PSM 10,8 LI - Der erste Schleifer mit Power Automatic

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Produkttest Akkumultischleifer PSM 10,8 LI 1 Kommentar
Vom 30.09.12 Geändert 2012-09-30 21:32:33

Als erstes möchte ich mich nochmals bedanken das ich den PSM testen durfte.

Für mich ist dieses Gerät eine große neue Errungenschaft in meiner Werkstatt. Er liegt immer griffbereit  da und erleichtert mir schnelle und ordentliche Schleifarbeiten.  Da ich auch viele Arbeiten im Garten erledige, muss ich oft Werkzeug hin und her transportieren.  Der handliche PSM 10,8 LI lässt sich schnell zusammenpacken und mitnehmen.

Lieferung:

Das Gerät kam recht zügig bei mir an. Der PSM 10,8 LI ist sicher in einem Koffer verstaut. Mein Set bestand aus dem Akkumultischleifer, einem Ladegerät, zwei Akkupacks und 3 Blätter Schleifpapier. Zusätzlich hat mir Bosch noch ja eine Packung 80er und 120er Papier spendiert, was ich klasse fand. Wen ich mir jedoch das Gerät gekauft hätte, wäre ich über die Zugabe von 3 Blatt Schleifpapier jedoch etwas enttäuscht, da es für ein erstes größeres Projekt leider nicht ausreichend ist.
Wie schon erwähnt ist der PSM 10,8 LI in einem Koffer verstaut. Alles an Zubehör (Ladegerät und Zusatzakku)  findet da gut Platz und sitzt sicher. Im Koffer kann auch gut das Schleifpapier mit verstaut werden.

Handhabung und umgesetzte Projekte mit dem PSM 10,8 LI:

Trotz des durch Bosch reichlich beigepackten zusätzlichen Schleifpapier, bin ich erst mal in die Baumärkte nach Schleifpapier schauen gegangen. In manchen Baumärkten ist die Auswahl an Papier für den Multischleifer etwas dürftig. Es gab teilweise nur zwei Körnungen und/oder überhaupt kein Papier zum Schleifen für Lacke (das Weiße).  Bin aber fündig geworden und habe teilweise für die Fordere Platte Papier vom Deltaschleifer genutzt.

Der Multischleifer hat mich beim Arbeiten an ein Bügeleisen erinnert. Ich hatte einige Bretter  zu schleifen. Also begann ich mit dem 80er Papier und legte mir das erste Brett bereit. Das Schleifen ging sehr leicht von der Hand und dabei kam mir dann der Vergleich zum Bügeleisen. Nur das dem Schleifer etwas fehlte, was ein Bügeleisen noch hat, das Kabel. Dadurch konnte ich den PSM mit leichtem Druck über die Bretter gleiten lassen.  Nachdem der Zweite Schleifgang mit 120er Papier erledigt war, musste ich dann leider aufhören mit schleifen obwohl es richtig Spaß gemacht hat. Aber der Akku war auch runter. (Nach 12 Brettern und je zwei Schleifdurchgänge)

Als Zweites habe ich mir dann ein größeres verzinktes Nageleisen genommen. Von diesem musste das Zink etwas runter. Da ich noch keinen Trennschleifer besitze, dachte ich mir probiere ich es mal einfach. Hat auch gut geklappt, zwar nicht so schnell wie mit einem Winkelschleifer aber ging.

Danach kam ich dann zurück zu den Brettern.  Diese  waren in der Zwischenzeit mit vier Lackschichten gestrichen. Die Bretter waren mit schwarzem Acryllack gestrichen und bekamen dann noch drei Lagen PU-verstärkten Acryllack in Cremeweiß. Nun sollte die Oberfläche geglättet werden und  an speziellen Stellen sollte der Cremeweiße Lack bis auf den Schwarzen runtergeschliffen werden. Es war also Shabby-Lock das Motto. Also nahm ich mir den PSM 10,8 LI und begann die Oberfläche großflächig zu glätten.  An den Übergängen der Bretter setzte ich den Multischleifer etwas Schräg an oder nur mit der langen Kante, um auf den Schwarzen Lack runter zukommen. Ich erhöhte dabei den Druck und die PowerAutomatic kam zum Einsatz. Dadurch ging das Ganze echt flott von der Hand. Ich schaute dann nach dem Schleifpapier am PSM und das hintere (fast rechteckige) Stück hatte bisher noch nicht viel gelitten. Damit konnte ich es noch gut nutzen um die Stirnseiten der  Bretter zu bearbeiten.  Das Ergebnis dieser maximal 30 Minuten Arbeit konnte sich dann auch gut sehen lassen und hatte mich überzeugt.

Als nächstes hatte meine Freundin doch glatt einen alten Holzklotz im Brennholz entdeckt. Da hieß es dann „Kannst du mir da nicht ein Teelicht reinmachen und es etwas schön machen“
Ich dachte beim glätten sofort an den Produkttest und nahm mir das Ding mit. Ich begann dann auch gleich mit dem Schleifen. Da das Stück doch einige Schandstellen hatte musste doch erst mal viel runter. Prinzipiell geht das auch mit dem PSM aber leider hatte ich nur 80er als gröbste Körnung. Damit war es dann mit etwas Mühe verbunden. Ich konnte dabei die PowerAutomatic nochmals austesten. Ich erhöhte den Druck, die Vibrationen wurden kräftiger und der Abtrag auch. Durch die großen Vibrationen war es gut, dass das Werkstück festgespannt war. Nachdem der Grobschliff getan war nahm ich das 120er Papier. Damit wurde dann die Oberfläche schön glatt. Da der Klotz an den Seiten eine Hohlkehlfräsung hatte musste diese auch geschliffen werden. Mit der Längsseite des PSM 10,8 ging dies hervorragend. Und Freundin war am Ende glücklich.

Dann hatte ich Kleinteile aus Pappelsperrholz geschliffen. Dazu gibt es dann nichts Ergänzendes zu berichten. Ergebnis war klasse und Handling wie bisher, alles super.

Seit Längerem habe ich noch ein Projekt rum liegen. Eine Laterne aus Buchenholz. Diese wurde schon mit der Drahtbürste bearbeitet, um die Konturen des Holzes herauszuholen.  Da die Laterne schon zusammengeklebt ist, hat diese viele Ecken, Kante und Kleinflächen. Mit dem PSM 10,8 LI ging das Schleifen dennoch super von der Hand. Ich bin in jede Kante reingekommen, die runden Fräsungen war kein Problem und ich hatte Spaß bei der Arbeit

Danach kamen noch diverse kleine Arbeiten und Projekte. Das bisherige Fazit aus meinen Arbeiten mit dem PSM 10,8 LI Akkumultischleifer. Er liegt nun immer griffbereit da und ich nutze ihn bei fast allen Schleifarbeiten. Das liegt daran das er immer startbereit ist und die Ergebnisse überzeugen.

Eines musste ich noch Testen. Die Absaugung. Ich bin da beim Schleifen eigentlich kein Fan. Das liegt daran das ich dafür nur einen Standard Staubsauger nutze. Dieser hat einen starren Schlauch, die „Riffel“ des Schlauches rubbeln über die Holzkanten und der Schlauch ist zu kurz. Dennoch habe ich es kurz getestet. Für meine Begriffe ist die Absaugung vollkommen in Ordnung. Es sind nach dem Schleifen kaum Staubreste auf dem Werkstück. Großer Vorteil dabei ist das sich das Schleifpapier nicht so schnell zusetzt.

Wie ist die Akkuleitung? Wie lang hält ein Akku und hab ich den zweiten genutzt?

Die Akkuleistung reicht für die die gängigsten Schleifarbeiten, wo ich sonst einen Deltaschleifer genutzt habe. Bei Arbeiten von großen Flächen oder wenn großer Abtrag runter muss, würde ich jedoch einen Extender oder Bandschleifer weiter nutzen. Es ist sicherlich auch mit dem PSM 10,8 LI möglich dies zu erledigen, aber es geht etwas schneller und bequemer.

Der Akku hat bei mir ausreichend lang gehalten. So habe ich 12 Bretter mit 63 cm Länge und  9 cm Breite geschliffen. Je ein Grobschliff und ein Feinschliff, erst danach wurde die Akkulampe rot. Das ist aus meiner Sicht ein sehr gutes Ergebnis.

Ein zweiter Akku war bei mir bisher nicht nötig. Für größere Projekte ist es jedoch gut einen in Reserve zu wissen.
 
Beurteilung der Leistung des PSM? Bin ich zurechtgekommen mit der PowerAutomatic?


Die Leistung des Akkumultischleifer PSM 10,8 LI ist vollkommen ausreichend. Das Gerät kann für alle gängigen Schleifarbeiten genutzt werden. Das nicht der gleiche Abtrag wie mit einem Bandschleifer erzielt wird, ist wohl selbstverständlich. Ich hatte für den Test nochmal vorn auf die Schleifplatte 40er Papier drauf gemacht und konnte so auch den Abtrag erhöhen. Hilfreich dabei war die PowerAutomatic  des PSM. Diese erhöht die Vibrationen bei Erhöhung des Drucks auf das Werkstück. Dazu sollte das Werkstück jedoch festgespannt werden. Ich hatte die Erfahrung gemacht, dass sonst die Vibrationen zu stark sind und das Werkstück auf der Werkbank zu „tänzeln“ beginnt. Die PowerAutomatic ist eine nützliche Produkteigenschaft.
 

Handhabung des PSM 10,8 LI

Darauf bin ich in meiner obigen Auswahl der  Anwendungsbeispiele eingegangen.
„Schleifen wie bügeln.“ Der PSM liegt gut in der Hand. Man kann ihn vorn direkt über der Schleifplatte führen, hinten am Griff oder mit beiden Händen.  


Wie zufrieden bin ich mit den Arbeitsergebnissen

Kurz und knapp:  Sehr zufrieden

Erfüllt das Gerät meine Anforderungen und Erwartungen.

Ich dachte, dass der PSM 10,8 LI für mich eine Alternative zum Deltaschleifer  wäre. Jedoch können mit dem Multischleifer auch größer Flächen gut geschliffen werden. Dadurch ist das Anwendungsgebiet weiter als bei einem Deltaschleifer.  So löst er definitiv für mich meinen kabelgebunden Deltaschleifer ab. Er ist von der Handhabung optimal für meine Projekte.

Was kann verbessert werden

Etwas mehr Schleifpapier im Koffer wäre toll.

Der Akku klemmt bei mir ein wenig, beim Einschub in den PSM. Was aber nicht störend ist. Lieber zu fest als zu locker.

Eine Akkufüllstandanzeige ähnlich wie beim PSR 18 wäre klasse.
Bis auf diese Kleinigkeiten, fällt mir beim besten Gewissen nichts ein.


Nutze ich ihn in Zukunft bei weiteren Projekten


Auf jeden Fall. Ich find das Teil klasse und kann es weiter empfehlen. Wenn ich nach meinen jetzigen Erfahrungen die Wahl hätte zwischen einem Deltaschleifer und dem PSM 10,8 LI, würde  ich mich für den Akkumultischleifer (PSM) entscheiden.


Nun noch ein kurzes Resümee

Positives
-  Schleifpapier lässt sich leicht wechseln durch den Microklettverschluss
-  Etwas abgenutztes Papier zerreißt nicht so schnell beim Entfernen  durch den Microklettverschluss
-  Für kurzen  Anwendungswechsel (Grob-/Feinschliff) reicht der Wechsel des forderen Schleifpapier aus
-  Ungewollter Sturztest aus fast einem Meter ohne jegliche Schäden überstanden
-  Akkuleistung und  Standzeit vollkommend zufrieden stellend
-  Handling und Ergonomie gut

Negativ

-  Bei Kaufgeräten etwas wenig Schleifpapier im Koffer
-  In manchen Baumärkten geringe Auswahl an Schleifpapier
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 242208#post242208.
2012-10-25 17:14:22

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