PKS 18 LI – Für alle schnellen Schnitte

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Eine handliche und kraftvolle Akkukreissäge - aber leider auch mit ein paar Mängel 2 Kommentare
Vom 23.03.14 Geändert 2014-03-23 20:06:11
Lange habe ich mich darauf gefreut die PKS 18 Li in den Händen zu halten. Meine Erwartungen waren hoch, vielleicht auch etwas zu hoch.
Denn es gibt ein paar Punkte sie mich leider enttäuschen.

Als erstes wurde der Akku vollständig geladen. Es ist der erste Akku mit 2 Ah und das merkt man auch sehr schnell, denn den ganzen Testvorgang benötigte ich nur eine Ladung an der Steckdose.
 
In der Zeit als der Akku am Ladegerät hing habe ich erst mal in einer Trockenübung das Sägeblatte ausgebaut. Dabei viel gleich auf, dass das Sägeblatt um einiges dünner als die der kabelgebundenen grünen Geräte. Mit seinen 18 Zähnen und 16mm Breite scheint es nahezu ein Leichtgewicht  der Kreissägeblätter zu sein, obwohl es mit 15 cm Durchmesser noch ganz gut 4 cm dickes Holz schneiden kann.
 
Als ich dann das Sägeblatt wieder anbaute fiel mir auf, dass das Sägeblatt auf der Welle ein merkbares Spiel hat. Das kann man ganz gut im ersten Video anschauen. Im zweiten Video sieht man sehr deutlich, dass bei einem Gehrungsschnitt der Rückziehhebel auf den Sägetisch der Kreissäge aufschlägt.
 
Ich habe ihn abgeschraubt um zu sehen ob dann immer noch der Kunststoff am Sägetisch schlägt. Und so ist es dann auch gewesen. Im dritten Video erkenn man auch sehr gut das der Kunststoff nicht gerade widerstandsfähig und leicht zu drücken ist.
Als ich den Rückziehhebel wieder fest an der Kunststoffaufnahme verschraubt hatte merkte ich, dass der Rückziehhebel ebenfalls leichtes Spiel hatte. Das kann man sehr schön im 4. Video erkennen.
 
Mittlerweile war der Akku geladen und ich steckte ihn auf die vorbereitete Kreissäge auf. Mein Adapter meines Saugers passte perfekt auf den Sauganschluss der Kreissäge.
 
Die Handhabung der leichten 2,6 kg schweren Handkreissäge ist einfach. Der Motor zieht kräftig an, läuft gleichmäßig und stoppt sehr schnell nach dem Loslassen des Start/Stop Knopfes. Der Sägetisch gleitet ruckelfrei über das Werkstück.
 
Der erste Schnitt sollte gleich ein vierkantiges 40x40 mm hartes Holz sein. Die zu sägende Stücke habe ich mit 30 mm Breite geschnitten. Dabei viel sofort auf, dass der starke Motor mit etwas Vorschub der Kreissäge ohne große Probleme das Holz sauber und schnell durchsägt. Hier macht sich auch wieder das 16 mm starke Sägeblatt bemerkbar. Dadurch das es dünner ist arbeitet sich das Sägeblatt mühelos durch das Werkstück.
 
Im 4. Video habe ich eine 22 mm starke Kiefer gesägt. Leider ist das Filmen mit einer Hand und das Sägen mit der anderen Hand nicht so prickelnd, aber man erkennt sehr gut das der Schnitt gerade und einigermaßen sauber wird.
 
Im 5. Video habe ich eine 22 mm starke stabverleimten Platte gesägt. Deutlich zu erkennen ist, dass die Absaugung der Sägespäne nicht wirklich optimal ist. Mein Gefühl war eher noch, dass so gut wie gar nichts während des Sägeschnittes abgesaugt wird.
 
Ein 45 Grad Gehrungsschnitt in der gleichen Platte zeigt sehr deutlich, dass mit der Säge sehr genau gearbeitet werden kann. An drei unterschiedlichen Stellen habe ich nachgemessen ob der Schnitt die eingestellte Breite einhält.
 
Auch sehr dünne MDF-Platten lassen sich sauber und leicht mit der Säge bearbeiten.
 
Ich hatte noch ein Stück Küchenplatte übrig. Auch da habe ich gerade und 45 Grad Gehrungsschnitte durchgeführt. Trotz der geringeren Drehzahl der Akku-Handkreissäge als eine im Vergleich kabelgebundenen Handkreissäge schneidet sich das schmale Sägeblatt exakt und ohne große Mühe durch. Allerdings sollte man bei dickeren Brettern weniger Vorschub geben.
 
Ein paar Laminatreste konnte ich auch noch verarbeiten. Allerdings sah man dann doch leichte Einrisse an der Schnittkante am Laminat. Wahrscheinlich ist hier noch das notwendige Feingefühl mit dem Vorschub gefragt. Das Sägeblatt habe ich so eingestellt, dass nur 18 mm aus dem Sägetisch schauten.
 
Wahrscheinlich stelle ich mich zu dumm an, aber das Arbeiten mit dem Cut-Control liegt mir überhaupt nicht. Ich kann machen was ich will, aber jedes mal wenn ich ihn eingesetzt hatte war der Schnitt verlaufen oder „wellig“. Also dann doch lieber für mich eine Führung mit Anschlag an der Handkreissäge.
 
Insgesamt bin ich mit der Handkreissäge zufrieden und werde sie immer für das Schneiden meiner Grundplatten für Fretworkarbeiten verwenden. Eine „kabellose“ Werkstatt ist etwas Wertvolles. Keine Stolperfallen, keine Steckdosenprobleme und die 18 V Li-Serie ist so Vielfältig, dass ich ohnehin schon einige Akkus besitze und daher der Saft niemals ausgeht.
 
Aber die kleinen Mängel, wie sie in den Videos zu sehen sind, sollten evtl. verbessert werden. Auch die Staubabsaugung ist nicht gerade sexy. Etwas weniger Späneabfall und die Werkstatt bleibt dann doch etwas sauberer.
 
NEXT
Spiel Sägeblatt in der BOSCH PKS 18 LI
1/20 Spiel Sägeblatt in der BOSCH PKS 18 LI
PREV

Kommentar schreiben

Ein interessanter kurzer Testbericht der doch auf einige Mängel der PKS 18Li aufmerksam macht. Aufschlußreiche Videos werden hier schwerpunktmäßig in Szene gesetzt. Allerdings wurden die 7 heiligen Fragen nicht alle beantwortet. 4D
2014-05-26 23:27:37

Ein schöner Bericht.
2014-05-30 19:51:52

Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com Hier gehts zum Gewinnspiel 'Bohrgeräusch des Monats' auf 1-2-do.com
Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!