Keo - Hält den Ast beim Schnitt!

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Elektrowerkzeuge auf die Probe

Der Keo und die Birne - mein persönlicher Testbericht 1 Kommentar
Vom 29.04.12 Geändert 2012-04-29 21:27:52
1. Verpackung und Lieferumfang

Der Keo ist in einer einfachen Papp-Verpackung untergebracht. Diese Art der Verpackung ist sehr umweltfreundlich, da einfach zu recyclen. Leider eignet sich diese Verpackung nicht, um das Gerät im Werkzeugschrank unterzubringen, das sie etwas empfindlich ist und das Gerät nicht ausreichend schützt. Da wäre ein Plastik-Koffer, wie man es von anderen Bosch-Geräten kennt, idealer. Die Pappverpackung ist jedoch als Produktverpackung ideal und alles findet seinen Platz - Keo, Anleitungen, Stecker-Netzteil, Holz-Sägeblatt.

2. Erster Eindruck - Verarbeitung - Ausstattung

Das Gerät an sich ist ein schlanker "Handschmeichler". Der Keo liegt ausserordentlich gut in der Hand und durch die schmale Griffstelle, an der auch der Taster untergebracht ist, ist der Keo auch für kleinere Frauenhände gut geeignet.

Durch das geringe Gewicht und den toll ausbalancierten Schwerpunkt erscheint ermüdungsfreies, längeres Arbeiten durchaus möglich. Das Gerät ist aus
Kunststoff gefertigt und die Soft-Grip-Auflagen erhöhen den Bedienkomfort noch um einiges. Alles in Allem fasst sich der Keo sehr angenehm und ergonomisch an. Das Gerät sieht dazu noch ungemein schick und wertig aus. Nichts wackelt oder macht den Eindruck, etas "windig" verarbeitet zu sein.

Negativ fällt auf, das man den Akku nicht wechseln kann. Um den Akku zu laden, klappt man eine Gummikappe hoch und legt dadurch die Ladebuchse frei. Durch die Abdeckung ist die Buchse gut vor Schmutz, wie z.B. Sägespäne, geschützt. Das Ladekabel wird eingesteckt und der Akku wird geladen. Der Ladezustand wird durch eine helle grüne LED angezeigt, so daß man auch aus einiger Entfernung sehen kann, wenn der Akku voll ist. Dank Li-Ion-Technologie kann man den Akku jederzeit aufladen, ohne Memory-Effekt.

Am Gerät befindet sich der sogenannte "A-Grip", ein Haltebügel, der einhändiges Arbeiten mit dem Keo ermöglicht. Die Demontage des "A-Grip" geht sehr einfach vonstatten, die Montage ist jedoch etwas kniffelig, nach einigem Üben jedoch problemlos und nicht weiter störend. Der "A-Grip" hält beim Sägen den Ast fest.

Das Einsetzen und Wechseln des Sägeblattes ist ein Kinderspiel. Ich war sehr positiv überrascht. Ring drehen, Blatt rein, fertig. Sitzt bombenfest. Beim Entnehmen des Sägeblattes das selbe - Ring drehen - Sägeblatt entnehmen. Besser geht es nicht!

Der Schalter des Keo ist leicht erreichbar und ermöglicht eine stufenlose Regulierung der Drehzahl, je nach Druck auf den Schalter. Beim Testen fiel einigen meiner Mittester auf, das der Sicherheitsschalter etwas ungünstig positioniert ist und man ihn nicht immer auf Anhieb ohne Hinschauen findet. Hier wäre eine andere Position sinnvoll.


3. Test am Baum

Testobjekt war ein knorziger Birnenbaum, der einen Schnitt dringend nötig hatte. Es wurden verschiedene Aststärken, von schwach bis stark mit dem Keo gekürzt. Das Schneiden bereitete keinerlei Probleme und erwartungsgemäß entstanden nur saubere Schnitte. Der Keo ist gut austariert und lässt sich gut mit einer Hand - auch an ungünstigen Stellen - bedienen.

Beim Abtrennen von Ästen direkt am Stamm muss man den A-Grip entfernen. Man spürt bei demontiertem A-Grip deutliche Vibrationen und es braucht schon mehr Kraft und vor allem eine 2. Hand zum Durchtrennen der Äste. Jedoch sehr komfortabel und mit immer noch weniger Kraftaufwand als mit einer Handsäge.

Die Akkutechnik kommt einem besonders beim Arbeiten in der dicht bewachsenen Baumkrone bei wenig Bewegungsspielraum zu Gute. Man ist sehr flexibel, das Gerät ist klein und leicht und man kommt mit einer Akkuleistung wirklich weit. Bei meinem Test habe ich es nicht geschafft, den Akku leer zu bekommen.

Ich habe den Baum ausgeästet, Äste am Stamm abgeschnitten und nachher das Schnittgut noch an Ort und Stelle auf handliche Längen gekürzt.

Der Keo erfüllt meine Erwartungen an eine elektrische Astsäge voll und ganz. Nimmt man noch die Möglichkeit hinzu, mit dieser Säge auch noch andere Sachen, wie z.b. Leisten, Plastik-Rohre, Gipskarton und sogar Metall zu sägen, wird aus der Keo ein nützliches Allround-Tool, was man öfter benutzt, als gedacht.


4. Verbesserungsvorschläge

Wie schon angesprochen, wäre eine andere Position des Sicherheitsschalters besser.
Ein Plastikkoffer zum Aufbewahren des Keos wäre - auch als Sonderzubehör - super.
Wechselakkus, die man unabhängig vom Gerät laden kann, wären besonders bei grossen "Schnittvorhaben" toll. Eine Halterung, mit der man den Keo am Gürtel oder an der Leiter befestigen könnte, wäre ideal, wenn man mal beide Hände braucht und den Keo kurz weglegen möchte.

5. Zusammenfassung

Der Keo ist ein wunderbares Gerät - nicht nur für Obstgärtner. Durch die verschiedenen einsetzbaren Sägeblätter macht er sich zum Universal-Werkzeug für vielfältigste Einsatzgebiete. Das Schneiden von Ästen beherrscht er perfekt und wird mich noch durch so manche Gartensaison begleiten. Nächstes Jahr sind die Koniferen dran und an den Bäumen ist jedes Jahr ein Schnitt vonnöten, der nun - dank des Keo - so einfach wie nie zuvor durchgeführt werden kann. Mir hat das Testen des Keo sehr viel Spaß gemacht und ich arbeite gerne mit dem Gerät. Morgen geht es mit den Apfelbäumen weiter - ohne Muskelkater am Abend, dank Keo ;-)

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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 192868#post192868.
2012-05-30 14:36:37

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