PTK 3,6 LI -
der handliche Helfer!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Handliches Leichtgewicht - Akku-Tacker mit enormer Präzision 1 Kommentar
Vom 23.03.12 Geändert 2012-03-23 21:27:43
Die Lieferung des Akku-Tacker PTK 3,6 LI wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet. Nachdem ich vor 3 Wochen ein Handyladebrett mühsam mit einem Handtacker mit Filzstoff verkleidet habe, wartete ich mit meinem neuen Projekt auf den PTK 3,6.

Die Lieferung


Der Akku-Tacker kam gut verpackt bei uns an. Nach dem Öffnen des Kartons erschien eine schmucke Metalldose und diverse Kleinteile.

Die Außenverpackung war mustergültig, das Anschreiben leider nicht für mich bestimmt. Da hat jemand die Anschreiben und die Adressaufkleber vertauscht ;). Neben dem Akku-Tacker lagen in dem Paket noch ein überaus handlicher Enttackerer und „Munition“ für den Tacker in unterschiedlichen Größen.

Aufladung


Vor der ersten Verwendung musste der Akku erst einmal aufgeladen werden. Die erste Aufladung hat ca. 3,5 Stunden gedauert. Das erscheint im ersten Moment ziemlich lang. Dafür mussten wir während der gesamten Nutzung nicht nachladen. Für weitere Arbeiten kann das Aufladen entsprechend vorab eingeplant werden.

Feindrahtklammern einführen

Bevor es losgehen kann, müssen die Klammern in das Magazin eingelegt werden. Das ist der kniffligste Teil der gesamten Bedienung. Das Magazin lässt sich nur schwer herausziehen. Da ich auch regelmäßig mit den Kindersicherungen bei Medikamenten kämpfe, mag das ein subjektiver Eindruck sein. Ich fand das Befüllen als nicht komfortabel.

Mein Projekt – Stuhlkissen von Omas Stühlen neu bespannen


Von der Oma haben wir 2 Stühle geerbt, die nun neu gepolstert und bespannt werden mussten. Der alte beige Stoff hat wirklich ausgedient. Der neue Stoff war schnell ausgesucht und selbst die Schaumstoffpolsterung wurde direkt geliefert.

Alten Stoff entfernen

Zunächst musste der alte Stoff vom Stuhlkissen entfernt werden. Da leistete der Enttackerer sehr gute Dienste. Meine Tochter hatte soviel Spaß an dem Teil, dass sie fast die gesamten Stuhlkissen allein vom Stoff befreite. Für den Enttackerer gibt es die Note 1+. Leicht zu handhaben, präzise anzusetzen und kraftvoll in der Nutzung.

Stoff zuschneiden


Bisher habe ich mit dem Polstern von Stühlen noch keine Erfahrungen gesammelt. Die einfachste Lösung – den alten Stoff auf den neuen gelegt, mit Kreide angezeichnet und ausgeschnitten. Was soll dabei schon schiefgehen? Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Sicherheitshalber habe ich bei der Kreideumrandung ca. 2 cm zugegeben. Der Stoff für 2 Stühle hat keine 10 Euro gekostet. Ein Verschnitt wäre also zu verkraften gewesen.

Polsterung auflegen


Die Schaumstoffpolsterung habe ich nach Augenmaß zugeschnitten. Einfach auf das Stuhlkissen auflegen und die Rundungen anzeichnen, ausschneiden und fertig. Mit Uhu Alleskleber wurde die Polsterung auf der Unterlage des Stuhlkissens festgeklebt. Uhu trocknet schnell, so konnten wir nach wenigen Minuten mit dem Beziehen des Stuhls beginnen.

Stuhlkissen mit Stoff beziehen

Erst einmal zur Haptik des Tackers: der Akku-Tacker PTK 3,6 LI liegt wunderbar in der Hand. Der Griff fühlt sich weich an, besitzt keine Kanten oder scharfe Ecken. Super!

Der erste Test

Vor der eigentlichen Arbeit habe ich den Tacker auf einem Stück Holz mit einem alten Tuch getestet.

Also wie fkt. der Akku Tacker:

Laut Anleitung: einfach den Akku-Tacker aufsetzen, andrücken und auslösen – die Klammer sitzt. Das Probeholz war ein Fichtenkeil, also ein sehr weiches Holz. Die Klammern saßen bei dem Test ohne Probleme ganz fest.

Jetzt geht es an die eigentliche Arbeit


Als erstes haben wir den Stoff über die Polsterung gezogen und zurechtgerückt. Als Laie braucht man ab jetzt Hilfe. Allein kann das Festhalten des Stoffes und das gleichzeitige Anbringen der Tackerklammern nur schlecht bewältigt werden. Zu zweit funktioniert das Beziehen des Stuhlkissens sehr gut.

Wie funktioniert das Tackern?

Der Akku-Tacker PTK 3,6 muss fest aufgesetzt werden, nur dann funktioniert der Auslösemechanismus. Versehentliches in den Raum schießen von Tackerklammern ist damit ausgeschlossen. Das haben wir natürlich getestet. Ohne das Aufdrücken verlässt keine Klammer das Magazin. Für die Sicherheit gibt es von mir ebenfalls eine 1+.

Die ersten Klammern


Der Auslösemechanismus ist eher weich eingestellt. Ein leichter Druck genügt, um die Klammer zu setzen. Ist das problematisch? Na ja, drückt man den Tacker nur so leicht an, dass gerade der Auslösemechanismus ausgelöst wird, verschwindet die Klammer nicht vollständig im Holz. Die Klammer schaut noch einen knappen Millimeter heraus. Das erste Ergebnis war nicht so überragend. Beim Probestück hatte ich dieses Problem nicht.

Also war die Frage: liegt es am Holz, an den Rundungen oder an der Handhabung? Aus welchem Holz der Stuhl ist – keine Ahnung. Die Stühle sind gut 50 Jahre alt und ich bin kein Experte in Holzsorten. Von der Farbe her ist Eiche nicht ausgeschlossen. Die Stuhlkissen sind zwar leicht geschwungen aber nicht so extrem, dass es einen Unterschied machen könnte. Blieb noch die Handhabung.

Festes Aufdrücken bringt super Ergebnisse


Wird der PTK 3,6 richtig fest auf das Werkstück gedrückt und erst dann ausgelöst, verschwindet die Klammer vollständig. Aber, dabei ist eine gewisse Kraftanstrengung notwendig. Bei zehn oder zwanzig Klammern ist das kein Problem – bei zwei Stuhlkissen reden wir aber von einigen 100 Klammern. Das ist nicht wirklich durchführbar.

Die Alternative


Im Dilemma zwischen einmal erhöhtem Kraftaufwand und noch herausschauenden Klammern und keinem Kraftaufwand habe ich mich für die zweite Alternative entschieden. Nach Abschluss einer Seite habe ich die Klammern mit einem wirklich kleinen Hammer endgültig versenkt. Diese Arbeitsweise spart Mühe und Aufwand und führt zum perfekten Ergebnis.

Jammern auf hohem Niveau?

Genau, so muss diese kleine Kritik eingeschätzt werden – als jammern auf hohem Niveau. Gegenüber einem mechanischem Tacker, ist der Kraftaufwand auch bei festem Aufdrücken als eher niedrig einzuschätzen. Das kleine Handybrett hat mich zum Schwitzen gebracht. Da habe ich den Bezug allein aufgezogen – also halten, ziehen, ausrichten und gleichzeitig den mechanischen Tacker mit extremem Kraftaufwand bedienen. Grrrr

Akkuverbrauch


Nach 2 Stuhlkissen und gefühlten 1000 gesetzten Klammern war dem Akku noch keine Schwäche anzumerken. Top!

Fazit


Der Akku-Tacker PTK 3,6 LI liegt wunderbar ergonomisch in der Hand, läßt sich leicht bedienen und ist sicher. Ein versehentliches Auslösen schließe ich nach meinem Test aus.

Meine Wertung im Einzelnen:

Ergonomie: 1+
Akku-Haltbarkeit: 1+
Sicherheit: 1+
Magazin befüllen: 3
Klammern setzen: 2
Kraftaufwand: 2
Auslösemechanismus: 1
Präzession 1+
Enttackerer: 1+

Alles in allem ein wirklich gelungenes Gerät, das kaum Schwächen in der Handhabung, absolut keine im Akkuverbrauch und in der Sicherheit aufzeigt.
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 180227#post180227.
2012-04-19 11:18:49

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