PSM 10,8 LI - Der erste Schleifer mit Power Automatic

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Mein Test vom Akku-Multischleifer PSM 10,8 LI 1 Kommentar
Vom 30.09.12 Geändert 2012-09-30 10:06:21
Hallo, dies ist mein erster Testbericht. Ich habe mich wirklich gefreut nach einigen Bewerbungen nun auch einmal ein Gerät testen zu dürfen, dafür noch einmal vielen Dank an Bosch.
Wir haben in unserem Haus noch einige Holzfenster verbaut und gerade im Obergeschoss sind diese durch Witterungseinflüsse etwas pflegebedürftig, sprich es muss ein neuer Anstrich her. Um die alte Lackschicht abzutragen, bzw. an den nicht beschädigten Stellen an zu rauen kommt der Multischleifer gerade recht. 2 Tage nachdem fest stand dass ich testen darf, brachte der Paketdienst schon meinen Karton.

1. Eindruck (neudeutsch „unboxing“)
Erfreulicherweise kommt der Multischleifer in einem der gewohnten grünen Plastikkoffer. Einen Koffer empfinde ich als absoluten Mehrwert und gleichzeitig notwendigen Bestandteil eines Lieferumfangs. Neben dem Gerät selber befinden sich im Koffer ein Ladergerät, je eine Bedienungsanleitung und: gleich 2 Akkus. Die sind auch durchaus sinnvoll wie sich später herausstellt. Bosch hat netterweise für den Test gleich noch ein paar Blatt Schleifpapier beigelegt, damit man gleich loslegen kann und ein Stutzen für die Absaugung ist auch noch dabei.
Der Multischleifer liegt gut in der Hand, ist im ersten Moment aber doch größer als ich es erwartet hatte. Obwohl ich recht kleine Hände habe für einen Mann, lässt er sich aber auch mit einer Hand gut halten. Kurz eingeschaltet als „Trockenübung“ – ok vibriert! Dann gleich erstmal den ersten Akku ins Ladegerät gesteckt und die Bedienungsanleitung angeschaut. Viel Wichtiges steht dort nicht außer dass die Batterieanzeige grün blinkt, wenn der Power-Modus zugeschaltet ist. Die Öffnung für den Absaugstutzen wird bei Nichtbenutzung durch einen Gummideckel verschlossen. Der Stutzen selbst sitzt auf den ersten Blick dann recht fest, wenn man ihn montiert.

Ran an die Fenster
 Da für Farben und Lacke das weiße Schleifpapier empfohlen wird, habe ich mir eben jenes aus dem Baumarkt geholt. Das war gar nicht so einfach, das Rote haben alle vorrätig, das Weisse fand ich erst im 3. Baumarkt.
Als erstes habe ich die grobe 80er Variante genommen um die beschädigten Lackstellen ganz ab zu tragen. Ich nenne sonst einen Metabo Deltaschleifer mein Eigen und vergleiche die Schleifleistung daher mit dem Multischleifer. Was soll ich sagen, der Kleine braucht sich da nicht zu verstecken. Relativ schnell und besser als erwartet wird die spröde Lackschicht abgetragen und das schöne Holz kommt darunter zum Vorschein. Ganz besonders nachdem ich auch den richtigen Druck für den Power-Modus gefunden habe. Mit einem Mal startet der kleine Schleifer noch mal richtig durch und erhöht die „Drehzahl“.  Auch in den Fensterecken kommt der Multischleifer gut zurecht. Nach ca. 20 Minuten ist allerdings Ende mit dem 1. Akku. Also ausgetauscht und gleich wieder laden lassen. Zum Glück ist da ja noch Akku Nr. 2.
Der obere Bereich der Fenster ist ohne Lackschäden, so dass ich hier das etwas feinere 120er Papier genommen habe. Da zum Anrauhen nicht unbedingt der Power-Modus benötigt wird, hält der 2. Akku ca. 30 Minuten. Akku Nr. 1 benötigt jetzt noch rund 30 Minuten bis er wieder voll ist, Also Zeit für eine Zwangspause um Material zu holen (und einen Schluck Wasser trinken soll man ja auch zwischendurch).
Das Thema Staubabsaugung ist eine Geschichte für sich. Eigentlich war ich darauf besonders gespannt, da ja innen gearbeitet wird. Leider muss ich beim ersten Versuch meinen alten Nass-Trockensauger anzuschließen feststellen, dass der Saugschlauch nicht in den Stutzen passt, der Schlauch hat einen zu geringen Durchmesser. Also habe ich den Hausstaubsauger versucht an zu schließen. Hier passt zwar alles zusammen, aber der gebogen Griff am Ende des Schlauchs macht das ganze etwas unhandlich. So passiert es mir dann auch immer wieder nach kurzer Zeit, dass sich der Stutzen vom Multischleifer löst und mitsamt dem Schlauch nach unten fällt. Ja richtig gelesen, der Stutzen rutscht aus dem Schleifer. Ok, der Hausstaubsauger ist durch den Griff sicher suboptimal, aber ich finde das unschön. Leider fehlt mir für einen aussagefähigeren Test ein anderer Sauger. Ingesamt habe ich auf diese Weise 4 Fenster bearbeitet was mangels Zeit auch 2 Nachmittage in Anspruch genommen hat (das lag also nicht am Multischleifer)

Was schleife ich als nächstes?
Der Multischleifer macht Spaß, gerade auch weil kein Kabel stört. Ich war in der Vergangenheit ein Verfechter von Netzgeräten, zumindest bei Werkzeug. Meinen ersten Akkuschrauber habe ich nur, weil es den zum Bosch Bohrhammer dazu gab. Auch der war überraschend gut und auch das Schleifen ohne Kabel gefällt mir. Dieser Test hat mich auf jeden Fall überzeugt: es sollen in Zukunft gerne mehr Akkugeräte in meinen Werkzeugpark Einzug halten, zumindest da wo es Sinn macht.
Als zusätzliches kleines Projekt kommt noch eine Holzplatte für meine Dartscheibe. Damit die ganzen Pfeile die daneben gehen nicht die Wand beschädigen habe ich eine Decken hohe (sind nur 2 Meter im Keller) Holzplatte aus dem Baumarkt besorgt. Die Länge habe ich dann mit der Stichsäge angepasst und dann die Schnittkanten, sowie die Plattenfläche mit dem Multischleifer abgeschliffen damit sie lackiert werden kann. Ok, die Fläche macht man durchaus mit einem Schwingschleifer, aber der Multischleifer soll ja getestet werden. Aber gerade bei den Kanten spielt der Multischleifer seine Handlichkeit aus. Dank LI-Akku sofort einsatzbereit und ohne Kabel an zu schließen gleich zur Hand war das Schleifen hier in gefühlt 5 Minuten erledigt. Also konnte das erste Lackieren beginnen. Nachdem alles trocken war habe ich die aufgequollenen Holzpricker und damit auch gleich die Farbe abgeschliffen um dann den finalen 2. Farbanstrich auf zu bringen.
 
Fazit
Mir gefällt der Multischleifer, nicht weil ich ihn testen durfte, sondern weil er von der Schleifleistung her genau so gut ist wie mein Deltaschleifer mit Kabel dran und dafür aber um einiges handlicher und fexibler ist. Auch gerade wenn man mal auf einer Leiter stehend schleifen muss stelle ich mir das wesentlich handlicher vor. Das wird auch sicherlich nicht das letzte Mal gewesen sein, dass er zum Einsatz kommt, meiner Frau schweben schon die nächsten Ideen im Kopf herum ;).
Die Akkuleistung finde ich mit 2 Akkus durchaus ok, durchgängiges Schleifen wird es damit aber auch nicht geben. Für größere Flächen ist der Multischleifer aber ja auch nicht gedacht und dafür macht er bei kleineren Flächen wie z.B. den Fenstern eine gute Figur. Ich bin gespannt was die anderen Tester zum Absaugstutzen sagen, denn wie oben geschrieben empfand ich diesen als nicht fest genug im Gerät montiert. Ob das jetzt generell so ist, oder einfach dem unpassenden Griff des Hausstaubsaugers geschuldet ist, kann ich aktuell  nicht beurteilen.  Was ich toll finden würde, wenn man wie beim großen Bruder, dem 18 LI Schleifer, auch die Deltaplatte nach vorne heraus drehen könnte. Dann hätte man auch die Möglichkeit z. B. bei Stühlen in die schmalen Schlitze der Sitzfläche und Rückenlehne zu schleifen. Ingesamt ein Gerät, welches Mann bei Bedarf durchaus in seinem Werkzeuginventar haben sollte. Ich würde es empfehlen, außer man hat bereits den großen Bruder.
Ich hoffe der Test lies sich gut lesen und vermittelt einen ersten Eindruck vom neuen Multischleifer.
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 239971&posted=1#post239971.
2012-10-19 11:44:15

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