ART 26-18 LI – Kraftvolles, sauberes Trimmen ohne Unterbrechungen

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Es geht dem Unkraut ordentlich an den Kragen 2 Kommentare
Vom 25.04.14 Geändert 2014-04-25 12:20:02
Servus, Grützi und Hallo

In diesem Test geht es um den ART 26-18 Li Rasentrimmer, seine vielen Stärken und wenigen  Schwächen.  Vornweg aber erstmal vielen Dank an Bosch und 1-2-do.com, dass ich dieses Gerät testen durfte.

Als ich - stolz wie klein Oskar - die Verpackung öffnete und mir das Gerät so das erste Mal anschaute, dachte ich „Ganz putzig das kleine Teil – sehr Handlich und Kompakt – ob das wirklich bis runter auf den Boden reicht?“ – aber was soll ich schreiben – es reicht!!!

Der Auszugsmechanismus verbirgt ein echt langes Rohr – ich konnte mit meinen 1.84 Meter Körpergröße recht gut damit arbeiten – mein Rücken freute sich darüber fast noch mehr als ich.


Vom Material her wirkt der ART wirklich Ordentlich und Stabil – manch einer kennt ja die billigen Plastikteile, welche schon die Farbe verändern und Risse bekommen, wenn man sie nur lange anschaut. Auch sind keine scharfen Kanten - an welchen man sich schneiden könnte - an den Gehäuseteilen des ART 26-LI vorhanden, es gibt keine größeren Schlitze oder ungenauen Kanten zwischen den einzelnen Elementen und es Wackelt und Knarzt auch nichts.


Der Zusammenbau – naja – der war etwas holprig – es waren zwar ein kleiner Aufkleber  auf der Spindel und eine Skizze in der Bedienungsanleitung vorhanden welche zeigen wie man den Schutzkorb befestigt, aber es dauerte etwas bis ich begriffen hatte, das da noch Schrauben vorhanden sind.
Dazu kam dann noch, dass es Torx-Schrauben waren – und ich sicher eine Menge solcher Bits habe aber leider keinen so langen Torx-Schraubendreher – hier wäre evtl. so ein kleiner Hinweis in den Skizzen oder sogar ein billiger Schraubendreher ala IKEA und Co. nicht falsch gewesen.


Der Rasentrimmer liegt im normalen Betrieb recht gut in der Hand, wird die Kantenschneiderposition jedoch genutzt - um zB unter einer Bank zu arbeiten - find ich das Handling nicht ganz so toll, da der Zusatzgriff in meine Richtung zeigt und der Handgriff mit Schalter von mir weg, umgekehrt wäre es mir lieber gewesen – so muss man den Schalter etwas komisch betätigen.
Aber im Gegenzug ist der Trimmer in dieser Form zum richtigen Kantenschneiden wirklich gut zu halten – von daher wäre wohl die einzige Lösung, dass der Kopf jeweils in beide Richtungen drehbar sein müsste – ob das technisch geht….

Die Akkulaufzeit ist hervorragend – ich war mit dem Trimmer so um die 25-30 Minuten mit einer Akkuladung unterwegs – dabei ging es dem Rasen und Unkraut richtig an den Kragen. Die U-Steine meiner Sitzbank, die Rasenkantensteine zum kleinen Teich hin, der Ritz im Boden am Hochbeet , die Mauer zum Nachbarn usw. ließen sich prima mit dem Akkurasentrimmer freischneiden.
Das ich nicht die ganze Zeit ein Kabel hinter mir herziehen musste, machte die Sache dann auch noch richtig entspannend, da ich laufen konnte wie ich wollte und nicht ständig auf die Kabelführung achten musste.


Dank des geringen Gewichts, des fehlenden Kabels und des mit nur einem Knopfdruck einstellbaren Auszuges für die Länge, war das Arbeiten wirklich ohne Schmerzen im Rücken oder langsam lahm werdenden Armen zu erledigen.
Wenn ich hier den ART – 26 mit meinem alten Fadentrimmer vergleiche – dann ist das schon eine Umstellung.
Zum einen entfällt die Kabelschlepper und -zieherei – zum anderen muss ich nicht mehr alle 2-3- Minuten an diesem nervigen Faden herumfingern, welcher zwar eine automatische Fadenverlängerung hat – dieser Faden jedoch gerne genau so abbricht, dass man ihn von Hand erst wieder aus der Spindel herausfingern muss. Auch wird der Faden bei jedem Ausschalten verlängert, was bedeutet, dass man entweder den Trimmer ständig laufen lassen sollte – oder halt andauernd teuren Faden in die Gegend feuert.


Das Messer hingegen, hielt während der Stunde wo ich am trimmen war – problemlos stand – gut - man kann in den Bildern schon sehen, dass es in Mitleidenschaft gezogen wurde, aber man kann halt nicht erkennen wie oft es Bekanntschaft mit Steinen und Wurzeln usw. gemacht hat – und glaubt mir – es war eine Menge.
Da ich nun nicht weiß, wie lange normale Messer halten, kann ich zwar nichts darüber aussagen um wieviel besser das Durablade Messer gegenüber denen ist, aber gegenüber dem Faden hat es schon seine Vorteile – vor allem es blieb die ganze Zeit auf der gleichen Länge - der Faden des anderen hingegen ist mal 8 cm oder mal nur 1 cm lang und das nervt gewaltig. Der einzige Vorteil des Fadens ist, dass man auf unebener Fläche besser arbeiten kann – der Faden kann da auch mal in die Ritzen zwischen Steinen und Beton usw gehalten werden, da blutete mir bei dem Messer das Herz, vom lauten Scheppern mal ganz abgesehen.


Ansonsten hat der Trimmer eine recht angenehme Geräuschentwicklung, im Leerlauf summt er ja Quasi nur etwas lauter – und im Einsatz liegt er auch ein gutes Stück unter dem Pegel meines alten Trimmers.


Was mir aufgefallen ist, immer wenn ich es übertrieben habe, dann stoppte das Gerät – da war wohl die ConstantElektronik zu Gange – ebenso schaltete sich der Trimmer aus, als der Akku dann doch leer wurde. Man konnte ihn dann zwar noch ein paar mal Kurz laufen lassen, aber er wurde jedes Mal direkt wieder von selbst ausgeschaltet. Ansich keine falsche Sache – so leben  Akku und  Motor sicher länger. Was ich jedoch vermisste, war - wie bei den anderen Maschinen eine Anzeige – Grün/Rot – für den Akku.
Für meinen Garten (um die 100 qm)  benötigte ich etwa 1 ½ Akkuladungen – wobei ich doch recht viele Ecken und Kanten zu schneiden hatte.


Was ich irgendwie noch nie verstanden habe, ob nun bei dem Bosch Rasentrimmer oder meinem anderen – wieso können die Geräte eigentlich keine glatte Unterseite haben? Das Reinigen könnte so viel leichter sein, wären da nicht die vielen Ecken und Kanten in denen die Rasenreste hängen bleiben und das Säubern so echt aufwendig machen. Wäre das eine ebene Fläche, wäre man innerhalb von 20 Sekunden fertig.
 

Im Großen und Ganzen ist der ART schon ein sehr gutes Gerät an dem ich echt wenig zu nörgeln hab, er liegt sehr gut in der Hand, ist sauber verarbeitet und sicher jeden Cent wert. Was mir nicht gefallen hatte, war der unebene Unterboden, die seltsame Haltung wenn man unter Bänken usw schneiden muss und dass der Akku keine Abdeckung für die hinteren Kontakte besitzt und so verschmutzen kann.


Wer frei von Stromkabeln und anderen Stressfaktoren (Rückenscherzen, abgebrochenen Faden usw) arbeiten möchte, dem kann ich den ART 26-LI wirklich nur ans Herz legen – und ich wird ihn auch in der Bekanntschaft und Verwandtschaft sicher einigen noch vorführen (müssen).

PS.: Da die Bilder etwas größer sind als die Schnellansicht des Forum - solltet ihr diese in der Großansicht betrachten.
 
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Super Bericht Funny :) Für mich sagt der Bericht schon erheblich viel aus das es zu einer Kaufentscheidung kommen könnte . 5 D
2014-07-30 12:22:10

Hallo,
guter Bericht - kann ich gut nachvollziehen.
2014-08-02 17:37:51

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