PSM 10,8 LI - Der erste Schleifer mit Power Automatic

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Das tapfere Schleiferlein oder mehrere auf einen Schliff mit dem PSM 10,8 Li... 1 Kommentar
Vom 30.09.12 Geändert 2012-09-30 16:05:07
Zu dem Produkttest des Schleifers hatten wir ursprünglich nur vor, die zwei alten Griechenlandstühle von ihrem alten Farbauftrag zu befreien und neu zu lackieren.
Das daraus vor lauter Spass an der Flexibilität des Gerätes mehr geworden ist - dazu gibt es mehr im Bericht.

Erstmal geht es um's Grundsätzliche:

Der Kandidat:
Das Behältnis:
Der Schleifer kommt im gewohnt sauber verarbeiteten und ausgearbeiteten Bosch Koffer, in dem der Schleifer an sich, ein Zweitakku und das Ladegerät ordentlich Platz finden.
Leider ist das verstauen der Original- Ersatzschleifpads in deren Verpackung nur mit Mühe möglich.
Die Verpackung ist einfach einen halben cm zu Breit... Hier ist eine Überlegung im Bereich des Verpackungsdesigns angebracht.
Ein weiteres "Manko" liegt im Dunstkreis des Umweltschutzes verborgen:
Die auf Umweltfreundlichem Marterial gedruckten Betriebsanleitungen halten in den im Deckelinnenren angebrachten Klammern nicht und rutschen ständig wieder heraus.
Abhilfe schaffen könnte hier ein verlängern der zwei Stege (auf der Innenseite des Deckels am Mittelteil im Bereich der Anleitungen) um jeweils eine "Nase".Im Bild markiert.
Dadurch würden die Hefte besser an Ort und Stelle verbleiben.
Der Inhalt:
Sauber Verarbeitet und ungewohnt leicht kommt er daher dass sich durch sein Erscheinen die Frage auftut, ob er der gestellten Aufgabe gewachsen ist.
Die Gewichtsverteilung lässt ihn beim Schleifen sicher Führen und beugt einer vorzeitigen Ermüdung vor.
Sehr erfreulich ist das Vorhandensein des Adapters für die Staubabsaugung.
Beim Ladegerät verhält es sich in Punkto Verarbeitung und Optik / Haptik wie beim PSM 10,8 Li.
Der Akku lässt sich sicher im Ladegerät verriegeln und kann auch bei versehentlichem anrempeln nicht herausfallen.
Die Anzeige ist selbsterklärend und bedarf keiner weiteren Erklärung.
Die Ladezeit liegt unterhalb der angesagten Stunde Maximalladezeit.


Die Herausforderer:
Zwei alte Holzstühle mit stark patiniertem Farbauftrag in Lichtblau und Flechtsitzauflage.
Die Oberflächen sind sowohl Eben, wie auch Rund und Winkel in jeder Form liegen vor.


Der Praxistest:
Angefangen mit der Arbeit hat meine Frau, die solche Arbeiten bisher eher selten durchgeführt hat.
Begeistert von der Leichtigkeit des Schleifers wollte ich mich gleich nach dem Auspacken an die Arbeit machen, jedoch sollten ja zuerst die Akkus geladen werden.
Da dies jedoch unerwartet schnell von statten ging, konnte ich loslegen.
Nun das Schleifpad aufbringen. Leichter gesagt als getan.
Die zwei Teile sollen genau aneinanderliegen, sagt mein Mann noch und da hatte ich bereits das erste Problem: wenn die zwei Pad's nicht aneinanderheften ist eine genaue Positionierung auf dem Schleifteller ein Geduldsspiel - hier ist die Aufbringhilfe vom Excenterschleifer PEX 400 z.B. eine geniale Sache.
Vielleicht ist so etwas auch für die Dreiecksforn und den Anhang möglich?
Jetzt aber ran an die Stühle bzw. deren Farbe.
Das diese "Arbeit" so einfach von der Hand geht, hätte ich nicht erwartet.
Der Materialabtrag ist schnell erledigt und ist eine saubere Grundlage für das spätere Lackieren.
Pro Stuhl habe ich nur jeweils ein Pad ge- bzw. verbraucht.
Nach dem Schliff des ersten Stuhles erkundigte sich mein Mann nach dem Zustand des Akkus, der jedoch noch keine Anzeichen von Schwäche zeigte.
Dieser hat sich während des Schlieifens des zweiten Stuhles gemeldet. Schnell ausgetauscht und gleich weiter in der Aktion.

An beiden Stühlen habe ich im Bereich der Sitzauflage Stellen für den Test meinens Mannes übrig gelassen.
Insgesamt bin ich von der Universalität und der Handhabung des Gerätes begeistert... mal sehen, was noch geschliffen werden kann...


Wie meine Frau schon geschrieben hat, wurden mir freundlicher Weise ein paar Stellen an den stühlen übrig gelassen, damit ich auch an diesem Projekt die Brauchbarkeit des PSM 10,8 Li testen kann.
Die übrigen Flächen waren die Rundstäbe und deren Ecken.
Aber gut - frisch ran ans Werk und siehe da - selbst die Rundstäbe und sämtliche Ecken liesen sich leicht erreichen und waren schnell bearbeitet.
Was nun - für eine verlässliche Aussage fehlt noch weiteres Testmaterial.
Der dazugehörige Tisch könnte auch noch einen neuen Farbauftrag verkraften - her damit!
Auch bei der Tischplatte aus Blech sowie dem Gestell aus dem gleichen Material zeigten der PSM 10,8 Li keine Schwächen.
Zwar meldete sich der zweite Akku während der Arbeit, der Ersatzakku war aber bereits wieder geladen und Einsatzbereit.
So konnte auch diese Arbeit schnell und zu meiner vollsten 'Zufriedenheit erledigt werden.
Den Farbauftrag erledigte ich nach einer kurzen Reinigung der Objekte mit dem Feinsprühsystem PFS 65, welches sich wieder einmal als bessere Lösung erwiesen hat.
Die Farbnebel auf dem Rasen verdeutlichen den Spritznebel, welcher trotz Abstand zum Objekt relativ klein ist. Nach dem ersten Mähen ist die Farbe wieder weg... ;)
Das hier keinerlei Überraschungen zutage traten, spricht für die Zuverlässigkeit des Gerätes - schliesslich sind mittlerweile schon einige Liter Lacke und Öle durch die Düse marschiert.
Einen kleinen Ergänzungstest ergab sich zufällig durch den Wunsch meiner Mutter nach einem Rostfreien Fahrzeug.
Gut, das meiste wird mit der Flex und einer Schruppscheibe bzw. eines Schleifpads entrostet, an gewisse Stellen ist aber hier Für solch brachiale Gerätschaften kein herankommen.
Also Schleifpapier entsprechend des Mediums besorgt und die Ecken und Kanten bearbeitet.
Ermutigt durch die guten Aträge des Rostes nahm ich den PSM 10,8 Li auch mal für den Radlauf her.
Dabei hat das Gerät erstmals die Grenzen seines vernünftigen Gebrauchshorizonts erreicht - für solche Arbeiten gibt es schließlich entweder Excenterschleifer oder die Flex...


Fazit:
Der PSM 10,8 Li ist die ideale Ergänzung zu einem Excenter- oder Schwingschleifer.
Die Haptik ist sehr ausgewogen das Gerät zeigte - bis auf das fummlige Blattwechseln - keinerlei Schwächen.
Die Druckabhängige Regelung ist ein Highligt welches sich der Heimwerker schon länger mal gewünscht hat.
Eine runde Sache, für heimwerkende Frauen- wie auch Männerhände geeignet. Bezüglich der technischen Daten erstaunliche Praxisleistungen -> nur zu Empfehlen!
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 242208#post242208.
2012-10-25 17:14:15

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