Keo - Hält den Ast beim Schnitt!

Mitglieder der 1-2-do.com stellen Bosch
Elektrowerkzeuge auf die Probe

KEO-Produkttest 1 Kommentar
Vom 25.04.12 Geändert 2012-04-25 07:09:26
Erstmal möchte ich mich bedanken, dass ich für den Test der KEO ( Was ist eigentlich richtig; Die Keo? Der Keo? ) ausgewählt wurde und hoffe, dass ich euren Anforderungen an dem Produkttest gerecht werde.

Die Keo kommt in einem Karton daher. Eigentlich bin ich auch ein Fan von Maschinenkoffern. Da es sich bei der KEO aber um ein Gartengerät handelt welches nicht in der Werkstatt, sondern neben anderen Gartengeräten im Geräteschuppen gelagert wird, finde ich einen Koffer nicht erforderlich. Einzig zur Aufbewahrung der Sägeblätter muss ich mir noch was einfallen lassen, aber das soll nicht das Problem von Bosch sein.

Der Inhalt des Kartons ist sehr übersichtlich und wurde schnell ausgepackt um alles genau in Augenschein zu nehmen. Ich muss gestehen, dass ich mir das Gerät ein wenig kleiner und leichter vorgestellt hätte. Eher hab ich mit einem „Spielzeug“ gerechnet. Dies wurde aber absolut nicht bestätigt. Die KEO ist nicht zu leicht, nicht zu schwer, nicht zu klein, nicht zu groß und liegt dank der gummierten Griffe sehr gut in der Hand.

Die Ladebuchse ist gut und sicher unter einer Gummiabdeckung versteckt und wird über einen mehrpoligen Stecker angeschlossen. Ich bin wegen der „Verbiegegefahr“ eigentlich eher ein Fan von einpoligen ( bzw. zweipoligen) Steckern, aber das ist halt meine persönliche Vorliebe. Also das Gerät erstmal ab ans Ladegerät und vollständig laden.

- Die Bedienungsanleitung ( welche ich mir vorher bereits im Internet angeschaut habe ) ist sehr übersichtlich und mit vielen Sicherheitshinweisen versehen. Allerdings fehlen meiner Meinung nach ein paar Ergänzungen. Dazu aber im Laufe des Berichtes mehr. -

Nach kurzer Zeit leuchtete die grüne LED am Gerät dauerhaft.Laut Anleitung bedeutet dies, dass der Akku zu mehr als 35% geladen ist. Wann aber ist er komplett geladen? Hilfreicher wäre es, wenn die LED nach vollständiger Ladung erlöschen würde oder erst dann dauerhaft leuchten würde

Das Sägeblatt lässt sich schnell und einfach mit dem SDS-Futter montieren. Auch die Montage des A-Grip-Bügels geht leicht von der Hand.

Der Sicherheitsschalter in Kombination mit der Einschaltverzögerung ist sehr gut und sinnvoll, da sich beim Sägeblattwechsel die Stromquelle nicht trennen lässt und ohne den Schalter das Verletzungsrisiko sehr hoch wäre.

Die Sägegeschwindigkeit lässt sich mit ein wenig Gefühl sehr genau regeln.

Also ab in den Garten und die ersten kleinen ( ca. 3cm Durchmesser ) Äste abgesägt. Schnell und sauber. Das klappt schon mal super.Ran an eine ältere Konifere und mehrere Äste mit kleinem Durchmesser abgetrennt. Auch das ging problemlos,allerdings verhakt sich der A-Grip schnell in dem Geäst. Das ist zwar ein bisschen fummelig, aber nicht weiter tragisch. Das einhändige Sägen klappt ansonsten echt wunderbar.

Also den Bügel ab und einen dicken ( etwas über 8 cm Durchmesser ) Ast abgesägt. Da braucht die Maschine zwar ein bisschen, aber es geht definitiv schneller, als von Hand.

Was bei den ersten Tests auffällt ist die Elektronik, die die Maschine beim Druck auf das Sägeblatt schneller laufen lässt. Also keine wirkliche Konstantelektronik, da die Drehzahl wirklich in die Höhe schnellt. Leider konnte ich hierzu nichts in der Anleitung finden. Ich gehe also mal davon aus, dass diese Funktion dazu dient den Akku zu schonen.

Leider waren das auch schon die Tests im Garten, da in den anderen Bäumen momentan Vögel nisten und ich diese nicht aufscheuchen möchte. Also auf das Sägeblattset warten und ein erstes Fazit ziehen.

Die Gartenarbeiten ließen sich schnell und problemlos durchführen.Die Maschine hat genug Power und liegt bei allen Arbeiten gut in der Hand. Was ein bisschen stört, ist die angesprochene Elektronik, da der Sägevorgang dadurch ein bisschen „hakelig“ wird. Was mir negativ aufgefallen ist; Beim Sägen der paar Äste sind schon sehr viele Sägespäne und Staub auf den Zylinder gefallen ist, der für den Sägemechanismus zuständig ist. Es sieht so aus, als würden diese dann auch ins Gehäuse gezogen. Vielleicht sollte man hier mit einer Abdeckung, zB in Form einer Gummimanschette ( ähnlich wie bei der POF ) etwas nachhelfen, da ich befürchte, dass auf Dauer die Leistung und das Material sehr darunter leiden könnten.

Da die Sägeblätter leider immer noch nicht bei mir eingetroffen sind, musste ein Ersatzprojekt her. Für eine Nähecke, die ich für meine Freundin einrichten wollte, musste eine Wand mit Rigipsplatten abgestellt werden. Als Ständerwerk entschied ich mich für Dachlatten um die KEO nutzen zukönnen.

Das Kürzen der Latten klappt wunderbar und zügig. Es geht meiner Meinung nach sogar besser, als mit der Stichsäge. Dank des A-Grip verrutscht die Maschine nicht und muss nicht großartig geführt werden. Kein störendes Kabel, schneller Sägefortschritt. Alles super.

Nachdem das Ständerwerk an der Wand war, musste noch ein Ausschnitt in eine Gipskartonplatte gemacht werden. Auch hier leistet die KEO gute Dienste. Wenn ich daran denke, wie ich mich früher immer mit einem Stichling abgemüht habe. Da ist das so echt einfach nur klasse. Was auch hier wieder negativ auffällt ist der Staub, der beim Bewegen des Sägeblattes ins Gehäuse gezogen wird.

Fazit;

Die Keo ist ein guter kleiner Helfer, den ich anfänglich ein wenig unterschätzt habe. Anfänglich dachte ich, es wäre ein Spielzeug. Nun denke ich, es ist ein kleiner Fuchsschwanz, der seinen großen Geschwistern zwar durch die Leistung ein wenig unterlegen ist, für den Heimwerker aber dennoch ein sehr großes Anwendungsspektrum bietet; zB. Fensterein- bzw. ausbau,Trockenbau….

Bis auf die angesprochenen Punkte habe ich nichts an der Maschine zu meckern und bedanke mich nochmals, dass ich als Produkttester ausgewählt wurde.

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Hallo Zusammen,

den Thread zur Diskussion über diesen Testbericht findet Ihr unter http://www.1-2-do.com/forum/showthread.php?p= 186244#post186244.
2012-05-08 19:15:11

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