Keo - Hält den Ast beim Schnitt!

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Mein neuer Helfer im Garten – die Akku-Gartensäge Keo 1 Kommentar
Vom 26.04.12 Geändert 2012-04-26 21:46:18

Passend zur Jahreszeit, wenn auch schon fast zu spät, durfte ich die Akku-Gartensäge Keo testen. Da unser Meisenhäuschen dieses Jahr nicht bezogen wurde, konnte ich mit guten Gewissen noch den Zwetschenbaum entasten. Neben den Zwetschenbaum, habe ich noch einen Apfelbaum zurückgeschnitten. Wobei schneiden ja nicht korrekt ausgedrückt ist, schließlich habe ich habe ja gesägt. Nachdem ich mich in den Bäumen ausgetobt hatte, ging es im Keller weiter ans Testen. Hier habe ich Krumme Äste, Fliederäste mit einem Durchmesser von 60mm und 80mm, ein Kantholz von 80 mm und ein Buchenbrett mit 20mm Stärke zersägt.

Auspacken und los

war diese mal nicht möglich, da erst mal der Akku aufgeladen werden musste. Daher habe ich mich zu erst mit der Bedienungsanleitung beschäftigt.
In 11 Bildern wird die Montage und der Betrieb der Keo erklärt. Diese sind eigentlich klar verständlich, allerdings fehlen Angaben bis zu welchem Durchmesser der Haltebügel verwendet werden sollte bzw. ab welchem Durchmesser er nicht mehr benutzt werden kann. Diese Angaben stehen zwar auf dem Karton, gehören für mich aber auch in die Bedienungsanleitung. Ansonsten kann ich der Bedienungsanleitung nicht viel entnehmen. Die nächsten Seiten beschäftigen sich mit allgemeinem Sicherheitshinweise, Technische Daten, Konformitätserklärung und viel Text den sich kein Mensch durchliest. Leider werden Infos wie z.B. vermeiden von Vibrationen, max. Durchmesser mit Haltebügel und ähnlichen nicht erwähnt.

Der Akku ist geladen – nun kann getestet werden

Die Säge liegt mit ihrem geringen Gewicht gut in der Hand. Allerdings liegt für meinen Geschmack der Sicherheitsschalter ungünstig. Der Schwerpunkt liegt im Bereich des Sägeblattes und ist nach dem aufsetzen auf dem Sägestück nicht mehr spürbar. Dies ermöglicht ein ermüdungsfreies Arbeiten. Zum Sägeblattwechsel muss lediglich die Sägeblattaufnahme durch drehen entriegelt werden. Dieses geht problemlos und schnell. Leichte Schwierigkeiten hatte ich anfangs bei der Demontage des Haltebügels. Hierzu muss die Sicherung nach hinten gezogen und der Haltebügel nach oben abgezogen werden. Der Haltebügel saß bei mir so fest, dass ich befürchtete das Prinzip nicht verstanden zu haben, bzw. den Bügel zu beschädigen. Als ich dann mit etwas mehr Kraft dabei ging, habe ich die Säge so unglücklich festgehalten, dass ich den Sicherungschalter und den An-/Ausschalter gleichzeitig drückte und die Säge anlief. Mittlerweile geht der An-/Abbau des Haltebügels aber auch spielend einfach.

Nun durfte gesägt werden


Nachdem ich mich mit der Säge vertraut gemacht hatte, ging es endlich ans Werk. Als erste habe ich den Apfelbaum zurück geschnitten. Hierbei viel auf, dass dünne Ästen trotz des Haltebügels schnell anfangen zu vibrieren. Hat der Ast aber eine gewisse Stärke, funktioniert das Prinzip des festkeilen mit dem Haltebügel (ähnlich eines umgedrehten Sägebocks) sehr gut. Wenn man den Haltebügel nicht verkantet ansetzt, funktioniert das Sägen nahezu rückschlagfrei. Auch das Sägen ohne Haltebügel für Äste ab 60mm Durchmesser funktioniert recht gut. Wichtig ist darauf zu achten, dass das Sägeblatt mit der Führung mit leichtem Gegendruck angesetzt wird. Ansonsten können recht starke Rückschläge auftreten. Die volle Leistung erreicht die Säge erst, wenn ein gewisser Druck auf das Sägeblatt ausgeübt wird. Dieses sowie das etwas träge anlaufen habe ich als etwas gewöhnungsbedürftig empfunden. Es tat der Leistung aber keinen Abbruch. Das die Hubzahl über den Taster variiert werden kann, empfinde ich als nicht nötig, da ich a) beim sägen nicht das nötige Feingefühl dafür aufbringen konnte und b) nach aufsetzen des Sägeblattes die Leistung automatisch erhöht wird.



Jetzt war erst einmal Pause angesagt

Eigentlich wollte ich nun den Zwetschenbaum bearbeiten. Leider war nach nur einem Baum bei etwa 1 Std. Arbeitszeit ( nicht die Laufzeit der Säge) der Akku entladen. Nach gute 2,5 Std. war der Lithium-Ionen-Akku wieder aufgeladen. Dieses ist im Gegensatz zu früheren 5 Std. Ladezeit manch eines Akkus schon recht schnell. Allerdings hätte ein Wechsel-Akku (am liebsten mit Schnellladegerät) meine Zwangspause erheblich reduzieren können. Ich denke da z.B. an die Power 4 All Serie.


Im Keller ging es weiter

Im Keller habe ich dann noch mal unterschiedliche Hölzer bearbeitet. Dabei hat sich die Säge durch fast alle Arten von Rundholz über Kantholz, dünne Äste und dicke Äste mühelos durchgearbeitet. Nur das 20mm Starke Buchenbrett hat sie überfordert. Hier reichte mit dem mitgelieferten Sägeblatt die Kraft der Säge nicht aus und die Säge blockierte mehrfach. Ich denke aber, dass mit einem geeigneten Sägeblatt auch das Buchenbrett zu meistern ist. Ansonsten bin ich mit den Schnittergebnissen sehr zufrieden. Leider konnte ich andere Materialien nicht testen, da mir nicht die entsprechenden Sägeblätter zur Verfügung standen.


Mein Schlusswort


Die Keo ist ein guter Helfer im Garten. Äste bis 80mm Durchmesser lassen sich mühelos absägen. Obwohl der Haltebügel gute Dienste geleistet hat, habe ich letztendlich doch lieber ohne diesen gearbeitet. Aufgrund des fest eingebauten Akkus ist die Säge nicht für endlose Arbeiten geeignet, aber für das gelegentliche zurückschneiden ist sie Top. Ich hätte gerne noch ein Halteclip zum befestigen am Gürtel gehabt, damit man beidhändig die Leiter aufsteigen kann. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Sicherheitstechnisch nicht unbedingt empfehlenswert ist (erhöhte Unfallgefahr beim Sturz mit Säge am Körper).


Mir hat das Testen viel Spaß gemacht.


Danke Bosch
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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 187023#post187023.
2012-05-11 10:19:29

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