PTK 3,6 LI -
der handliche Helfer!

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Das Kleine Kraftpaket 1 Kommentar
Vom 25.03.12 Geändert 2012-03-25 12:58:54
Produkttest PTK 3,6 LI

Der erste Eindruck:
Ich könnte diesen Paketboten würgen!!! Erst liefert er das Paket „!!!ZUR ABHOLUNG!!!“ in einem Paketshop in meiner Nähe ab, aber eine Nachricht im Briefkasten zu hinterlassen vergisst er!!! Dank Kathrin habe ich dann erfahren, dass es in diesem Paketshop liegt und habe es abgeholt. Dann das 2. Mal „ich könnte ihn würgen!!!“, die schöne Blechdose in der sich der Tacker befindet, ist total zerdrückt und die Plastikschale im Inneren besteht jetzt aus mehreren kleinen Teilen. Es steht ja nur groß und breit „CAUTION Lithium ion battery“
auf dem Karton!!! Aber glücklicherweise ist der Inhalt unversehrt! Naja, ist ja nur die Verpackung, also Schwamm drüber. Falls der Paketbote das liest, er kann wieder ohne Angst Pakete abgeben! ;-)


Nun der wirkliche erste Eindruck:
Nachdem ich die verbeulte Dose entleert habe, das Gute auf die Werkbank, das Kaputte in die Mülltonne, habe ich mich erstmal gewundert, dass der Tacker so klein und handlich ist. Also erstmal laden. Es hat „qualvolle“ 5 Stunden gedauert, bis er voll war. (Ich weiß, dass das normal ist, aber in diesen Situationen kommt es einem immer länger vor!)

Lieferumfang:
· PTK 3,6 LI
· Ladegerät
· 1000 Stück 8mm Klammern
· Ladegerät, Bedienungsanleitung

Bosch hat uns netterweise noch jeweils 1000 Stück 4mm, 6mm und 10mm Klammern sowie einen Entklammerer mitgeliefert. Hierfür schonmal ein herzliches Dankeschön!

Wie ihr sicher schon im Forum gelesen habt, gab es ein kleines Missgeschick mit den Briefen die im Paket waren, jeder hat den Brief eines Anderen bekommen. Ich fand´s nicht schlimm, kann ja mal passieren, sollte nicht! Aber wir sind alle nur Menschen. Also Adressfeld raus geschnitten und in die Papiertonne. Problem gelöst!

So, jetzt aber zum wichtigsten, dem Tacker, ich hatte mich etwas gewundert, dass der Tacker so klein und handlich ist. Ich hatte bisher immer einen Handtacker, der nicht wirklich viel kleiner ist (max. 5 cm), aber der PTK ist natürlich breiter. Aber als ich die ersten Klammern „verschossen“ hatte, war ich echt beeindruckt von der Kraft mit der er die Klammern versenkt. Ich habe 10mm Klammern in MDF getackert die gingen rein als wäre es nichts. Ich dachte wow, die Kraft sieht man dem „Kleinen“ nicht an.

Sicherheit:
Die Handhabung könnte nicht einfacher sein, damit getackert wird, muss man sowohl den Schalter betätigen als auch den Tacker auf das Werkstück drücken, damit die Sicherung entriegelt wird. Macht man eines von Beidem nicht, passiert nichts. Es kann also nie passieren, dass unbeabsichtigt eine Klammer rauskommt.

Gut finde ich, dass die Reihenfolge nicht fest ist. Man kann sowohl erst denTacker auf das Werkstück setzen und dann den Schalter betätigen (bei Präzisionsarbeiten), aber wenn man z.B. Folien antackert, kann man den Schalter auch gedrückt halten und den Tacker immer wieder gegen die Latten drücken ohne den Schalter loszulassen. Bei meinem Handtacker ging das logischerweise nicht, da er immer wieder gespannt werden musste.

Handling:
Der Tacker liegt gut in der Hand, er ist nicht so schwer, also kann man auch länger mit ihm arbeiten (ich weiß, wovon ich spreche!!! Aber mehr dazu weiter unten). Es ist ein leichter Ruck zu spüren, wenn die Klammer reingeschossen wird, aber für die Kraft, mit der die Klammern geschossen werden, würde ich es immer noch als rückschlagarm bezeichnen.

Ich muss sagen, dass die Ergebnisse immer sehr gut waren, ich habe sowohl in weiche Leisten, in MDF und in massive Buche getackert und keine Klammer stand auch nur etwas raus! Also immer ein super Ergebnis.

Durch eine kleine Öffnung im Fuß kann man immer sehen, ob noch genug Klammern im Magazin sind. (s. Foto)

Ausdauer:
Ich habe gedacht, Bosch kann ja vieles behaupten und wer zählt schon wie viele Klammern ihr Tacker mit einer Akkuladung verschießen kann.

ICH!!!!!!!!!!!

Vorab, Bosch gibt an, dass der PTK 3,6 LI mindestens 400 Schüsse in Weichholz schafft. Na gut, Akku voll, 1000 Stück 8mm Klammern und ein Reststück vom Volierenbau zur Hand und los! In der Bedienungsanleitung steht, wenn dasTankstellensymbol anfängt rot zu werden hat der Tacker noch ca. 30% Akkukapazität. Ursprünglich hatte ich vor zu tackern bis er streikt, aber es kam anders. Das Ergebnis haut mich immer noch vom Hocker! Ich habe jeweils in 10er Reihen Klammern ins Holz „gejagt“ und irgendwie hörte es gar nicht auf. Ich musste andauernd wieder nachladen. Am Schluß waren es 94 Reihen und 3 Einzelne, also sage und schreibe 943 Klammern (8mm), als das Symbol zum ersten Mal rot wurde!!!! Das ist mal eine Leistung, 943 Klammern und jetzt sind noch 30% der Akkukapazität vorhanden!!! Ich hatte schon gedacht, dass 400 etwas tiefgestapelt ist, aber mehr als das 3-fache (70%=943 --> 100%=1347) finde ich echt HAMMER, oder ab jetzt TACKER!!! ;-)

Guckt euch mal den Vierkant auf den Fotos an, er ist 140cm hoch und 2 Seiten (40x40mm) sind fast vollständig mit Klammern verkleidet!!!!!!!!

Zu meinen Projekten:
Der Tacker bot sich sehr an, da ich eine neue Voliere für unsere Wellis machen musste, da die alte etwas zu groß und immer im Weg war. Die alte Voliere habe ich mit meinem Handtacker gebaut. Und mir tut immer noch die Hand weh wenn ich daran denke, aber mit dem Akkutacker war es ein Kinderspiel!!! Ich habe den “Hasendraht“ auf Leisten getackert (10mm Klammern), und diese Rahmen dann zusammengeschraubt. Sandschale unten dran und schon ist die Voliere fertig. (Ich stelle es bei Gelegenheit als Projekt ein)

Ich kann nur jedem raten, der etwas Ähnliches vorhat, sich den PTK 3,6 LI zu besorgen!!!

Als zweites habe ich ein paar alte Leinwände für meine Freundin mit neuer Leinwand bespannt. Auch hier war es super einfach, 4mm Klammern reichen völlig aus, habe aber die Überschläge mit 8mm Klammern nachgetackert, nur zur Sicherheit. Einfach die Leinwand auf einer Seite fixieren, spannen, die Seiten sauber umschlagen und dann die anderen zwei Seiten festtackern, fertig!

Verbesserungsvorschläge:
Ursprünglich dachte ich, dass ein Wechselakku ist bei machen Projekten sicher von Vorteil ist („Sperrfolie“ im Dach antackern) aber nach meinem Ausdauertest glaube ich nicht, dass das notwendig ist. Wenn man so etwas professionell macht, nimmt man sicher ein anderes Gerät, aber dieses ist für Heimwerker konzipiert und deshalb ausdauernder als gedacht!!!

Das Einzige was ich im Vergleich mit seinem Vorgänger (rein aus dem Detailvergleich) vermisse, wäre die Möglichkeit Nägel zu verwenden. Aber ich glaube darauf wurde zugunsten eines kleineren Gehäuses verzichtet.

FAZIT:

Ich kann nur sagen, ich bin begeistert, der Tacker hat meine Erwartungen bei weitem übertroffen!!!

Rundum ein gelungenes Gerät, dass ich ohne jede Einschränkung empfehlen kann.

Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich keine Kritik geäußert habe liegt wirklich nicht daran, dass ich den Tacker behalten darf und dadurch nur Gutes schreibe. Ich weiß, dass Bosch ein ehrliches Urteil haben will und mit „Schönrederei“ nichts anfangen kann!!!

Mir hat der Tacker wirklich zur Gänze gefallen und bisher habe ich noch keinen Grund zum Klagen gefunden!

Ich kann nur sagen, da habt ihr einen tollen Job gemacht und uns ein tolles Gerät beschert!!! Danke dafür und natürlich auch, dass ich es testen durfte.

P.S. Kann man die Metalldose und die Plastikeinlage einzeln nachkaufen?
NEXT
3/16
PREV

Kommentar schreiben

Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 181791#post181791.
2012-04-24 16:42:58

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!