PKS 18 LI – Für alle schnellen Schnitte

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Die Handkreissäge mit dem Wow-Effekt! 3 Kommentare
Vom 01.04.14 Geändert 2014-04-01 21:19:28
Als ich die Maschine bekommen habe war ich vom Gewicht überrascht. Die Säge ist federleicht im Vergleich zu einer Bosch PKS 55A (Bilder 1-3). Der Handkreissäge wird zusätzlich noch mit Akku, Ladegerät, Anschlag, Beschreibung und “Fast Cut“ Sägeblatt geliefert.

Nachdem ich die Anleitung gelesen habe, folgte der spaßige Teil.  Den Innensechskantschlüssel zur Befestigung des Sägeblattes musste ich suchen, da ich in der Beschreibung keinen Hinweis dazu fand, wo dieser ist. Da Bosch aber immer alles sauber und kompakt hält, fand ich ihn an der Motorseite (Bild 4). Nachdem ich den Halt des Sägeblattes kontrolliert und den Akku geladen hatte, was übrigens ganz fix geht, ging ich daran mir alles genau anzusehen.
 
Momentan ist es etwas verwunderlich warum so viel Plastik verbaut ist und es wirkt teilweise auch etwas filigran. Zuerst machte mir das Sorgen, da es ehrlich gesagt "Billig" wirkte. Ich dachte nicht, das diese Maschine was kann. Das ganze Plastik aber ist verwindungssteif und da klappert nichts.
 
 Die Cut-Control und der Anschlag sind sehr gut einzusehen und einzustellen, sobald man den Dreh heraus hat, kann man schnell präzise und gerade sägen. Der Anschlag lässt sich genau einstellen und die Schraube hinterlässt zwar Kratzer auf dem Lineal des Anschlages, dieses ist aber auch nach mehrmaligem Gebrauch noch gut leserlich. Die Befestigungsschraube des Anschlages hält einwandfrei und es ist auch keine Feder notwendig, damit diese sich nicht beim Betrieb der Handkreissäge versehentlich löst.
Die Führungsplatte der Säge ist ganz aus Metall und verfügt auch über ein eingestanztes Lineal (Bild 7), was bei groben Zuschnitten sehr hilfreich sein kann oder wenn kein Platz für den Anschlag selber ist. Es lassen sich alle Schrauben und die Arretierung des Sägeblattes sehr gut greifen und handhaben. Selbst die Schnitttiefe lässt sich bequem über eine Schraube und der Anzeige gut einstellen.
Nun zur Genauigkeit der Säge. Mit einem Winkel checkte ich die Ausrichtung des Sägeblattes zur Grundplatte. Also "out of the box" sehr gut (Bild 8 und 9). Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass man die Cut-Control, Winkelanschlag und den Tiefenanschlag der Maschine nachjustieren kann. Das ermöglicht sehr präzises arbeiten auch mit verschiedenen Sägeblättern und über längere Zeit.

Mein erstes Projekt für die Säge war das auftrennen von Eichenbohlen mit einer Stärke von ca. 35 mm. (Bild 10) Um ehrlich zu sein, dachte ich nicht das die Maschine das packt. Da sie im Leerlauf sehr leise ist und man einem nicht die Kraft dahinter erwarten lässt.
Doch die Handkreissäge ging durch das Holz, dass ich nur so staunte. Es war traumhaft mit der Maschine zu sägen. Als Vergleich habe ich einen Schnitt mit einer geliehenen Maschine (PKS 55A) gemacht und fand es viel anstrengender als mit der PKS 18 LI. Die Staubabsaugung funktioniert gut, und der automatische Stopp des Sägeblattes macht die Maschine sehr sicher in ihrer Handhabung. Selbst ohne Staubabsaugung, kann man mal einen Schnitt oder zwei machen, ohne im Staub zu versinken.
Nachdem ich einen kompletten Bohlen (= 4 Bretter) aufgetrennt hatte, wollte ich wissen was sich in der Maschine abspielt. Daher habe ich mit einem Thermometer die Temperatur des Motors direkt an der Welle im Gehäuse gemessen. Die Raumtemperatur betrug 22°C und die Maschine war nach einem Schnitt bei 35°C und am Ende des vierten Schnittes erst bei 42°C. Also nichts im Vergleich zu der verrichteten Arbeit. (Bilder 12- 14) Dann musste ich den Akku erst laden, sprich nach über acht Meter Eichenholz. Man beachte auch, dass ein Schnitt etwa in zwei Minuten erledigt war.

Da ich gerade eine Werkbank baue nutzte ich die Maschine gleich als Tauchsäge für den Ausschnitt der Oberfräsplatte und für die durchgehenden Führungsschlitze im Anschlagholz. (Bilder 15 und 16) In Verbindung mit einer Führungsschiene ist die PKS 18LI ein unschlagbar. Sie ist schnell und leistungsstark und ermöglicht präzises arbeiten auch auf kleinstem Raum. Selbst Schnitte im 45° Winkel sind dank Cut-Control kein Problem und sicher durchzuführen. Die Lautstärke der Maschine im Betrieb ist nicht so laut, wie anfangs vermutet. Trotzdem schlage ich die Verwendung von Gehörschutz vor und bei sehr staubigen Arbeiten auch die Verwendung einer Staubmaske. Sicherheit geht vor.
 
Die Akkulaufzeit ist enorm gut und vor allem kann muss man nicht lange warten bis er wieder voll ist. Ich werde mir aber trotzdem mal einen zweiten Akku zulegen um einfach immer die Handkreissäge parat zu haben.
 
Was wäre verbesserungswürdig?
 Ich habe von anderen gehört, dass es bei Gehrungsschnitten zu Problemen mit dem Sägeblattschutz kam, dieses kann ich leider nicht bestätigen. Dem sollte man noch auf den Grund gehen warum das so passiert ist. Der Sägeblattschutz lässt sich gut nach hinten ziehen und federt auch wieder zurück beziehungsweise läuft automatisch mit dem Vorschub mit. Wie bereits oben erwähnt ist für mich nur das ganze Plastik momentan etwas irritierend gewesen. Man müsste auf längere Zeit sehen, ob sich das nicht zum Nachteil auswirkt. In der Testzeit wo ich die Säge bisher hatte, war das kein negativer Aspekt. Ganz im Gegenteil, dadurch wird die Maschine sehr leicht und einfach zu bedienen. Was ich vielleicht dem einen oder anderen Leser nahelegen möchte ist, dass diese Handkreissäge eine Heimwerkermaschine ist und nicht für den kommerziellen Zweck verwendet werden sollte. Die PKS 18 LI kann durchaus mit anderen Akkusägen mithalten, keine Frage. Ich habe in dieser Maschine endlich die richtige Säge für meine Holzarbeiten und Projekte.
 
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Manchmal hatte ich das Gefühl Du hattest eine andere Maschine als ich: "Gute Absaugung, Sägen in 35mm Eichenbohlen ein Traum etc." Interessant fand ich das "Fiebermessen der Maschine". Im Bericht selbst hätte ich etwas mehr Struktur erwartet. Ansonsten klasse Bericht 4D
2014-05-26 17:04:13

Das geht mir ähnlich. Also bei meinen Buchenbohlen hat sie schon ganz schön geschwitzt, kein Vergleich zu meiner Netzmaschine. Lag definitiv zum großen Teil am Sägeblatt, aber dass die PKS18LI besser längs (!!!!) durch die Eichenbohlen ging als die PKS 55a kann eigentlich nicht sein. Außer Du hattest auf der Netzmaschine ein stumpfes, 48-Zähne-Blatt.

Ansonsten finde ich Deinen Bericht auch sehr ordentlich und umfangreich. Manchen den Bilder fehlt in meinen Augen der Bezug zum Test (1+2; 3; 16), aber das ist sehr subjektiv :-)
2014-05-27 00:09:51

Ein schöner Bericht.
2014-05-30 10:41:24

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