Der Akku-Mähroboter Indego

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Mein neuer Indego nach zwei Wochen Testbetrieb 1 Kommentar
Vom 05.09.13 Geändert 2013-09-05 00:00:00
Indego Testbericht nach 2 Wochen Betrieb,

ich wollte nochmal ein Nachtrag zu meinem ersten Testbericht nachreichen.

So, nach nun 2 Wochen Testbetrieb sollte ich eigentlich alles gesehen haben, was er kann und was nicht. ;-)

Ein offenes Thema war noch der Regen, aber was soll man dazu sagen? Die positive Seite ist natürlich: Der Regen macht ihm nichts aus! Auch wenn er bei einem kräftigen Gewitterguss so seine Bahnen zieht, ist es schön an zu sehen. ABER: Steigungen und Neigungen sind dann ein Problem.

Steigungen: Wenn er erst mal fährt, macht es ihm nicht soviel aus. Nur wenn er an fährt, drehen die Räder ungleichmäßig durch. Was ihn natürlich irritiert und er oft ins Kreisen übergeht. Er merkt dann natürlich das etwas nicht stimmt und sucht seinen Begrenzungsdraht. Anschliessend probiert er es an anderer Stelle neu, was im Endeffekt zu einem gemähtem Rasen führt. Also kann man sagen: Sieht komisch aus aber das Ziel wird erreicht, auch wenn er länger wie sonst braucht.

Neigungen: Die sind leider ein wirkliches Problem. Beispiel 1: Er fährt eine Neigung runter, man sieht seine Räder blockieren (weil der Begrenzungsdraht kommt) und er saust gegen meine Rasenkantensteine. Obwohl es wild aussieht, stellt es aber kein Problem dar. Beispiel 2: Nur wenn dort kein Rasenkantenstein zum auffangen vorhanden ist, saust er zu weit über das Begrenzungskabel und bringt die Meldung: Mäher ausserhalb vom Begrenzungsdraht. Und bleibt stehen. Dadurch habe ich mich dazu durch gerungen noch ein Paar Stangen in die Erde zu schlagen, als künstliche Bremse!? ;-) Somit brauche ich nicht im Regen den PIN-Code neu eingeben.

Thema anhaftender Dreck an den Rädern: Wir haben leider schweren lehmigen Boden, bei uns in der Gegend. Ich denke das ist nicht der Standard in Deutschland, aber ich möchte trotzdem darauf hinweisen. ;-) Durch das bereits oben erwähnte Kreisen und durchdrehen der Räder, sammelt sich eine 1-1,5 cm dicke Dreckschicht an den Hinterrädern. Das führt natürlich dazu, das das anfahren, bremsen und wenden erschwert wird. Inwiefern das die Orientierung beeinflusst, kann ich nicht sagen. Aber ich nehme an das er den Weg zwischen Abbiegungen misst um sich zu orientieren. Allerdings sollte sein Wegmesssystem durcheinander kommen, wenn sich der Raddurchmesser ändert?!
Die Vorderräder sind leider auch anfällig für meinen klebrigen Boden, es bildet sich dort auch eine Dreckschicht. Konstruktionsbedingt führt diese Dreckschicht allerdings zu einem blockieren der Vorderräder, und das wiederum führt zu einem stecken bleiben.

Aber trotzdem macht er seine Arbeit super, ok, ich muss ihm behilflich sein, aber ich muss nicht selbst mähen ;-) . Er kommt viele Tage auch ohne meine Hilfe zurecht und darum ist er eine Bereicherung für meinen Rasen!!!

Ein Problem ist in der letzten Woche sehr penetrant aufgetreten, und da benötige ich und er doch noch irgendwie Hilfe.

Fehlercode 47: Er ist wieder da! :-(

Was passiert: Er fährt zur Ladestation, speichert dort seine Gartenkarte und will wieder anfangen zu mähen. Er fährt ein Stück rückwärts aus der Station, dreht sich dann ca. 90 Grad nach rechts und überlegt. Soweit alles ok!! Aber dann macht er eine sehr schnelle Drehung um 180 Grad nach links und will über den Begrenzungsdraht raus fahren. Er merkt es, das es der Begrenzungsdraht ist und dreht wieder 160 Grad zurück nach rechts. Und versucht dann aus viel zu geringer Entfernung die Ladestation zu treffen, das funktioniert natürlich nicht. Und dann sucht er den Begrenzungsdraht und fährt zur Ladestation und fängt mit dem Spiel von vorn an .......

1. in Ladestation Gartenkarte speichern
2. Rückwärts raus fahren, drehen 90 Grad nach rechts
3. Drehen 180 Grad nach links (wenn man es sich aufzeichnet merkt man, das dort das Begrenzungskabel liegen würden)
4. Drehen 160 Grad nach rechts
5. versuchen an Ladestation an zu docken (aus zu geringer Entfernung und falschem Winkel)
6. schräg gegen Ladestation fahren
7. wieder drehen und Begrenzungskabel auf gegenüberliegender Seite suchen und im Halbkreis zur Ladestation tuckeln
8. Und wieder bei 1. beginnen

Da spürt man die liebe zur Ladestation! ;-)

Nach ca. 30-40 Versuchen, kommt im Display die Fehlernummer 47 und ich solle den Boschdienst kontaktieren, und der kleine Mäher macht froh und munter weiter. Ausdauer hat er ja ;-). Nachdem er irgendwann wieder laden musste, macht er auch weiter den Kurs ab zu fahren. Sprich, es ist eine Endlosschleife.

Wenn ich dann die Gartenkarte lösche und neu kartiere, funktioniert alles wieder wie gewohnt. Problem dabei ist nur, das er den ganzen Garten NEU kennen lernt. Was natürlich unheimlich Zeit kostet.

Ich habe im Forum den Hinweis bekommen, das evtl. das Begrenzungskabel verändert wurde. Die Vermutung kann ich nicht bestätigen! Ich vermute eher, das es am Dreck an den Rädern liegt. Das Weglängenmesssystem muss ja völlig durcheinander kommen, wenn sich der Raddurchmesser ständig ändert.

Vielleicht hat ja noch einer einen Tip?

Ansonsten (bis auf den doofen Fehler) bin ich immer noch sehr zufrieden mit meiner Frieda (Indego). Ich hoffe Ihr habt auch soviel Spaß mit eurem Indego?!

Grüsse von der Schwäbischen Alb

Mike

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Hallo Mike
schön lebendig geschriebener Testbericht .
Man konnte von dir und dem Indego teilweise richtig die Verzweiflung nachvollziehen .
Klasse geschrieben , denn wenn man einen Indego hat und der spackt so rum weiß man das man nicht alleine ist ... Hättest deinen Indego anders nennen sollen denn du weißt das Frauen zickiger sind und noch lange nicht das machen was du willst :)
2013-09-08 15:27:58

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