ART 26-18 LI – Kraftvolles, sauberes Trimmen ohne Unterbrechungen

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Härtetest für den Rasentrimmer ART 26-18LI 2 Kommentare
Vom 29.04.14 Geändert 2014-04-29 11:08:48
Hallo Community, hallo Bosch-Team,
 
ich möchte euch nachfolgend einen Einblick in meinen Test des BOSCH Rasentrimmers ART 26-18 LI geben. Mich hat es sehr gefreut, dass ich von BOSCH für den Test ausgewählt wurde – dafür auch nochmal ein herzliches Dankeschön. Gespannt war ich dann auf die Sendung, die mich bereits einen Tag nach Ankündigung im Forum per Post erreichte.
 
Nachdem das Paket in Windeseile ausgepackt war, und ich den Trimmer das erste Mal in der Hand hielt, war ich positiv überrascht. Zum einen kam mir keine Spur von Kunstoffgeruch entgegen, wie man es von vielen Produkten her kennt, zum anderen fühlte sich das Material des Trimmers sehr angenehm und wertig an. Nach Einstellung auf meine Körpergröße fühlte sich der Trimmer auch unter ergonomischen Gesichtspunkten gut an. Eine entspannte und natürliche Haltung ist gegeben und lässt sich stufenlos einstellen. Die Verarbeitung mutet sehr hochwertig an, es gibt keine scharfen Kanten oder sonstige Stellen, an denen man sich einklemmen oder gar verletzen könnte. Der Trimmer macht gleichfalls einen robusten und qualitativen Eindruck – nichts wackelt, alles ist fest an dem dafür vorgesehenem Platz. Genervt hatte mich beim Zusammenbau lediglich die Messerabdeckung, die unten am Trimmer aufgesteckt und dann mittels zweier Schrauben festgeschraubt wird. Die beiden Schrauben sind ca.1,5 Zentimeter versenkt und haben leider die gleiche Farbe wie die Abdeckung (schwarz). Dadurch lässt sich nicht gut erkennen, um welche Art von Schraube es sich handelt (Schlitz, Kreuz, Torx, Inbus…). Es stellte sich dann auch heraus, dass es sich um Torx-Schrauben mit zusätzlicher Aufnahme für einen Schlitzschraubendreher handelt. Der gut sortierte Heimwerker hat sicherlich einen passenden Schraubendreher parat, aber in vielen Haushalten, wird bereits an dieser Stelle Frust aufkommen. Hier könnte ich mir vorstellen, dass BOSCH entweder ein anderes Befestigungssystem wählt, oder für wenige Cent einen passenden Schraubendreher beilegt – ähnlich wie es Möbelhäuser bereits vormachen.
 
Nun ging es aber im nächsten Schritt erst einmal in den Vorgarten um den Trimmer kurz anzutesten. Erster Eindruck auch hier sehr gut, die Kante war ruckzuck getrimmt. Richtig getestet wurde der Rasentrimmer aber erst in unserem ca. 1000 qm großen Schrebergarten. Hier gibt es ausreichende Stellen, an denen ein Trimmer gute Arbeit verrichten kann, aber sicherlich auch Stellen, an denen ein Rasentrimmer an seine Grenzen kommt. Um es vorweg zu nehmen, ich habe keine Stelle gefunden, die sich nicht bearbeiten ließ. Mit vollgeladenem Akku ging es dem Rasen an den Kragen. Bei dem Rasen handelt es sich um keinen englischen Rollrasen, sondern eher um das was Mutter Natur auch auf freien Wiesen zu bieten hat – Rasen, Unkraut, Löwenzahn! Mit keinem der genannten Gräser hatte der Trimmer Probleme. Er erfüllte brav seinen Dienst, bis der Akku recht überraschend leer war. Dass es der Akku ist, hatte ich im ersten Moment garnicht bemerkt, da sich das Gerät immer wieder ohne hörbaren Leistungsverlust starten lies um dann nach 2-3 Sekunden wieder zu stoppen. Bis dahin konnte ich ungefähr eine halbe Stunde arbeiten und geschätzte 100 Meter Rasenkante bearbeiten. Dies ist sicherlich für viele private Vorgärten ausreichend - für mich war es zu wenig. Bei größeren Anlagen ist die Anschaffung weiterer Akkus ratsam, vorallem, wenn man keine Steckdose für das Ladegerät in der Nähe hat. Richtig toll hat mir gefallen, dass die Akkus auch kompatibel zu anderen BOSCH Geräten sind. Somit könnte auch bei anderen Geräten die Kaufentscheidung für BOSCH fallen – zumindest ist es ein gewichtiges Argument.
 
Beim Betrieb des Rasentrimmers sorgt eine Constant Electronic dafür, dass auch bei robusterem Einsatz kein wirklicher Leistungsabfall spürbar ist. Man hat hier nie den Eindruck, das Gerät würde sich durch etwas quälen. Anfangs erschrickt man etwas, wenn das Kunststoffmesser auf harten Untergrund stößt, allerdings nehmen diese Fälle mit zunehmender Eingewöhnung merklich ab. Durch die Möglichkeit den Kopf um 90 Grad zu drehen, konnte ich bequem unter Bänken und unserer Holzterasse arbeiten. In meinem Fall ist dies ein richtiger Mehrwert gegenüber nicht verstellbaren Rasentrimmern. Wer allerdings nur gerade Kanten zu bearbeiten hat, wird die Verstellung möglicherweise garnicht nutzen. Gespannt war ich auf die Haltbarkeit des Messers. Hier kann ich nur feststellen, dass nach dem genannten Trimmeinsatz das Messer schon merklich abgenommen hat und für den nächsten Einsatz ausgetauscht werden muss. Sicherlich ist dies am Anfang noch auf eine gewisse Eingewöhnung zurückzuführen, denn da hatte ich schon den einen oder anderen Kontakt mit der Steinkante. Ob das Messer allerdings eine 12 fache Standzeit hat, konnte ich nicht erkennen. Für mich hält es zwar länger als die Nylonschnüre anderer Trimmer, aber auch weniger lang als angenommen.
 
Alles in allem kann ich aber unter Abwägung aller positiven und negativen Punkte eine klare Empfehlung für den Rasentrimmer ART 26-18 LI von BOSCH aussprechen. Die Empfehlung richtet sich an alle Nutzer, die Wert auf eine saubere Rasenkante legen oder Problemstellen in ihrem Garten haben, an denen sie mit dem Rasenmäher nicht rankommen. Für alle anderen ist das Gerät sicherlich nett, aber wie alle Rasentrimmer nicht wirklich lebensnotwendig. Ich für meinen Teil werde den Rasentrimmer weiterhin einsetzen, da ich viele Stellen im Garten habe, die ich nun erst mit dem Rasentrimmer und dem verstellbaren Schneidekopf erreichen kann bzw. sehr viel einfacher erreiche.
 
Am Ende des Testberichts möchte ich noch auf die Fragen des Produkttesters eingehen, die in der oberen Beschreibung noch nicht beantworten wurden:
 
Wie lange warst du mit dem ART 26-18 LI im Garten beschäftigt (netto Arbeitszeit)?
Im Testzeitraum konnte ich den Trimmer an drei verschiedenen Tagen mit einer netto Arbeitszeit von ca. 1,5 Stunden nutzen.
 
Welchen Gartenbereich hast du überwiegend bearbeitet?
Es wurden alle Bereiche bearbeitet, an denen eine Rasenkante vorhanden ist (Beete, Rasenkantensteine, Terassenpfosten)
 
Wie viele Meter Rasenkante hast du etwa getrimmt (gesamt/oder pro Akkuladung)?
Gesamt dürften es über 300 Meter unterschiedlichster Rasenkanten gewesen sein, wobei pro Akkuladung ca. 100 Meter möglich waren.
 
Hast du die Einknopf-Teleskopierbarkeit des Trimmers genutzt?
Ja, da diese durch die stufenlose Verstellbarkeit an die jeweiligen Bedürfnisse optimal angepasst werden kann.
 
Hattest du Ermüdungserscheinungen nach oder während des Trimmens?
Ja, denn man darf trotz aller Ergonomie nicht vergessen, dass man das Gerät ja die ganze Zeit herumträgt und der Schwerpunkt immer noch am unteren Ende des Trimmers ist. Kräftezehrend finde ich außerdem die Betätigung des Startknopfs. Da dieser permanent gedrückt werden muss, hatte ich in den Händen die größten Ermüdungserscheinungen. Hier ist der Anwender sicherlich ein Opfer einer Sicherheitsvorschrift.
 
Wo waren Problemfälle zu erkennen?
Einziger Problemfall waren dünne Grashalme entlang von geraden Steinkanten. Hier musste ich wiederholt entlangfahren, was sicherlich für zunehmende Abnutzung des Messers sorgte.
 
Gab es deutliche Vorteile gegenüber den Trimmern, die du bereits kennst?
Ja, als deutlichen Vorteil sehe ich die Verstellung des Kopfes um 90 Grad, die teleskopische Höhenverstellung und die Neigung des Zweihandgriffs.
 
Mit wievielen Durablade Messern hast du deine Arbeit erledigt?
Für meinen Test habe ich die zwei Messer, die dem Trimmer beilagen genutzt, wobei das zweite Messer noch wenig Abnutzung aufweist.
 
Was sagst du zum Thema Arbeitslautstärke und Lautstärke im Leerlauf?
Die Lautstärke im Allgemeinen finde ich schon als laut – für einen Akkurasentrimmer fast schon zu laut. Einen großen Unterschied von Arbeitslautstärke zu Lautstärke im Leerlauf konnte ich nicht feststellen. Die Lautstärke halte ich für einen Punkt, der verbesserungsbedürftig ist.
 
Kennst du Wettbewerberprodukte und wenn ja, was unterscheidet diese von unserem ART 26-18 LI?
Direkt vergleichbare Wettbewerberprodukte kenne ich nicht, Erfahrungen habe ich lediglich mit herkömmlichen, netzbetriebenen Rasentrimmern (die mit dem Nylonfaden).
 
Ist der Akku ausreichend oder benötigst du mehr Leistung (hier bitte Flächenangabe und/oder lfdm)
Ja, ich für meinen Anwendungszweck würde definitiv mehr Akkuleistung benötigen, da die Laufzeit eines Akkus von ca. 30 Minuten für meinen Garten mit 1000 qm Fläche nicht ausreicht um in einem Rutsch die Trimmarbeiten zu erledigen. Bei derzeitiger Akkuleistung würde ich sicherlich 3 Akkus benötigen.
 
Nutzt du im Anschluss ans Trimmen ein weiteres Gartengerät oder lässt du getrimmtes Material liegen und führst es so dem Erdreich zu?
Ich nutze nach dem Rasentrimmen einen benzinbetriebenen Rasenmäher mit Mulchfunktion, der somit das Schnittgut dem Erdreich zuführt.
 
Wenn du einen Punkt kritisieren solltest, welcher wäre das?
Ich würde den Startknopf kritisieren aus bereits oben genannten Gründen (siehe Punkt Ermüdungserscheinungen).
 
Wenn du einen Punkt explizit herausheben solltest, welcher wäre das?
Ich würde die Constant Electronic, die ein Arbeiten ohne Leistungsverlust ermöglicht, herausheben.
 
Wo siehst du Entwicklungsmöglichkeiten in Punkto Qualität, Leistung, Sicherheit etc.?
An der Qualität lässt sich meiner Meinung nach bis auf die Befestigungsproblematik der Messerabdeckung nichts verbessern. Die Leistung des Akkus dürfte besser sein. Auch beim Thema Sicherheit gibt es nichts zu bemängeln.
 
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Angenehm und gut zu lesender Testbericht, der alle Fragen eines potentiellen Käufers beantwortet.
2014-08-07 11:17:28

Langsam bekomme ich Lust auf das Gerät :-)
Mal sehen ob ich das kabelgebundene Gegenstück über den Jordan jage.
2015-03-23 19:33:48

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