurden alle Unterseiten mit Dachpappe versehen und die Dachpappen mit der PST 10,8 LI zugeschnitten.

Die entsprechenden Hölzer wurden auf einer Plane ausgelegt und dann nach und nach verschraubt. Die Hölzer wurden an den vorgesehenen Stellen vorgebohrt und mit Holzschrauben verschraubt.

Das Haus besteht aus in seiner Grundform (dem Entwurf der Zeitschrift) aus zwei Seitenteilen, einer Frontseite und einem Oberteil als Blende. Diese Konstruktion habe ich um zwei Türen, zwei weiteren Frontseiten und eine stabile Unterkonstruktion für das Dach inkl. Blenden ergänzt.

Nachdem die einzelnen Teile vorgefertigt waren, wurden die einzelnen Komponenten miteinander verbunden und das Häuschen errichtet, dabei haben Schraubzwingen und eine Wasserwaage hilfreich die Arbeiten unterstützt. Die Front- und Seitenteile wurden mit Winkeln mit der Rahmenkonstruktion windfest verbunden.

Wegen geplanten Verkleidung des Hauses mit Wellplatten wurde es notwendig, dass ich weitere Querlatten einziehen musste, um darauf die Wellplatten sicher befestigen zu können. Die entsprechenden Längen habe ich mit der PST 10,8 LI zugeschnitten. Nachdem die Querlatten befestigt waren, sind einige Verbindungen noch mit Metallwinkeln verstärkt worden. Zum Ende der Arbeiten entstand so ein kleines Fachwerkgebäude, dass in sich eine gewisse Stabilität zeigt,.

In einem nächsten Schritt wurden nun die Wellplatten zugeschnitten und begonnen, die entsprechenden Platten auf das Dach und die Vorder- und Rückfront aufzubringen. Die Montage erfolgte dabei nach den Vorgaben des Herstellers der Platten. Die Verkleidung der Frontseiten stehen noch aus, da wegen des Abgabetermins des Testberichtes dieser Termin nicht gehalten werden konnte. Zur Beurteilung der Leistungsfähigkeit spielt dies aber keine Rolle, da es sich hierbei um die gleichen Tätigkeiten handelt.

Bereits mit der PST 10,8 LI wurden die Aluprofile und die Regenrinne zugeschnitten, aber noch nicht montiert.

Der Bau des Hauses ist somit noch nicht abgeschlossen, aber es schon sehr stark zu erkennen, wie das endgültige Haus aussehen wird.

Die gesamte Bauzeit wird am Ende etwa mit allen Vor- und Nacharbeiten etwa 3 Wochen umfassen.

• Wie beurteilst du die Leistung der PST?

Stichsägemodus
Die Leistung der PST 10,8 LI ist überraschend positiv und kann bei Beachtung der technischen Möglichkeiten gut mit einer PST größerer Dimensionierung (bei mir PST 18 Li) mithalten. Selbst etwas größere Abmessungen als 30 mm Holz werden von der PST 10,8 LI noch schnell und sauber getrennt, ohne dass zu einer Überlastung der Maschine kommt.

Materialien wie Holz, Aluprofile oder die Plastikregenrinne konnten ohne Probleme mit passenden Holz- oder Metallsägeblättern problemlos zugeschnitten werden.

Der Zuschnitt der Wellplatten habe ich mit der PST 10,8 LI versucht, allerdings habe ich keine verwertbaren Schnitte beim Einkürzen der Platten erreichen können, mit anderen Worten: Mir ist das Material unter der PST 10,8 LI zersplitttert. Ich habe diese Arbeiten dann it der PMF 10,8 LI durchgeführt habe. Ich vermute den Grund darin, dass es mir nicht gelungen ist, die PST 10,8 LI vernünftig über der Platte an einem Anschlag zu führen.

Säbelsägemodus
Diese Sägeart wurde von mir nicht genutzt  

• Wie leicht fällt dir die Handhabung?

Die PST 10,8 LI gefällt durch eine sehr gute Handhabung, im Vergleich zur bereits vorhandenen PST 18 Li kann mit der PST 10,8 LI genauer mit kleiner dimensionierten Werkstücken gearbetet werden. Die Bedienelemente sind logisch angeordnet und gut zu erreichen.

• Bist du zufrieden mit deinen Arbeitsergebnissen?

Ich bin mit den Arbeitsergebnissen im Stichsägemodus mit den Materialien Holz, Dachpappe, Aluminium und Plastikregenrinne sehr zufrieden.

• Erfüllt die PST deine Anforderungen und Erwartungen?

Ja, meine Erwartungen an die PST 10,8 LI sind mehr als übertroffen worden.

• Was können wir zukünftig an der Akku-Multisäge PST verbessern?

Akkulaufzeit
Die Akkukapazität mit 1,5 Ah erscheint mir doch etwas knapp, wenn eine größere Menge von Schnitten durchgeführt werden sollen. Durch einen zweiten ( bei mir vorhandenen)  10,8 V-Akku (aus meiner PMF) war dies aber kein Problem, so dass ich immer einen weiteren Akku in der Hinterhand hatte. Beim längeren Arbeiten mit der PST 10,8 LI sollte aber ein Zweiakku verfügbar sein.  

Ich habe hier den interessanten Effekt festgestellt, dass der 10,8 V-Akku aus dem Testgerät schneller scheinbar am Ende war als der andere 10,8 V-Akku von mir. Interessant auch der Punkt, dass  der Akku aus dem Testgerät an der PST 10,8 LI das Ende seiner Kapazität zeigte, diesen Effekt aber an der PMF nicht zeigte. Die Ladezeit eines Akkus ist annehmbar.

Akkuladestand
Wo viel Licht, da ist auch ein wenig Schatten, so auf im Falle der PST 10,8 LI. Wie alle Geräte aus der 10,8 V-Serie sollte m.E. nach der Zustand des Akkus (voll, teilentleert, leer) besser dargestellt werden. Die jetzige Form läd zum Raten um den richtigen Zustand ein, da ist die Darstellung in der 14,4 V und der in der 18 V-Reihe besser gelöst.

Adapter für Sägestation PLS-300
Da ich für diverse Arbeiten gerne die PLS-300 zur Hilfe nehme, wollte ich die PST 10,8 LI auch an der PLS benutzen. Es stellte sich aber heraus, dass der Fuß der PST 10,8 LI zu schmal für die Führungsschiene der PLS-300 war. Die Maschine neigt ohne Adapter zum Verkannte in der PLS-300. Also habe ich mir schnell aus Plexiglas (ein anderes Material war zeitnah nicht verfügbar)) einen Adapter gebaut, der dann die PST 10,8 LI in der PLS-300 geführt hat. DIe Sägeergebnisse sind gegenüber den handgeführten Schnitten sofort besser geworden. Einen entsprechenden Adapter für die PLS 10,8 LI würde ich mir sofort kaufen, da er die Möglichkeiten sofort deutlich erweitert.  

Platz für Sägeblätter an der Maschine
Schmerzlich vermisst habe ich an der PST 10,8 LI eine Aufbewahrungsmöglichkeit von Sägeblättern, wie ich es von PST 18 Li her kenne.

Überarbeitung der Halterung
Ich hatte das Problem, dass ich tw. drei-vier Anläufe gebraucht habe, bis ich das Sägeblatt entfernen konnte. Für mich klemmte da etwas bei der Halterung der Sägeblätter. Wenn dann der Halter das Sägeblatt freigab, gab es keine weiteren Probleme.

• Würdest du die PST in Zukunft auch für weitere Projekte verwenden?

Ja, auf jeden Fall! Insbesondere für feine und relativ kleine Schnitte ist die Maschine die richtige Wahl. Wenn es nun noch von Bosch einen Adapter auf die PLS-300 geben sollte, da würde die Nutzung noch mehr steigen. Bei zukünftigen Holzarbeiten wird die PST 10,8 LI einen festen Platz im Maschinenpark haben.

• Wie beurteilst du die Sägezubehörsets?

Durch die Verfügbarkeit der Stichsägeblätter der vorhandenen PST 18 Li, habe ich mich dort bedient. Die beigefügten Blättern würde ich als gut bezeichnen.

Ein paar Bilder füge ich diesem Bericht bei.
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Der zweite Teil geht wesentlich genauer auf das Testgerät ein... gute Bebilderung... 4 D
2013-11-11 20:16:31

von mir gibt es eine 5....tolles Projekt und gute Beschreibung
2013-11-11 21:36:23

Schöne Arbeit, und guter Testbericht
2013-11-18 22:55:05

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