Heißes Teil: Die Akku-
Heißklebepistole PKP 7,2 LI

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

Echt heiß!!! Boschs größter Wurf seit dem Uneo!!! 1 Kommentar
Vom 30.03.11 Geändert 2011-03-30 14:20:57
Verpackung Leider wird die PKP im stabilen Karton geliefert. Ein kleiner Koffer oder eine Box bietet sich aber gerade für eine Heißklebepistole an, da ja außer ein paar Sticks und der Ladestation kein Zubehör benötigt wird. Die Heißklebepistole wird auch meist keine tägliche Anwendung finden und in einem Koffer ist dieses schöne Gerät einfach besser aufbewahrt. Zumindest sollte es eine Version mit Koffer geben. Der sollte neben der Pistole selbst und einem Fach für Klebesticks das Ladegerät so aufbewahren, dass man laden kann, ohne das Ladegerät entnehmen zu müssen.

Erster Eindruck WOW!!!! Die PKP 7,2LI liegt gut in der Hand und ist superleicht (300g)o. Leichter als meine bisherige Heißklebepistole, die über eine kabelgebundene Station verfügt (und ewig lange zum Aufheizen benötigt)!!! Und dabei ist die PKP auch noch wesentlich kleiner!!! Die von den Akkuschraubern bekannte Gummierung des hinteren Griffteils trägt zur guten Griffigkeit bei. Im Gegensatz zu den Akkuschraubern wirkt die Gummierung etwas rutschiger. Die Idee, im Boden der Ladestation 4 Sticks zu deponieren gefällt mir sehr gut. Wermutstropfen: Im Laufe der Jahre haben sich so einige Klebesticks angesammelt (bspw. für Tillandsien, mit Glitter, versch. Farben etc.). Leider sind die mit den 7mm-Sticks der PKP7,2LI nicht kompatibel.

Anleitung Die Anleitung umfasst bei kompletter Zählweise 116 Seiten im Drittel-Din-A4-Format. Davon sind 17 Seiten (inkl. je 2 Seiten Sicherheitshinweise und Notizen, je 1 Seite Entsorgungshinweise und Kundendienst und 4 Seiten Umschlag) für deutschsprachige Bastler interessant. Ich möchte aber nicht immer 100 Seiten fremdsprachige Literatur mit mir herumtragen (– auch wenn dies in Zeiten von Sarazzin ein positives Zeichen der Solidarität darstellt!) Bosch bietet im Internet die Anleitung als pdf zum Download an. Hier könnte Bosch eine echte Kurzanleitung von 2 Din A4-Seiten ergänzen, die man sich dann nach Belieben doppelseitig ausdrucken und laminieren kann. Mit einer solchen Kurzanleitung arbeitet man dann auch gern. Die obligatorischen Sicherheitshinweise sind nicht wirklich interessant – aber notwendig. Die anschließende Funktionsbeschreibung gibt in einem Satz eine Auflistung verklebbarer Materialien, benennt die Teile anhand der Produktabbildungen und liefert eine Tabelle mit technischen Daten. Ein Abschnitt zur Akkubehandlung und Bedeutung der Lade-LEDs fehlt ebenso wenig, wie ein allgemeiner Teil zur Verwendung der Klebepistole. Die aus gerade mal 3 Punkten bestehende Tabelle mit Anwendungstipps ist einfach zu wenig. Hier muss doch der Hersteller interessiert sein, möglichst die Vielseitigkeit seines Produktes zu unterstreichen, in dem er eine umfangreiche Tabelle präsentiert und zusätzlich viele Anwendungsbeispiele zeigt – vielleicht auch als zusätzliche Broschüre. Meiner aktuellen Spiegel-Ausgabe liegt ein Hochglanzprospekt von Bosch bei. In dieser Form eine kleine Broschüre beigelegt, die die PKP bei den unterschiedlichsten Anwendungen zeigt – mit Tipps von den Profis. Auch beim Dremel muss dem Kunde die Vielseitigkeit vor Augen geführt werden. Die wenigsten Kunden werden beim Anblick einer kleinen Bohrmaschine allein auch nur erahnen können, welche Möglichkeiten so ein kleines Maschinchen hat...

Funktionstest Da die Maschine teilgeladen geliefert wird, habe ich die PKP 7,2LI, wie in der Anleitung angegeben, erst einmal vollständig geladen. Das Netzteil mit Ladeelektronik sitzt direkt am Stecker und macht die Ladestation selbst erfreulich leicht. Die Zuleitung zur Station ist mit 1,80m auch ausreichend lang. Bei der Docking-Station hat Bosch schon mal alles richtig gemacht! Das Einlegen eines Klebesticks ist buchstäblich kinderleicht, wie allerdings auch nicht anders zu erwarten war. Die feineren Klebesticks und die schmale Düse deuten auf exaktes Arbeiten hin. Selbst bei längeren Arbeitspausen mit angeschalteter PKP lief nur ein kleiner Tropfen aus der Düse, der an der Düse verblieb und nicht heruntertropfte. Tropfen ließ sich nur erreichen, wenn man nicht früh genug den Dosierhebel losließ, so dass noch etwas Schmelzkleber aus der Düse lief. Trotzdem sollte man die PKP immer auf einer Unterlage abstellen, die gegen Umfallen sichert und einen Tropfen Schmelzkleber vertragen kann. Das Kleben an sich ist kinderleicht! Flexibles Material kann mit durchgehenden Strängen geklebt und dabei Stück für Stück angedrückt werden. Bei größeren starren Objekten empfiehlt sich das punktförmige Aufbringen des Schmelzklebers. Der Kleber bleibt erfreulich lange flüssig, so dass keine Hektik bei der Arbeit entsteht. Bei Bedarf kann man auch das zu verklebende Material vorwärmen, so dass sich die Verarbeitungszeit noch etwas erhöhen lässt. Den Fischerstab auf der Terrasse (Bastelarbeit der Tochter) ist etwas problematisch wegen des umwickelten Netzes – es ist in diesem Bereich keine flache Auflagefläche gegeben. Diese Aufgabe meisterte die PKP 7,2LI super! Die künstliche Efeuranke zum Kaschieren des Antennenkabels war sehr schnell fixiert. Erfreulich, dass man nur kurze Zeit anpressen muss. Jetzt musste die PKP an die Ladung, wobei ich noch sehr lange kleben konnte, bevor sie sich abschaltete. Der Ladevorgang war schnell erledigt und ist ebenfalls ohne Tadel. Jetzt komplett im Heißklebe-Fieber nahm ich die Ootheken (Schaumnester) der Blütenmantis meines Sohnes und klebte sie mit dem jeweiligen Astabschnitt, auf dem die Mantis sie abgelegt hatte in eine Heimchenbox – perfekt! Da mir schon lange die Einteilung der Besteckschublade auf die Nerven ging, hab ich schnell eine neue gemacht. Auch hier begeistert die neue Bosch Akku-Heißklebepistole. Auf der Terrasse habe ich die Lehne vor dem Fenster klappbar gemacht. Dabei habe ich eine hässliche Lücke produziert, für die ich aus Resten Leisten geschnitten habe. Die habe ich mit der Heißklebepistole eingeklebt. Dabei habe ich eine Leiste auf der falschen Seite mit Kleber versehen. Nach Trocknung ließ sich der Kleber rückstandsfrei entfernen. Trotzdem hält die Verklebung sehr gut. Das nächste Projekt sind die LED-Leisten hinter dem neuen TV. Leider konnte ich mein Osterprojekt noch nicht angehen, da es mir nicht möglich war, Ersatz-Heißklebesticks zu beschaffen. Die erhältlichen Sticks mit 7mm Durchmesser sind für andere Geräte mit anderen Heizelementen erhältlich. Mir war das Risiko zu groß, die liebgewonnen PKP 7,2LI mit falschen Sticks evtl sogar unbrauchbar zu machen.

Fazit Die Bosch PKP 7,2LI Akkuheißklebepistole ist der größte Wurf, der Bosch seit dem Uneo gelungen ist!!! Sie ist bei uns im Haushalt innerhalb von 3 Wochen unentbehrlich geworden. Die kleinen Klebeaufgaben, die andauernd anfallen, waren vorher ein echtes Gräuel. Die eigentlich für die Heißklebepistole prädestinierten Klebeaufgaben habe ich immer nach hinten geschoben, weil es doch ein Aufwand ist, die Pistole aufzubauen, unerträglich lange aufheizen zu lassen und immer wieder in die Station zum Aufheizen zurück zu stellen. Mit der PKP machen diese Aufgaben richtig Spaß!!! Sie heizt rasend schnell auf, ist durch den Lithium-Ionen-Akku auch nach längerem Nicht-Arbeiten sofort einsatzklar und auch sehr schnell wieder aufgeladen! Auf unempfindlichen Untergründen ist nun die Heißklebepistole meine erste Wahl, um nahezu alles darauf dauerhaft zu befestigen.

+ schnelle Aufheizzeit + schnelle Ladung des Akkus + einfache Bedienung + leicht + immer einsatzklar dank Li-Ion + gute Akkukapazität + Verklebungen meist wieder entfernbar

- 7mm Klebesticks (noch) unüblich und schwer erhältlich - kein Koffer - Anleitung – viel Umfang, wenig Information. Umfangreiche Anwendungstipps fehlen
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Na die kleine ist ja zu süß :-))
Die ewig langen Anleitungen nerven mich auch immer - lad dir mal hier: http://de.pdf24.org/ das Prg PDF24 runter, damit kannst du PDFs zerteilen. Seiten einzeln auswählen und als neue PDF speichern, wird gleich übersichtlicher.
2011-04-26 20:20:37

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